Falllinie

Dieser Weg in den spanischen Pyrenäen folgt der Falllinie neben einem Wasserlauf
Dieser Weg in den spanischen Pyrenäen folgt der Falllinie neben einem Wasserlauf © gipfelwelt.net

Die Falllinie ist im Gelände die Linie auf der Oberfläche eines Hanges mit dem stärksten Gefälle, der auch Wasserläufe folgen. Sie verläuft rechtwinklig zur Höhenlinie.

Vielleicht bind du in der Tourenbeschreibung einer Bergwanderung schon mal auf den Begriff der Fallline gestoßen. Dieser ist in diesem Zusammenhang im orographischen bzw. topografischen Sinne zu verstehen. Es handelt sich also um eine Oberflächenbeschreibung des Geländes, durch das die Wanderung führt. Besonders bei hochalpinen Touren in steilem Gelände wirst du in Wanderführern oder auf Outdoor-Blogs über den Begriff stoßen, da er hier eine wichtige Rolle für die Tourenplanung spielt.

Die Falllinie verläuft rechtwinklig zu den Höhenlinien

Höhenlinien auf Wanderkarten kennzeichnen Punkte gleicher Höhe, sodass du damit die Ausgestaltung des Reliefs eines Geländes ableiten kannst. Nun ist es natürlich auch interessant zu wissen, wo die tiefsten Punkte des Geländes liegen, wo es also das stärkste Gefälle hat. Das ist zum Beispiel deswegen interessant für die Tourenplanung, weil hier der kürzeste Weg durch das Gelände verläuft. Somit kannst du hier den kürzesten – allerdings auch den steilsten – Weg durchs Gelände finden. In Kombination mit den Höhenlinien kannst du auch evaluieren, ob der Streckenabschnitt zu steil ist und du lieber ausweichen möchtest.

Diese sogenannte Falllinie verläuft naturgemäß rechtwinklig zu den Höhenlinien. Sie wird in Karten nicht gekennzeichnet, du kannst sie aber indirekt ableiten aus den eingetragenen Wasserläufen also wie das Wasser „fällt“. Denn die Trägheit des Wassers führt dazu, dass es sich immer den kürzesten Weg ins Tal sucht und somit den Punkten mit dem größten Gefälle folgt.