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Seven Summits

Der Mount Everest, höchster Berg der Welt und damit auch der Seven Summits
Der Mount Everest, höchster Berg der Welt und damit auch der Seven Summits © Pixabay/Starry-J

Die Besteigung der Seven Summits, des höchsten Bergs auf jedem Kontinent, gilt als Paradedisziplin unter Alpinisten. Je nach Definition kommen 9 Gipfel infrage.

In der relativ jungen Geschichte des Alpinismus ist es von jeher die größte Sehnsucht, die höchsten Berge der Erde zu besteigen. Die höchsten Gipfel liegen natürlich alle im höchsten Gebirge der Welt, dem Himalaya. Prominente Bergsteiger entwickelten daher in den letzten Jahrzehnten die Idee der Seven Summits: Mit dem Begriff wird die besondere, auch öffentlichkeitswirksame, Herausforderung bezeichnet, den jeweils höchsten Gipfel auf jedem Kontinent zu besteigen.

Dabei liegt dem Konzept zunächst wenig Eindeutigkeit zugrunde. Schon über die Frage, wie die Höhe eines Gipfels zu bemessen ist, kann man sich streiten. Hier hat sich aber zumindest im Alpinismus und dementsprechend auf Kartenmaterial durchgesetzt, die Höhe über dem Meeresspiegel als maßgeblich zu betrachten.

Kontinente als Definitionsfrage

Dann die Frage nach den Kontinenten als geschlossene Festlandmassen: In der Vermischung geographischer, geopolitischer und kultureller Faktoren hat die Erde je nach Betrachtungsweise vier bis sieben Kontinente.

In der Bergsteigerwelt folgt man im Wesentlichen der geographischen Aufteilung der Erde in die sieben Kontinente Afrika, Antarktika, Asien, Australien, Europa, Nordamerika und Südamerika.

Für die Grenze zwischen Asien und Europa allerdings gibt es keine eindeutige geographische Definition, und für Australien gilt die kulturelle Definition als mindestens genauso gewichtig wie die geographische Definition, sodass die gesamte Inselwelt Ozeaniens hinzuzurechnen ist. Daher kommen je nach Auslegung für Europa und Australien jeweils zwei Berge als höchste Erhebung und damit für den Reigen der Seven Summits infrage.

Diese Diskussion wurde maßgeblich von Reinhold Messner geprägt, der in seiner Auslegung den bergsteigerisch jeweils schwereren der für Europa und Australien infrage kommenden Gipfel vorschlug, aber selbstverständlich auch den jeweils einfacheren bestiegen hat. Für seine Definition spricht sicherlich neben dem höheren Schwierigkeitsgrad auch, dass der Berg auf dem australischen Festland deutlich niedriger ist, überhaupt keine bergsteigerische Herausforderung darstellt und damit nicht so recht zu einer Paradedisziplin unter Bergsteigern passt. Allerdings fallen die Alpen mit dem Mont Blanc bei der Messner-Definition hintenüber, sodass sie der Bedeutung des Alpenraums für Europa in alpinistischer wie kultureller Hinsicht nicht gerecht wird. Das passt auch nicht so ganz zur Alpininsten-Adelsliga der Bergbgesteigungen.

Liste der neun Seven Summits

Im Endeffekt sind die Seven Summits also eigentlich Nine Summits, und viele Bergsteiger arbeiten sich an allen neun Gipfeln ab. Während es in den 1950er Jahren noch ein waghalsiges Unterfangen für einige Wenige war, hat sich mit der Expansion des Bergsports eine kleine Industrie um die Seven Summits mit geführten Expeditionen entwickelt. Eigenständige Besteigungen sind aber selbstverständllich immer noch höchst anspruchsvoll und fordern regelmäßig Todesopfer:

  • Afrika: Kibo, 5859 m
  • Antarktika: Mount Vinson, 4892 m
  • Asien: Mount Everest, 8848 m
  • Australien: Puncak Jaya, 4884 m (Messner-Liste)/Mount Kosciuszko, 2228 m
  • Europa: Elbrus, 5642 m (Messner-Liste)/Mont Blanc, 4810 m
  • Nordamerika: Denali, 6190 m
  • Südamerika: Aconcagua, 6961 m

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