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Sea to Summit Ultra-Sil Daypack im Test

Sea to Summit Ultra-Sil Daypack im Test
Sea to Summit Ultra-Sil Daypack im Test © gipfelwelt.net

Der ultraleichte und wasserabweisende Sea to Summit Ultra-Sil Daypack zeigt sich im Test als idealer Begleiter beim Trekking und auf Reisen mit Mini-Abstrichen.

Warum ein Daypack auf deine Packliste gehört

Für Ordnung in meinem Trekkingrucksack und meiner Reisetasche sorgen schon fast von Tag 1 an die Sea to Summit Ultra-Sil Nano Dry Packs. Diese praktischen und wasserdichten Packsäcke verstauen sicher und gut sortiert alles von der Kleidung bis zur Verpflegung. Bei längeren Trekkingtouren und Reisen gibt es aber zwei Einsatzbereiche, die sie nicht abdecken können, weil sie keine Träger haben. Das gilt vor allem bei Flugreisen, wo ich Elektronik, Dokumente und dergleichen mit ins Handgepäck nehmen muss. Und unterwegs für kleine Besorgungen, egal ob ich im Hotel übernachte oder auf dem Zeltplatz: Um schnell ein paar Lebensmittel oder dergleichen einzukaufen.

Daher hatte ich in den letzten Jahren das Ticket to the Moon Mini Backpack auf allen längeren Reisen und bei allen Trekkingtouren dabei. Das ist sehr leicht und aus einem reisefreundlichen Nylongewebe, aber limitiert im Platzangebot und ohne wirklichen Nässeschutz ausgestattet.

So bin ich jetzt schon wieder bei einer meiner absoluten Lieblingsmarken für langlebige und ultraleichte Outdoor-Ausrüstung fündig geworden, nämlich demselben Hersteller, der auch meine Packsäcke produziert 🙂

Die Eckdaten überzeugen beim Sea to Summit Ultra-Sil Daypack

Mit den Maßen von 48 x 28 x 20 Zentimetern und 20 Litern Packvolumen wiegt das Sea to Summit Ultra-Sil Daypack laut meiner Küchenwaage etwa 77 Gramm (inklusive des vernähten Packsacks, aber ohne den etwas sinnfreien mitgelieferten Karabiner). Der Hersteller gibt ein etwas geringeres Gewicht an. Doch auch 77 Gramm sind sensationell wenig und wir bewegen uns hier locker im Ultraleicht-Trekking-Bereich.

Toll ist das verwendete Material Cordura. Das auf einer Nylonfaser basierende Gewebe ist eine feste Größe im Outdoor-Bereich und hat stark hydrophobe Eigenschaften. Beachte, dass der Nässeschutz nicht für Hochgebirgsklimata ausreicht: Auch wenn Cordura als mehr oder weniger wasserdicht gilt, kann Nässe und Starkregen durch die Nähte und Reißverschlüsse eindringen. Daher würde ich den Rucksack insgesamt als stark wasserabweisend einordnen. Was neben dem Nässeschutz für Cordura spricht, ist seine enorme Robustheit und Abriebfestigkeit.

Damit sticht das Sea to Summit Ultra-Sil Daypack mein bisheriges Daypack, das Ticket to the Moon Mini Backpack, ganz klar aus: Es wiegt 105 Gramm und hat dabei nur 15 Liter Packvolumen, außerdem ist es nicht so stark wasserabweisend wie das Sea to Summit Ultra-Sil Daypack. Somit spare ich durch den Austausch auf meiner Ultraleicht-Trekking-Packliste 28 Gramm Gewicht und habe jetzt ein Daypack mit mehr Packvolumen und besserem Nässeschutz dabei.

Auch preislich finde ich das Sea to Summit Ultra-Sil Daypack überzeugend: Der Originalpreis liegt bei 39,95 Euro, du wirst es aber leicht auch deutlich günstiger in den gängigen Online-Shops finden.

Großzügiges Raumangebot und ultrakompakter Packsack

Im Sea to Summit Ultra-Sil Daypack hat ein Laptop Platz
Im Sea to Summit Ultra-Sil Daypack hat ein Laptop Platz © gipfelwelt.net

Die Eckdaten sind also schon mal sehr vielversprechend. Im Test zeigt der Sea to Summit Ultra-Sil Daypack, dass er auch echt was schultern kann. Das liegt daran, dass er nur aus einer Kammer besteht. Dadurch kannst du die 20 Liter Packvolumen voll ausschöpfen und kriegst beispielsweise easy einen Laptop darin verstaut. Das ist für mich ein entscheidendes Kriterium, da er auf Flugreisen ins Handgepäck kommt und ich somit alle wichtigen Dinge inklusive Elektronik reinpacken möchte.

