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Neuseeland Wandern Infos

Anflug Neuseeland Wandern Infos
Anflug Neuseeland Wandern Infos © gipfelwelt.net

In Neuseeland wandern bedeutet Gletscher, Hochbebirge, Regenwald und Küste satt. Alle Infos der Gipfelwelt zu Neuseeland als Wanderdestination.

2016 war mir eine recht exquisite Wanderflucht möglich. Ich war drei Wochen lang in Neuseeland wandern, genauer gesagt auf der Südinsel, wo es die besten Möglichkeiten dazu gibt.

Neuseelands Südinsel als Wanderdestination

Natürlich stand in Neuseeland Wandern ganz oben auf der To-do-Liste in diesem Naturparadies. Bei meinen Vorbereitungen auf die dreiwöchige Reise habe ich schnell gemerkt, dass die Südinsel mit ihren vielen Nationalparks mehr als genug Wandermöglichkeiten bietet. Nicht nur, aber vor allem rund um den höchsten Berg, den Mount Cook, in den Neuseeländischen Alpen/Südalpen. Ein Großteil dieser Region ist vergletschert. Nach Westen hin fließen die Gletscher in den Regenwald, das ist weltweit einmalig. Auch sonst ist die Schönheit der Natur einfach verschwenderisch. Kaum ein Ort, an dem nicht irgend etwas Beeindruckendes zu sehen wäre.

Denn die größte Besonderheit an Neuseeland dürfte sein, dass Naturphänomene aus allen Klimazonen auftreten. Generell herrscht hier zwar gemäßigtes Klima. Doch an allen möglichen Orten finden sich geologische Besonderheiten, die für ein abweichendes Klima sorgen. Als Wanderer lassen sich so in wenigen Wochen alle Klimata erleben. Die Südinsel kam mir ein bisschen vor wie ein Themenpark „Die Geologie der Erde“.

Damit einher geht ein sehr unbeständiges Wetter. Die Kombination aus Küste und Hochgebirge sorgt für ständige Wetterwechsel. Die Wettervorhersagen fand ich übrigens sehr präzise, also zumindest auf die kann man sich verlassen.

Stichwort Wetter: Aufgrund der hohen UV-Strahlung holt man sich hier ruck, zuck einen Sonnenbrand. Wegen des wechselhaften und oft windigen Wetters bemerkt man die intensive Strahlung nicht unbedingt. Man sollte sich also besonders sorgfältig mit Sonnencreme und Kleidung vor den Sonnenstrahlen schützen.

Zum Eindruck eines „Themenparks“ trägt eine weitere Besonderheit bei: Neuseeland ist voll auf Autotourismus ausgelegt. Am Beginn jedes Nationalparks befinden sich riesige Parkplätze. Der Besuch der Nationalparks ist fast immer kostenlos. Nicht zu unterschätzen sind allerdings die Anfahrtswege. Auf den gut gewarteten, aber oft engen und steilen Straßen kommt man nicht besonders schnell voran. Die letzten Kilometer in die Nationalparks hinein sind außerdem gelegentlich nur noch Schotterpisten.

Ein einsames Vergnügen ist das in Neuseeland wandern eher nicht. Zumindest wenn man die prominenteren Ziele anstrebt. Denn innerhalb der Nationalparks gibt es nur vergleichsweise kleine Wegenetze.

Mehrtagestouren auf den „Great Walks“

Quasi jede Region lässt sich – nach den entsprechenden Anfahrtswegen – für Otto Normalwanderer durch gemütliche Tagestouren erschließen. Natürlich sind auch viele Mehrtagestouren möglich, allen voran auf den beliebten und dadurch stark frequentierten neun „Great Walks„. Von denen sind fünf auf der Südinsel. Mehrtagestouren bieten aber – so mein Eindruck – nicht unbedingt ein spektakuläreres Naturerlebnis. Ist natürlich ein Vor-Urteil, das auf der Vorrecherche ohne Absolvieren einer Mehrtagestour beruht …

Wer in den Nationalparks übernachten möchte, muss sich auf Selbstverpflegung auf den Campingstellen bzw. in den Selbstversorgerhütten einstellen. Bewirtschaftete Unterkünfte sind hier unbekannt. Die Unterkünfte und Campinggenehmigungen können vor Ort in den Visitor Centres gebucht werden oder vorab online.

In Neuseeland wandern bedeutet ein anderes Verständis von Bergliebe

Als ich dann noch gelesen habe, dass auf den Great Walks geführte Gruppen unterwegs sind, die abends das warme Essen per Helikopter in die Hütten geliefert kriegen, brachte das meine Lust darauf erst recht zum Erliegen. Da kenne ich von den europäischen Alpen einfach ein ganz anderes Verständnis von Bergliebe. Was kommt als Nächstes, lassen sich die Leute direkt zum Startpunkt mit dem Heli fliegen, gehen drei Schritte, und dann fliegt sie der Heli wieder ins Vier-Sterne-Hotel? Hmmm, was? Das gibt es in Neuseeland auch, zum Beispiel am Franz Josef- und Fox-Gletscher? Äääh … ohne Worte.

Meine Touren

Ich hatte mich mit meiner Reisebegleitung für das Neuseeland Wandern also entgegen meiner eigentlichen Präferenz, die bei mehrtägigen Touren liegt, dazu entschieden, die Gegebenheiten in Neuseeland so anzunehmen wie sie sind. Das hieß, das neuseeländische auf Autofahrer ausgelegte Konzept des „Themenparks Geologie“ mit vielen Tagestouren zu erkunden. Nicht zuletzt auch, weil vor Ort dann das Wetter einfach nicht zuverlässig genug war, dass wir mehrere Tage am Stück ins Outback wollten.

Einige geplante Touren konnte ich beim Neuseeland Wandern aus Wettergründen nicht antreten, z. B. den Klassiker zur Mueller Hut beim Mount Cook. Auch eine Tour in St. Arnaud im Nordteil der Neuseeländischen Alpen, die mal etwas abseits der stark frequentieren Wege gewesen wäre. Dennoch gab es Natur satt in einer Schönheit, wie sie sprachlos und ehrfürchtig macht – trotz riesiger Parkplätze und gelegentlichem Trubel.

Spaziergang zum Franz Josef Gletscher

Franz Joser Glacier

Spaziergang zum Fox Gletscher

Fox Glacier

Abel Tasman Coast Track

Anatakapau Bay, Abel Tasman Coast Track

Wanderung zum Rob Roy Gletscher

Rob Roy Gletscher

Wanderung am Tasman Gletscher

Tasman Glacier und Tasman Lake

Wanderung zum Hooker Lake

Hooker Lake

Kaikoura Peninsula Walkwa

Unterwegs auf dem Kaikoura Peninsula Walkway

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