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Kar

Kar im Hochgebirge
Kar im Hochgebirge © Pixabay/Hans Braxmeier

Ein Kar ist als Definition ein kesselförmiges Tal direkt unterhalb eines Gipfels oder Gipfelkamms. In seiner Mulde hat sich häufig ein Karsee gebildet.

Kare entstehen durch kleine Gletscher

Hierbei handelt es sich um eine glaziale Talform, da sie von kurzen Gletschern ausgeschürft worden sind. Diese haben eine Mulde ausgebildet, sodass hier später ein kleiner See durch angesammeltes Wasser entstehen konnte.

Größtenteils sind sie im Hochgebirge zu finden, und dort im Bereich der Schneegrenze. Oder zumindest dem Bereich, wo zur Enstehungszeit die Schneegrenze verlief. Denn angesammelter Schnee spielt eine entscheidende Rolle bei der Ausformung der Mulden. Somit sind sie im Winter häufig verschneit.

Da sich der kleine Talkessel direkt unter einem Berggipfel befindet, folgt danach eine weitere Steilstufe. Man spricht hier von Karstufen. Somit sind Kare in wunderschönen, exponierten Lagen zu finden und es kann auch zur Bildung mehrerer solcher Phänomene untereinander gekommen sein. Hier funkeln die kleinen Seen dann wie Augen im Bergmassiv. Das Ende der Steilstufe wird als Karschwelle bezeichnet, die durch den Gletscher rund abgeschliffen wurde. Dahinter geht es senkrecht abwärts zur nächsten Steilstufe. In sehr wasserreichen Gegenden finden sich hier tolle Wasserfälle.

Das Gegenstück dazu ist die Caldera, die nicht von Gletscheraktivitäten, sondern von Vulkanaktivitäten ausgehoben wurde. Auch sie liegt sehr oft auf einer Steilstufe, und später hat sich ein See darin gebildet.

Bedeutung für das Bergwandern

Beim Bergwandern sind solche Talkessel sehr gute Anlaufstellen für das Wildcamping. Der Zeltstellplatz profitiert neben der fantastischen Aussicht auch vom natürlichen Schutzraum vor Wind und Wetter durch den Felskessel. Außerdem kann der sehr häufig vorhandene See zur Wasserversorung genutzt werden, wobei man wegen der Wasserqualität nach einem Zufluss suchen sollte. Falls es keinen wasserführenden Zulauf gibt, lässt sich das stehende Wasser in der Regel gefahrlos verwenden, wenn es vorher mit dem Trekkingkocher abgekocht wird.

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