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Maximiliansweg

Typische Szenerie auf dem Maximiliansweg: Abstieg vom Kenzensattel
Typische Szenerie auf dem Maximiliansweg: Abstieg vom Kenzensattel © gipfelwelt.net

Der Maximiliansweg ist die deutsche Alpendurchquerung von Lindau nach Berchtesgaden vom bayerischen König Maximilian II. Alle Tipps, Infos und Tourenbericht.

Entdecke den Maximiliansweg: Ein unvergessliches Wandererlebnis in Bayern

Einmal quer durch die deutschen Alpen: Das ist möglich auf dem Maximiliansweg, der in Ost-West-Richtung entlang der Bayerischen Alpen auf rund 360 Kilometern vom Bodensee nach Berchtesgaden führt. Diese deutsche Alpendurchquerung geht auf König Maximilian II. Joseph von Bayern zurück. Auf den Spuren seiner eigenen Heimatverbundenheit unternahm er einige Jahre vor seinem Tod vom 24. Juln bis zum 27. Juli eine fünfwöchige Fußreise durch sein Königreich Bayern, beginnend in Lindau am Bodensee, bis nach Berchtesgaden. Auch wenn es mindestens fragwürdig sein dürfte, dass Maximilian II. dabei dem aktuellen Wegverlauf über die schroffen Berggrate der Bayerischen Alpen gefolgt ist, legte er damit zumindest den Grundstein für diese Fernwanderung.

Durchquerung der deutschen Alpen von Ost nach West

Wandern auf dem Maximiliansweg bedeutet, die Vielfalt Bayerns hautnah zu erleben. Wanderer durchqueren dichte Wälder, grüne Wiesen, idyllische Dörfer und majestätische Berge. Unterwegs erwarten sie atemberaubende Aussichten, kristallklare Seen und historische Schlösser. So ganz nebenbei durchquerst du darauf die deutschen Alpen einmal komplett, auch wenn du dich nur in einem Bundesland aufhältst. Denn den Alpenraum hat in Deutschland Bayern ganz für sich gepachtet.

Der Weg ist gut markiert und lässt sich dank guter Infrastruktur in verschiedene Etappen unterteilen. Viele Abschnitte sind schwer, haben aber leichte Umgehungsrouten, so dass er für Wanderer aller Erfahrungsstufen geeignet ist.

Der Routenverlauf entspricht dabeigrößtenteils dem Europäischen Fernwanderweg E4, der in seinem Gesamtverlauf von Portugal bis nach Zypern führt. In Teilstücken verläuft er auf dem violetten Weg der Via Alpina, und zur Optimierung des Routenverlaufs kann zwischen E4 und Via Alpina gewechselt werden, die beide unterwegs recht gut ausgeschildert sind.

Verdienter Platz auf meiner Bucket List

Was den Maximiliansweg zu einer sehr attraktiven Route macht, ist die Tatsache, dass er zu einem großen Teil über die Kämme, Grate und Gipfel der Bayerischen Alpen und der Bayerischen Voralpen verläuft. Die schroff abfallenden Steilhänge, die weiten Panoramen über die Seenlandschaft Bayerns und die fordernden Kletterpartien lassen die Herzen von Bergwanderern höher schlagen, die eine Herausforderung suchen. Zwar ist es möglich, auf Ausweichwegen unterhalb der Grate zu gehen und so den Schwierigkeitsgrad deutlich zu senken. Allerdings nimmt das dem Weg seine größte Besonderheit und seinen eigentlichen Reiz. Immerhin wurde so aber die Möglichtkeit geschaffen, den Weg auch für nicht so erfahrene Wanderer passierbar zu machen.

Nicht nur die Bergwelt, sondern auch die Kultur und Geschichte Bayerns lässt sich auf dem Maximiliansweg erleben. Geschichtsträchtige Orte wie Füssen und Schlösser wie Neuschwanstein und Hohenschwangau liegen auf der Route. Damit einher geht allerdings auch, dass es kein wirklicher Höhenweg ist. Vielmer muss regelmäßig wieder in die Täler abgestiegen werden, was den Weg noch etwas fordernder macht. Auch ein einsames Vergnügen ist er nur abschnittsweise, da du regelmäßig an Touristen-Hotspots und Seilbahnstationen vorbei kommst.

Dennoch: Als Teil der deutschen Geschichte und Identität gehört der Maximiliansweg auf die Bucket List jedes Bergwanderers. Ich habe den Weg im Herbst 2023 begangen und mir dabei den Abschnitt herausgepickt, den ich für den lohnendsten Teil halte mit Start in Füssen und Ziel in Schliersee. Damit sparst du dir die Wegabschnitte durch stark besiedelte Kulturlandschaft und neben Landstraßen entlang. Alle meine Tipps und Informationen findest du in meinen Blogbeiträgen.

