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Zpacks Nero Ultra 38L Backpack im Test

Zpacks Nero Ultra 38L Backpack im Test
Zpacks Nero Ultra 38L Backpack im Test © gipfelwelt.net

Der Zpacks Nero Ultra 38L Backpack ist ein ultraleichter und wasserdichter Trekkingrucksack. Im Test zeigt er seine Qualitäten, ist aber eher was für Experten.

Herzlich willkommen in der Ultraleicht-Trekking-Masterclass! Wenn du mein Blog schon eine Weile verfolgst, weißt du, dass ich ein großer Fan der US-amerikanischen Marke Zpacks bin, die sich auf Produkte für das Ultraleicht-Trekking spezialisiert hat. Neben dem genialen Zpacks Duplex Lite Tent habe ich auf meiner Ultraleicht-Trekking-Packliste auch einen großen Rucksack des Herstellers, der mit 658 Gramm recht wenig wiegt und üppig Stauraum auch für wochenlange Treks bietet.

Jetzt war es für mich Zeit, den nächsten Schritt zu gehen, und hier begeben wir uns ins Feld der Masterclass: Durch kontinuerliches Abspecken meiner Packliste sind meine Habseligkeiten für das Bergwandern auf ein immer kleineres Packgewicht und Packmaß geschrumpft. Somit ist es in der Vergangenheit immer öfter vorgekommen, dass ich meinen Rucksack mit einem 52 Liter großen Stauraum immer öfter halb leer durch die Gegend getragen habe. Also bin ich auf die Suche gegangen nach einem kleineren Rucksack, der mir auch nochmal hilft, das Packgewicht weiter zu reduzieren.

Hier kam mir der neu gelaunchte Zpacks Nero Ultra 38L Backpack genau recht. Er hat ein Reingewicht von 292 Gramm und bietet dafür ein Packgewicht von 38 Litern. Ich habe die Konfiguration etwas angepasst, wie ich dir im Folgenden schildere, und einen gepolsterten Hüftgurt gewählt sowie unnötige Riemen entfernt. In meiner Konfiguration kommt der Rucksack auf 370 Gramm Gewicht, was immer noch verdammt wenig für einen so großen wasserdichten Rucksack ist. Im Vergleich zum großen Zpacks Arc Zip spare ich also sehr ordentliche 288 Gramm Packgewicht.

Schnell geliefert, aber mit Zollgebühren

Die Zpacks-Produkte können nur direkt ab Hersteller aus den USA bezogen werden, und er versendet standardmäßig mit DHL Express. Somit sind sie trotz der weiten Reise innerhalb von drei bis vier Werktagen bei dir. Beachte aber, dass auf den Preis von derzeit 249 US-Dollar noch Zollgebühren anfallen. Ein günstiger Spaß ist der Zpacks Nero Ultra 38L Backpack als sicher nicht, aber als jahrelanger Zpacks-Nutzer kann ich dir sagen, dass die Qualität der Produkte sehr hoch ist und bei einigermaßen pfleglicher Nutzung wirst du sie viele Jahre im Einsatz haben können.

Gutes Platzangebot – zumindest für Ultraleicht-Trekking-Experten

28-Liter-Hauptfach des Zpacks Nero Ultra
28-Liter-Hauptfach des Zpacks Nero Ultra © gipfelwelt.net

Als Masterclass-Teilnehmer weißt du aber: Hier tricksen die Hersteller immer etwas mit der Liter-Angabe, diese schließt nämlich auch die Außenfächer an der Seite und wie hier das große Mesh-Außenfach an der Front mit ein. Hier kannst du jedoch allenfalls Gegenstände zwischenlagern, die du während der Wanderung griffbereit haben möchtest.

Dennoch fällt das Platzangebot des Zpacks Nero Ultra 38L Backpack üppig aus, denn auf das wasserdichte Hauptfach entfällt mit 25 Litern doch der Bärenanteil des Platzangebots aus. Da es sich um ein einzelnes großes Fach handelt, kannst du es auch sehr effizient nutzen. Nach vielen, vielen Jahren Ultraleicht-Trekking-Optimierungen bin ich jetzt an dem Punkt angekommen, wo mir dieses Platzangebot reicht, um meine gesamte Packliste unterzubringen, wie sich im Test bestätigt hat. Natürlich mit Einschränkungen, denn wenn ich beispielsweise für viele Tage Essen mitnehmen muss, dann ist auch bald mal Ende Gelände. Aber im Wesentlichen passt meine durchoptimierte Packliste jetzt in diesen Rucksack.

Sehr gutes Fächer-Angebot

Die Rückseite des Zpacks Nero Ultra wird durch ein Sitzkissen stabilisiert, die Trekkingstöcke passen in die Seitentasche
Die Rückseite des Zpacks Nero Ultra wird durch ein Sitzkissen stabilisiert, die Trekkingstöcke passen in die Seitentasche © gipfelwelt.net

Das wasserdichte Hauptfach des Zpacks Nero Ultra 38L Backpack vereint also schon mal 24 Liter Packvolumen auf sich. Die Seitenfächer sind ebenfalls aus dem wasserdichten Dyneema, was aber nicht viel Schutz bietet, da sie sich nicht verschließen lassen. Hingegen eignen sie sich gut, um sowohl eine große Trinkflasche griffbereit dort zu transportieren, als auch die Trekkingstöcke zu verstauen, wenn du sie nicht brauchst. Bitte passe auf, dass die Stockenden nach oben ragen, um beim Transport keine Löcher in die Seitentaschen zu bohren. Auf jeden Fall hat das alles im Test sehr gut geklappt.

