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Sommer

Sommer-Stimmung am Strand von Antalya
Sommer-Stimmung am Strand von Antalya © gipfelwelt.net

Die wärmste der vier Jahreszeiten ist per Definition der Sommer. Für das Bergwandern ist er durch die hohen Temperaturen attraktiv, hat aber auch Nachteile.

In unseren Breitengraden haben wir die Besonderheit, dass alle Jahreszeiten etwa gleich lang dauern und ihre besondere Prägung der Natur und des Klimas sehr deutlich unterscheidbar ist. Zumindest wenn man von einem typischen Jahr ausgeht, auch wenn es natürlich zwischen den Jahreszeiten Überschneidungen und ähnliche Wetterphänomene gibt.

Somit freuen wir uns auf den Sommer, verbinden wir damit doch Lebensfreude, laue Abende und die Möglichkeit, sehr viel Zeit im Freien zu verbringen. Das Gemüt wird heiterer, die Stimmung gelassener, und wir tanken ausgiebig das Sonnen-Vitamin D, bevor uns die Sonne im Herbst und Winter erst mal nicht mehr so hold ist.

Astronomischer und meteorologischer Sommer

Während die meisten wahrscheinlich lange Tage mit dem Sommer verbinden, beginnt der astronomische Kalender tatsächlich erst mit der Sommersonnenwende, also ab dem Zeitpunkt, wo die Tage wieder kürzer werden. Der längste Tag und damit der Anfang dieser Jahreszeit ist auf der Nordhalbkugel der 20., 21, oder 22. Juni. Auf der Südhalbkugel ist es entsprechend um ein halbes Jahr zeitversetzt der 21. oder 22. Dezember.

Die Zeit des Lichts ist somit eigentlich der Frühling. In dieser Jahreszeit kommen wir in den Genuss des meisten Tageslichts und der meisten Sonnenstunden. Was in der nachfolgenden Jahreszeit aber prägend ist und die eigentlich schon wieder kürzeren Tage eindrücklicher werden lässt, ist die Tatsache, dass es jetzt die höchsten Durchschnittstemperaturen des Jahres gibt.

Das kalendarische Ende des Sommers wird auf die Tag- und Nachtgleiche definiert. Sie findet auf der Nordhalbkugel der Erde am 22. oder 23. September statt, auf der Südhalbkugel am 20. oder 21. März. Somit sind uns auf der Nordhalbkugel ein paar mehr Sommertage vergönnt, da sich die Erde in leicht ellyptischer Form und die Sonne bewegt und dadurch für den Teil der Erdumlaufbahn, der auf den Nordsommer fällt, etwas länger braucht.

Soweit die kalendarische Theorie. Natürlich kann die Jahreszeit wie auch alle anderen Jahreszeiten phänologisch sehr von den Kalenderzeiten abweichen. In der Meteorologie wird sie daher etwas pauschaler definiert als der Zeitraum der Monate Juni, Juli und August (Nordhalbkugel) bzw. Dezember, Januar und Februar (Südhalbkugel).

Auch findet eine Unterscheidung in vier Jahreszeiten nicht in der subtropischen und tropischen Klimazone statt. Hier werden hingegen Regenzeiten und Trockenheiten unterschieden.

Bedeutung für das Bergwandern

Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Jede Jahreszeit hat für den Bergsport eine besondere Bedeutung, ihren eigenen Reiz und andere Möglichkeiten für schöne Touren im Hoch- und Mittelgebirge. Die höchsten Durchschnittstermperaturen, die im Sommer herrschen, sind zunächst einmal ein großer Vorteil für das Bergwandern. Besonders wenn du wie ich ein Fan von Wildcamping bist, wirst du die vergleichsweise milden Nächte zu schätzen wissen.

Dennoch fallen im Hochgebirge die Temperaturen noch bis in Richtung Gefrierpunkt, sodass du für die Nacht eine ordentlich isolierte Ausrüstung brauchst. Tagsüber hingegen kann es drückend heiß werden, sodass das Bekleidungs-Schichtsystem eine riesige Temperaturspanne abdecken muss.

Weitere Herausforderungen neben dem Temperaturgefälle ergeben sich durch die hohe UV-Strahlung. Deswegen brauchst du sowohl Kleidung, als auch ein Sonnenschutzmittel für die freiliegenden Hautpartien, die einen sehr hohen ausgewiesenen UV-Schutz-Faktor (UPF) haben.

Der Sommer hat auch in unserer gemäßigten Klimazone sehr verschiedene Ausprägungen. Deswegen solltest du dich bei der Tourenplanung auf die Wanderregionen Mittel- und Nordeuropas konzentrieren. Im Mittelmeer-Raum ist es jetzt so heiß, dass Wanderaktivitäten nicht empfohlen werden können. Diese solltest du hier auf den Frühling und Herbst legen. In den Alpen oder in Skandinavien hingegen findest du jetzt die besten Bedingungen für ausgedehnte Trekkingtouren wie auch Tagestouren vor.