Maximiliansweg: Alle meine Tourenberichte

Maximiliansweg Teil 1: Klammspitzgrat zur Großen Klammspitze

Maximiliansweg Teil 1 Füssen – Eschenlohe

Maximiliansweg Teil 2: Herzogstand mit Kochelsee

Maximiliansweg Teil 2 Eschenlohe-Schliersee

Maximiliansweg Vorbereitung: Rot-weiß-rote Markierung der Route

Maximiliansweg Vorbereitung

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Maximiliansweg?

Der Maximilansweg ist ein Fernwanderweg einmal quer durch die deutschen Alpen. Er quert alle deutschen Gebirgsgruppen wie die Ammergauer Alpen, die Allgäuer Alpen und die Bayerischen Voralpen. Die Gesamtdistanz vom Bodensee bis nach Berchtesgaden beträgt gut 360 Kilometer. Benannt wurde der Weg nach König Maximilian II., der auf dieser Route sein gesamtes Königreich Bayern abgewandert haben soll.

Wie schwierig ist der Maximiliansweg?

Der Originalverlauf der Fernwanderung ist als schwer einzustufen. Auch wenn weite Abschnitte überhaupt nicht anspruchsvoll sind, führen die Schlüsselstellen über die Berggrate und haben viele Kletterpassagen. Es ist aber möglich, für die schweren Abschnitte Umgehungswege durch die Täler zu wählen.

Wie lange dauert es, den Maximiliansweg zu wandern?

Wenn du den gesamten Weg gehen willst, solltest du etwa 20 Etappen einplanen. Ich finde aber nicht den gesamten Weg empfehlenswert. Der von mir vorgeschlagene beste Abschnitt umfasst etwa 7 Etappen.

Welche Ausrüstung benötige ich für den Maximiliansweg?

Du benötigst die übliche Ausrüstung für eine Hochgebirgswanderung, z. B. Wanderschuhe, Rucksack, Regenjacke, Wanderstöcke und ausreichend Proviant. Kletterausrüstung ist nicht erforderlich, da die Kletterstellen versichert sind und so ohne Klettersteigset bewältigt werden können. Auch große Mengen an Lebensmitteln sind überflüssig, da die Route immer wieder an bewirtschafteten Hütten, Gasthäusern oder Ortschaften mit vielen Einkehrmöglichkeiten vorbei führt. Einsam ist der Weg daher auch nur partiell.

Wo kann ich auf dem Maximiliansweg übernachten?

Entlang des Weges gibt es zahlreiche Unterkünfte, von einfachen Berghütten bis hin zu luxuriösen Hotels. Du kannst in Hütten, Pensionen, Hotels oder in manchen Ortschaften auf Campingplätzen übernachten. Beachte, dass du die Berghütten zu jedem Zeitpunkt unbedingt reservieren musst, da der gesamte deutsche Alpenraum stark frequentiert ist. Vermeide unbedingt die Hochsaison Juli-August.

Ist der Maximiliansweg für Kinder geeignet?

Einige Etappen des Maximilianswegs sind auch für Kinder geeignet, und dank der zahlreichen Highligts wie Schlössern und Seen bieten sie auch die erforderliche Abwechslung. Es gibt aber auch einige Etappen, die für Kinder zu schwierig sind. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, solltest du dich vorab informieren, welche Etappen für Familien geeignet sind.

Welches ist die beste Jahreszeit, um den Maximiliansweg zu wandern?

Der Maximiliansweg kann grundsätzlich von Mai bis Oktober bewandert werden. Die schönste Jahreszeit zum Wandern ist im Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und die Landschaft in satten Farben erstrahlt. Beachte aber unbedingt die Wettervorhersage und die Scheesituation, da manche Teile des Wegs im Frühling und Herbst eingeschneit sein können aufgrund ihrer Höhenlage.

Was kostet es, den Maximiliansweg zu wandern?

Die Kosten für eine Wanderung auf dem Maximiliansweg variieren vor allem je nach deinen Ansprüchen an die Unterkünfte. Hotels sind aufgrund der prominenten Urlaubsregion in den Bayerischen Alpen eher hochpreisig. Am günstigsten ist die Übernachtung in Berghütten. Anreise und Abreise ist gut und günstig mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Gebühren fallen nirgendwo an, auch beispielsweise das Schloss Neuschwanstein kannst du kostenlos passieren, sofern du es nicht besichtigen möchtest.