Unten an der Außenseite befindet sich eine kleine Materialschlaufe, die ich etwas unnötig finde. Du solltest sie wohl auch gewichtstechnisch nicht überstrapazieren in Anbetracht des dünnen Rucksacks. Der Hersteller bewirbt ihren Nutzen vor allem für Radfahrer, da sie als Lichthalterung dienen könne.

Sea to Summit Ultra-Sil Daypack im fest vernähten Packsack
Sea to Summit Ultra-Sil Daypack im fest vernähten Packsack © gipfelwelt.net

Der fest vernähte Packsack lässt sich als Fach für die Schlüsseltasche oder das Portemonnaie verwenden. Ich finde ihn aber etwas ungünstig angebracht, denn wenn ich ihn befülle, ist er dem Laptop im Weg. Wahrscheinlich werde ich ihn früher oder später heraustrennen, da ich ohnehin auf die Funktionalität eines Packsacks verzichten kann.

Charmant ist es aber schon, dass sich der Sea to Summit Ultra-Sil Daypack ultrakompakt in sich selbst verstauen lässt. Drücke ihn einfach kräftig in den Packsack, am besten mit den Riemen zuerst, damit diese nachher nicht heraushängen. Dann ist er ultrakompakt zu verstauen und beansprucht nur wenige Zentimeter Platz.

Komfort-Limits bei Material und Ausstattung

Klar ist, dass ein so extrem leichter Rucksack wie der Sea to Summit Ultra-Sil Daypack nicht mit einem voll ausgestatteten – und um ein Vielfaches schwereren  – normalen Rucksack vergleichbar ist. Das fängt beim Material an. Cordura ist zwar wie eingangs geschildert ein perfektes Outdoor-Material, da die extrem robuste und stark wasserabweisende Kunstfaser dein Hab und Gut gegen viele Unwägbarkeiten schützt. Es fällt bei diesem Rucksack aber auch recht hart und raschlig aus und hat keinen schönen, plastikhaften Knitterlook. Da es zudem sehr materialsparend verarbeitet wurde, ist es halb transparent. So lässt sich unter Umständen erkennen, was du im Rucksack transportierst.

Zu viel gespart wurde definitiv am Aufhänger. Ich hatte mich erst darüber gefreut, da du so den Sea to Summit Ultra-Sil Daypack theoretisch nicht an den Trägern aufhängen musst und so Beschädigungen vermeidest. Er fällt aber so winzig klein aus, dass du kaum einen Garderobenhaken finden wirst, wo er drüber passt. Immerhin ergibt sich hier ein potenzielles Einsatzgebiet für den mitgelieferten Karabiner: Du kannst ihn in der Schlaufe befestigen und hast so einen deutlich größeren Aufhänger.

Den Trägern gönnt der Hersteller eine hauchdünne Polsterung mit einer Art Schaumstoff. Sie verhindert aber allenfalls das Einschnüren der Träger auf den Schultern, und nützt bei einem sehr schweren Rucksack nicht mehr viel. Der Sea to Summit Ultra-Sil Daypack ist ja aber von Haus aus auch gar nicht für große Lasten konzipiert. Als echter Wanderrucksack eignet er sich so eher nicht. Sehr gut hingegen sind die Ösen zum Verstellen der Trägerlänge. Sie klemmen die gewünschte Länge verlässlich ab und machen einen sehr robust gefertigten Eindruck.

Gegen den Einsatz mit voller Ladung und beim Wandern spricht neben der kaum vorhandenen Polsterung auch, dass es keine Belüftung am Rückenteil gibt. Der Rucksack liegt glatt am Rücken auf, sodass sich bei großer körperlicher Anstrengung hier schnell Schweiß ansammeln würde.

Testergebnis auf einen Blick

In meinem Test hat mich der Sea to Summit Ultra-Sil Daypack vor allem durch sein minimales Gewicht von nur 77 Gramm und das winzige Packmaß beeindruckt, durch das er im verpackten Zustand buchstäblich in einer Hand verschwindet. Obwohl das Cordura-Material extrem dünn ist, tut das seiner Robustheit keinen Abbruch und der Nässeschutz ist sehr zuverlässig. Der Tragekomfort ist aufgrund der rudimentären Polsterung aber eingeschränkt und nicht für große Lasten konzipiert.

Insgesamt ist er für mich das ideale minimalistische Essential als extrem leichte und zuverlässige Transportlösung für zwischendurch. Er kommt auf meine Ultraleicht-Trekking-Packliste und wird mit auf Reisen gehen, wenn ich wichtige Dinge und Elektronik im Handgepäck transportieren möchte. Außerdem ist er mein Einkaufsrucksack für kleine Besorgungen zwischendurch auf längeren Reisen und während meiner Trekkingtouren.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 26.02.2026 von Raffaele

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