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Cordura

Produkt aus Cordura
Produkt aus Cordura © gipfelwelt.net

Das Cordura-Material kommt im Outdoorbereich vor allem für Ausrüstungsartikel wie Packsäcke zum Einsatz. Es ist robust, schnelltrocknend und wasserabweisend.

Die Palette dieser Textilien wird von Invista hergestellt und vertrieben. Diese Firma zeichnete auch lange verantwortlich für die bekannten Lycra-Stoffe, hat diese Marke allerdings mittlerweile verkauft.

Als Zulieferer für zahlreiche Hersteller kommen Cordura-Stoffe in unterschiedlichen Ausführungen bei vielen bekannten Marken zum Einsatz. Im Sport- und Outdoorbereich konnten sie sich besonders für Rucksäcke, Portemonnaies, Taschen, Packsäcke, Schutzhüllen und dergleichen durchsetzen. Daneben werden auch weichere und leichtere Varianten des Stoffes für Kleidung hergestellt, die besonders bei Motorrad- und Arbeitskleidung eingesetzt werden.

Zum Durchbruch verhalfen den Textilien die erfolgreichen Kooperationen mit JanSport und Eastpak in der 1970er Jahren, als beide Hersteller das Material für ihre beliebten Rucksäcke verwendete. Damit sicherte sich Cordura seinen festen Platz in der expansiven Phase der Outdoorindustrie in den 1970er und 1980er Jahren, als sich Outdoorsport zum Massenphänomen entwickelt hat. Sie reiht sich somit ein in die Marken der Zulieferer für die Hersteller von Outdoorprodukten, die in so ziemlich jedem Hausstand zu finden und kaum noch wegzudenken sind. Andere Beispiele solcher Marken sind Gore-Tex, Ortholite, Pertex, Polartec, Primaloft und Vibram.

Cordura wird aus Nylonfasern hergestellt

Was macht diese Kunstfasertextilien so beliebt und erfolgreich? Sie basieren auf einer Polyamid-/Nylonfaser, die durch eine exzeptionelle Robustheit und Abriebfestigkeit überzeugt. Die Ausgangsfaser der Textilien ist so gekräuselt, dass sie die glatte und glänzende Beschaffenheit des Ausgangsmaterials verliert und dafür enorm an Widerstandsfähigkeit gewinnt. Außerdem resultiert aus dem eingesetzten Material eine hohe wasserabweisende und schnelltrocknende Beschaffenheit.

Daher ist das vor allem für stark strapazierte Gegenstände und Kleidungsstücke so interessant. Oftmals wird auch nicht der ganze Artikel daraus hergestellt, sondern die besonders in Mitleidenschaft gezogenen Stellen wie Rucksackböden erhalten solche Einsätze. Für den Endnutzer ist daher auch nicht unbedingt erkennbar, dass es sich um dieses Textil handelt. Ein Branding mit dem weiß-gelben Schriftzug in Großbuchstaben haben die Ausrüstungs- oder Kleidungsstücke eigentlich nur, wenn der gesamte Artikel daraus gefertigt wurde.

Der Hersteller versucht verstärkt, sich auch im Bereich leichterer Kleidung wie Socken oder Oberteile zu etablieren, hat hier jedoch eine starke Konkurrenz. Für direkt am Körper getragene Kleidungsstücke und Ausrüstung wie Schlafsäcke ist das beispielsweise Pertex, die ebenfalls eine robuste und schnelltrocknende Nylonfaser vertreiben. Diese erhält ihre Robustheit durch dicht verwobene hauchdünne Stofffäden, was im Ergebnis einen seidenähnlichen und damit viel trageangenehmeren Stoff hervorbringt. Aber speziell im Outdoorbereich ist und bleibt Cordura eine feste Größe, sobald es um Taschen, Packsäcke und Ähnliches geht.

Hier findest du meinen Testbericht eines Cordura-Kulturbeutels >>

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