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Biwak

Beim Biwak übernachtest du unter dem Sternenzelt
Beim Biwak übernachtest du unter dem Sternenzelt © Pixabay/cadop

Der Begriff Biwak – im bergsteigerischen Sinne – hat zwei Bedeutungen: Eine Nachtlager unter freiem Himmel oder eine einfache Schutzhütte. Die Definition.

Das Biwak unter freiem Himmel

Zum einen ist mit dem Begriff ein Nachtlager unter freiem Himmel gemeint, also das Biwakieren. Ob das gestattet ist, hängt zum einen von Länderregeln und zum anderen von möglicherweise abweichenden Nationalparkregeln ab. Man sollte sich also immer vor der Tour informieren. Ein Tarp als einfachen Wetterschutz zu verwenden, fällt auch noch in diese Kategorie.

Gelegentlich: Camping mit Auflagen

In manchen Nationalparks, wo es erlaubt ist, fällt auch das Übernachten mit einem kleinen Zelt noch unter entsprechende Regelungen, wenn es abends auf- und morgens abgebaut wird und man nur eine Nacht bleibt. Weitere übliche Bedingungen sind, dass man sich auf mindestens 2.000 Metern Höhe befindet und mindestens einen Kilometer nach innen von der Grenze des Nationalparks entfernt. Für etwas Begriffsverwirrung sorgt, dass das dann im nichtdeutschen Sprachraum gleich bezeichnet wird, obwohl ein Zelt zum Einsatz kommt und es sich somit vielmehr um Camping mit Auflagen handelt.

Sogenannte Biwakzelte dürften entgegen ihres Namens rechtlich gesehen in der Regel normalen Zelten gleichgestellt sein, sind also auch nur dann erlaubt, wenn Zelte ausdrücklich erlaubt sind.

Geschieht das Nachtlager unter freiem Himmel beim Bergwandern nicht freiwillig und somit ungeplant, also weil man beispielsweise wetter- oder verletzungsbedingt in Bergnot gerät oder aus Konditionsgründen nicht weiter gehen kann, spricht man von einem Notbiwak. Wenn es sich um einen solchen Notfall handelt, gerät man nicht mit dem Gesetz in Konflikt.

Die Biwakschachtel

Neben dem Übernachten unter freiem Himmel, bzw. mit einem kleinen Zelt unter strengen Auflagen, bezeichnet man damit – vor allem in Italien (bivacco) – in Abgrenzung zur Berghütte eine einfache unbewirtschaftete Unterkunft. Auf deutsch ist die richtige Bezeichnung dafür „Biwakschachtel“. Dies kann eine Schutzhütte sein, oder auch nur ein Verschlag. Hier gibt es kein fließend Wasser, keinen Strom. Abfälle müssen mitgenommen werden. Es bietet grundlegenden Wetterschutz und dient damit als Selbstversorgerunterkunft auf Strecken, wo es keine bewirtschafteten Hütten gibt, und als Basislager für Expeditionen und Kletterei.

Diese einfachsten Unterkünfte werden meist von den nationalen Alpenvereinen instandgehalten. In diesem Fall sind sie in der Regel mit Decken, Kerzen und manchmal Notvorräten und Kocher ausgestattet.

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