Auch das Mesh-Frontfach des Zpacks Nero Ultra 38L Backpack ist für Trekkingtouren ziemlich praktisch. Denn wenn du morgens dein Zeltlager abbaust, wirst du immer irgendwas haben, das noch nass ist. Sei es das Handtuch oder ein Kleidungsstück, das du gewaschen hast und das noch etwas klamm ist. All diese Dinge kannst du genauso wie Kleidung, die du griffbereit haben möchtest, perfekt in der Fronttasche transportieren. Sie hat einen strammen Gummizug, sodass kaum was herausfallen kann.

Dringend zu empfehlen: Gepolsterter Hüftgurt

Gute Polsterung an Padded Belt und Träger des Zpacks Nero Ultra 38L Backpack
Gute Polsterung an Padded Belt und Träger des Zpacks Nero Ultra 38L Backpack © gipfelwelt.net

Auch bei der Gewichtsangabe des des Zpacks Nero Ultra 38L Backpack trickst der Hersteller ein klein wenig, denn die angegebenen 292 Gramm schließen keinen Hüftgurt mit ein, den du aber natürlich bei einem volll bepackten Rucksack zwingend brauchst. Sonst würde dir das gesamte Rucksackgewicht auf den Schultern hängen, anstatt dass du es an die viel weniger empfindlichen Hüften abgibst.

Unbedingt solltest du für den Zpacks Nero Ultra 38L Backpack einen gepolsterten Hüftgurt wählen, auch wenn der mit etwa 100 Gramm vergleichsweise stark das Packgewicht erhöht. Wer aber schon mal einen vollgepackten Wanderrucksack ohne Hüftpolster transportiert hat, weiß, warum das keine gute Idee ist. Du würdest umgehend Druckstellen an den Hüften kriegen. Beim Kauf kannst du dieses unter den Optionen auswählen.

Verzichtbar finde ich hingegen den Riemen quer zum Wickelverschluss. Er verhindert zwar, dass der Wickelverschluss absteht, trägt aber nicht wirklich zu einem besseren Schließen des Haupftfachs bei. Die langen Bändel nerven auch beim Hantieren, weil sie bei geöffnetem Riemen ständig im Weg sind. Daher habe ich ihn abgeschnitten. Das ist das nächste Kapitel in der Ultraleicht-Masterclass, dass du den Mut hast, da auch mal die Schere zur Hand zu nehmen. In dieser Konstellation komme ich also auf ein Leergewicht des Rucksacks von 370 Gramm

Die Schultergurte des Zpacks Nero Ultra 38L Backpack sind sehr gut gepolstert und ermöglichen das komfortable Tragen des Rucksacks, auch wenn er rappelvoll ist.

Ein Sitzpolster (28 Gramm) gehört standardmäßig zum Lieferumfang, und wird an der Rücken-Außenseite des Rucksacks hinter die Kompressionsriemen geklemmt. Hier sind wir wieder im Masterclass-Bereich angelangt. Denn das Sitzpolster hat eine Vielfachfunktion und dient der Stabilisierung des Korpus und sorgt mit der Noppen-Struktur für die Belüftung der Schweißzonen am Rücken. Somit ist es eigentlich unverzichtbar, da der Zpacks Nero Ultra 38L Backpack sonst nicht stabil genug ist für einen bequemen Transport, und sich sonst der Schweiß am Rücken festsetzt. Das ist nicht nur unangenehm und unhygienisch, sondern würde auch dazu führen, dass der Rucksack auf dem nassen T-Shirt hin und her rutscht.

Herausforderung Rucksack-Rücken

Sitzpolster statt integrierte Rückenpolsterung ist eine kleine Herausforderung: Es fühlt sich anders an als ein Standardrucksack, und kann unterwegs auch mal verrrutschen. Besonders wenn du nicht wie ich eine durchoptimierte Packliste hast, wo jedes Gramm handverlesen gezählt wurde, wird dich das wahrscheinlich an ein Limit bringen. Das ist also ein entscheidender Punkt, warum ich den Zpacks Nero Ultra 38L Backpack nur für erfahrene Ultraleicht-Trekker empfehle.

Am Rücken befindet sich auch eine weitere potenzielle Schwachstelle des Zpacks Nero Ultra 38L Backpack, denn die dort verlaufenden Kompressionsriemen scheuern während des Tragens am Rücken. Auch hier werden Trekker an ihr Limit kommen, die nicht wirklich ultraleicht unterwegs sind, da so die Riemen wohl irgendwann mal durchscheuern.

Der Zpacks Nero Ultra 38L Backpack kommt auf die Packliste

Nach dem Test ist für mich klar: Der Zpacks Nero Ultra 38L Backpack hat sich seinen Platz auf meiner Ultraleicht-Trekking-Packliste verdient und wird mein Standard-Begleiter beim Wandern und Bergwandern. Nur wenn ich wirklich viel Gepäck zu transportieren habe, etwa weil ich viel Essen transportieren muss, werde ich noch auf den großen Rucksack von Zpacks in meinem Schrank zurückgreifen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Hersteller entstanden. Er hat mir den Artikel zum Testen zur Verfügung gestellt.

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