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Caldera

Caldera auf Sao Miguel, Azoren
Caldera auf Sao Miguel, Azoren © gipfelwelt.net

Eine Caldera ist das kesselförmige Einsturzgebiet, das duch große Vulkanausbrüche entstanden ist und eine neue Oberflächenformation ausbildet. Die Definition.

Caldera ist das spanische Wort für Kessel. Calderen entstehen über den Magmakammern von Vulkanen, nachdem diese ausgebrochen sind. Wenn die Magmakammer entleert ist, stürzt das darüber gelelegene Gestein ab und bildet als neue Oberflächenformation einen kreisförmigen Kessel. Auch die Eruption selbst kann direkt schon zur Enstehung eines solchen Kessels führen.

Nun ist eine Art Hochebene mit steilen Felswänden rings herum entstanden. Der Hauptkrater des Vulkans befindet sich je nach Lage der Magmakammern nicht in der Mitte, sondern irgendwo im Kessel, oder Kann auch Teil der Kesselwand sein. Der Kessel ist je nach geologischer Situation auch nicht vollständig, sondern kann als Halbrund entstehen. Das ist häufig auf Vulkaninseln der Fall, hier öffnet sich das Tal wie ein Amphitheater zum Meer hin.

Solange der Vulkan aktiv ist, bilden sich typischerweise in den Calderen Nebenkrater heraus. Nach Entstehen einer Caldera wird diese von ausströmender Lava überdeckt. Diese Lavaschicht kann sehr dick werden und einen Kilometer oder mehr an Tiefe erreichen. Somit gleicht das Landschaftsbild nicht selten Gletschern und ihren Moränen.

Von der Caldera zum Kratersee

Das Gebiet, das die Calderen umfasst, kann riesige Ausmaße annehmen. Manche sind zig Kilometer lang und haben das Landschaftsbild somit umfangreich und einschneidend verändert. Bei erloschenen Vulkanen bieten sie die optimalen Bedingungen zur Entstehung von Kraterseen. Sie sammeln das Regenwasser und so enstehen grün schimmernde große Gewässer, die viel mehr Fläche haben als die Kraterseen, bei denen nur der Hauptkrater gefüllt wird. Es können in wasserreichen Gegenden auch Inseln, Strände und somit ganze Wasserwelten in den Calderen entstehen.

Später wurden sie auch oft besiedelt. Beispielsweise auf den Azoren finden sich hier ganze Städte und Straßennetze. Die Vulkanerde ist sehr reich an Mineralien und ertragreich. Somit zog sie nach dem Erlöschen der Vulkane Bauern und Viehzüchter an.

Bekannte Calderen in Deutschland und Europa finden sich beispielsweise neben den Azoren in der Vulkaneifel (Laacher See), am Teide (Teneriffa), am Ätna auf Sizilien (Valle des Bove) oder auf der griechischen Insel Santorin. Für das Bergwandern sind sie fantastische Anlaufpunkte, da sich die Ränder der Kessel oft begehen lassen und so ein großartiges Naturerlebnis bieten.

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