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Herbst

Herbst-Stimmung am Nonnenmattweiher im Schwarzwald
Herbst-Stimmung am Nonnenmattweiher im Schwarzwald © gipfelwelt.net

Der Herbst ist eine der vier meteorologischen und astronomischen Jahreszeiten, der besonders in den gemäßigten Zonen stark ausgeprägt ist. Die Definition.

Astronomischer und meteorologischer Herbst

Astronomisch ist das Jahr klar kalendarisch in vier Jahreszeiten eingeteilt. Diese Einteilung erfolgt genau gegenteilig auf der Nord- und Südhalbkugel der Erde, unterteilt durch den Äquator.

  • Nordhalbkugel: Nordherbst, 22./23. September (Tag-Nacht-Gleiche) bis 21./22. Dezember
  • Südhalbkugel: Südherbst, 20./21. März bis 21. Juni (Wintersonnenwende)

Umgangssprachlich werden meist etwas abweichende und etwas kürzere Zeiträume damit bezeichnet, also im Wesentlichen die Monate September, Oktober und Novemer auf der Nordhalbkugel, sowie Monate März, April und Mai auf der Südhalbkugel.

Während im Kalender also taggenau festgelegt wird, wann diese Jahreszeit beginnt und endet, sieht es meteorologisch schon deutlich komplexer aus. Wirklich stark klimatisch ausgeprägt ist sie nur in den gemäßigten Klimazonen. Diese liegen im Wesentlichen in weiten Teilen Europas, der USA und Kanda auf der Nordhalbkugel, sowie dem südlichen und südöstlichen Südamerika, dem südlichsten Afrika und Australien, und Neuseeland auf der Südhalbkugel.

In der gemäßigten Zone macht sich die eigentliche Wortbedeutung bemerkbar, vom englischen Wort „harvest“ abgeleitet, also die landwirtschaftliche Erntezeit. Nicht nur sind nun also viele Obst- und Gemüsesorten erntereif, sondern die Blätter der Bäume verfärben sich und fallen schließlich ab. Das kann im Prinzip als eine Art natürliche Erntezeit interpretiert werden, denn die Bäume werfen damit auch ihre Früchte ab. Diese tragen wiederum Samen zur Erneuerung des Bestands in sich.

Abseits der gemäßigten Klimazone ist der Herbst als meteorologische Jahreszeit gering bis gar nicht ausgeprägt. In den Tropen spielt er überhaupt keine Rolle, da hier eigentlich nur Regenzeiten und Trockenzeiten das Klima im Jahresverlauf bestimmen. Es gibt also eigentlich nur zwei meteorologische Jahreszeiten. In den kälteren Klimazonen ist verhält es sich genau gegenteilig: Hier lassen sich viel mehr meteorologische Jahreszeiten voneinander abgrenzen, oft kommt es beispielsweise während des kalendarischen Herbstes noch zu einer Regenzeit, die als Schlammzeit bezeichnet wird.

Der Grund für die unterschiedliche Ausprägung der Jahreszeiten liegt im Wechsel des Einfallswinkels der Sonne. Somit sind die Jahreszeiten dort am deutlichsten voneinander zu unterscheiden, wo der Abstand zur Rotationsachse der Erde 45 Grad beträgt. Am Äquator ist der Einfallswinkel ganzjährig kaum verändert, an den Polen so extrem unterschiedlich, dass sich viele meteorologische Jahreszeiten ausgebildet haben.

Perfekte Jahreszeit zum Bergwandern

Für uns Bergwanderer ist der meteorologische Herbst eine tolle Zeit für Bergtouren. Das fängt schon dabei an, dass es Nebensaison ist und damit generell nicht so viele Leute unterwegs sind. Das Klima kommt uns auch sonst sehr entgegen. Die Sonne hat tagsüber noch sehr viel Kraft und ist auch oft zu sehen, erspart uns aber die drückende Hitze des Sommers. Die aufziehende Kälte ab dem späten Nachmittag ist für den Ausdauersport auch grundsätzlich sehr angenehm und wir können uns gut von den Strapazen des Tages erholen.

Das bunte Herbstkleid der Wälder ist das Pendant zur Blütezeit im Frühling. Somit gestaltet sich das Landschaftsbild sehr abwechslungsreich, was sich auch sehr positiv auf eine Wanderung auswirkt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Meerestemperatur, die vom Sommer noch angenehm warm bleibt. Falls wir also in Künstennähe unterwegs sind und das Wetter mitspielt, können wir die Wanderung gut mit einem Bad im Meer verbinden. Das ist beispielsweise bei den Mittelmeerinseln der Fall.

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