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Naturpark

Wegweiser im Naturpark Märkische Schweiz
Wegweiser im Naturpark Märkische Schweiz © gipfelwelt.net

Als Naturpark werden per Definition weltweit großflächige Landschaftsräume ausgewiesen, in denen Gesetze zum Naturschutz und nachhaltigen Tourismus gelten.

Die Regelungen sind nicht einheitlich, sondern werden von jedem Land nach eigenen Maßstäben festgelegt. Es lässt sich aber unter dem Begriff verallgemeinern, dass entsprechende Landschaftsräume gemäß den Kategorien der International Union for Conservation of Nature (IUCN) der Kategorie III oder IV zugeordnet werden können, also unterhalb des Nationalparks (Kategorie II). Dementsprechend sind die Regelungen zum Schutz der Flora und Fauna und zum eingeschränkten Eingreifen und die Nutzung durch Menschen nicht ganz so streng wie in den Nationalparks.

Unterschiede zwischen Naturparks und Nationalparks

Naturparks sind Landschaftsräume, die durch ihre Vielfalt an Lebensräumen und Arten sowie durch ihre kulturhistorische Bedeutung gekennzeichnet sind. Sie sollen einerseits in ihrer heutigen Form bewahrt werden, und andererseits attraktiv für den Tourismus und die touristische Nutzung sein. Sie sind daher in der Regel bewirtschaftet und durch menschliche Eingriffe geprägt. Die Nutzung des Waldes, der Landwirtschaft und des Tourismus ist in Naturparks in gewissem Umfang zulässig und solange der Schutz der Natur dadurch nicht beeinträchtigt wird.

Demgegenüber sind Nationalparks großflächige Gebiete, die in ihrer natürlichen Beschaffenheit weitgehend unverändert erhalten werden sollen. Die natürlichen Prozesse der Natur laufen ungestört ab und damit können Lebensräume für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben. In Nationalparks ist die Nutzung der Natur durch den Menschen dementsprechend stark eingeschränkt. Die Forstwirtschaft, die Landwirtschaft und der Tourismus sind nur in geringem Umfang zulässig.

Bedeutung von Naturparks für den Tourismus

Für alle naturbezogenen touristischen Aktivitäten haben die Landschaftszonender Naturparks eine sehr große Bedeutung und eine hohe Anziehungskraft. Die symbolische Strahlkraft ist zwar nicht ganz so hoch wie bei den Nationalparks. Aber die Attraktivität der Natur, die Artenvielfalt und die Großräumigkeit solcher Zonen, in denen Lanwirtschaft, Verkehr und Bebauung stark reglementiert und limitiert sind, machen sie für Outdooraktivitäten jeglicher Couleur ganzjährig zu spannenden Reisezielen. Da ein Großteil der Gebirgszonen entsprechenden Regelungen unterliegt, halten sich Bergwanderer sogar einen Großteil ihrer Touren in solchen Zonen auf – vielleicht auch ohne es zu wissen.

Kenntnis haben sollten Besucher bei ihren Outdoor-Aktivitätn aber auf jeden Fall von den geltenden Regelungen des jeweiligen Naturparks, weil beispielsweise das Wildcamping oder die Nutzung motorisierter Fahrzeuge oft komplett verboten oder nur mit Auflagen und Genehmigungen möglich sind.

Entsprechende Regionen werden natürlich auch entsprechend intensiv als Urlaubsziele beworben, und man kann eine breite touristische Infrastruktur für den sogenannen sanften Tourismus wie Wandern und Radfahren erwarten.

Neben den 16 Nationalparks bestehen in Deutschland derzeit 106 Naturparks, wobei es sich nicht selten um angrenzende oder umschließende Gebiete der Nationalparks handelt. Einige der bekanntesten deutschen Naturparks liegen im Altmühltal, Bayerischen Wald, Erzgebirge, Harz, Schwarzwald, Taunus, in der Eifel, Mecklenburgischen Seenplatte und auf der Insel Usedom.

Welche Arten von Naturparks gibt es?

In Deutschland gibt es verschiedene Arten von Naturparks. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe, ihrer Lage und ihren Schwerpunkten. Sie konzentrieren sich je nach Schwerpunkt beispielsweise auf den Schutz von Waldgebieten wie im Bayerischen Wald, von Heidelandschaften wie der Lüneberger Heide oder von Gewässern wie an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Wie werden Naturparks verwaltet?

Die Verwaltung erfolgt in der Regel durch eine Gebietskörperschaft, wie zum Beispiel einem Landkreis oder einer Gemeinde. Die konkrete Ausgestaltung der Verwaltung ist je nach Bundesland und Region sehr unterschiedlich. Es geht aber immer darum, dass die vor Ort lebenden Menschen stark bei der Verwaltung partizipieren.

Was kann man in einem Naturpark machen?

In solchen Naturschutzgebieten gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Natur zu erleben. Du kannst beispielsweise wandern, Radfahren, Reiten, schwimmen, angeln oder einfach nur vor Ort sein und die Ruhe genießen. Oft gibt es auch Angebote und Veranstaltungen für Kinder und Familien, wie zum Beispiel Naturlehrpfade oder Spielplätze sowie Führungen und Erkundungstouren.