
Beim Sport in der Kälte hilft die ultraleichte Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke mit Windschutz und leichter Isolation. Der Test zeigt Stärken und Grenzen.
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Im Sale ist mir ein Exemplar der Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke untergekommen. Während für die Isolationsjacke ein völlig überzogener Neupreis von 240 Euro aufgerufen wird, kannst du deutlich reduzierte Modelle mit Farben vergangener Saisons finden. Denn sie ist schon in mehreren Neuauflagen erschienen. So gelangte diese Version in einem tollen satten Blau in meinen Besitz.
Auf das Modell gestoßen bin ich hauptsächlich wegen ihres geringen Gewichts. Nach Entfernen der Etiketten kommt die Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke in Größe M auf 210 Gramm Gewicht. Das ist für eine Jacke mit Isolationsmaterial absolut im Ultraleicht-Trekking-Bereich, auch wenn sie nicht vollständig isoliert ist. Neben den wärmenden Eigenschaften hat sie ein winddichtes Außenmaterial und schützt dich so vor Auskühlen. Mit dieser Funktionalität – leichte Isolation und Windschutz – wird sie vom Hersteller als Trainingsjacke für die Berge beworben.
Neben der Farbe gefällt mir die gesamte Optik der Jacke mit ihrem schlichten Design. Das kleine Logo und der Schriftzug am linken Ärmel reflektieren und setzen einen schönen Kontrapunkt zur einheitlichen Farbgebung.
Aktive Isolierung der Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha

Es ist wichtig zu verstehen, wofür die Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke gedacht ist, damit du damit Freude haben wirst: Für die Unterstützung beim Sport mit frostigen Außentemperaturen. Dafür hat sie eine „aktive Isolierung“ nach dem Body-Mapping-Prinzip: Die Körperzonen, wo Wärme entweicht, sind mit Futtermaterial versehen. Rücken und Unterarme haben hingegen keine Isolierung. Sie bietet also keinen klassischen Kälteschutz. Zudem kommt hier Polartec Alpha als Isolationsmaterial zum Einsatz, das nur responsiv funktioniert: Es speichert Körperwärme ganz hervorragend, aber nur wenn du sie durch körperliche Aktivität überhaupt erst mal produziert.
Im Saum ist ein Kordelzug eingelassen, sodass du die Jacke gut um die Hüften festzurren kannst, um Kälte draußen zu halten. Da das Stretchmaterial aber eh schon für einen straffen Sitz am Körper sorgt, finde ich den Kordelzug gar nicht notwendig.
Im Test an einem frostigen Novembertag auf meiner Wannsee-Insel-Wanderung hat mir das Isolationskonzept der Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke sehr gut gefallen. So lange du in Bewegung bist, versorgt sie dich schön mit unterstützenden Wärmepolstern. Wenn du aber lange Pausen machst, funktioniert das nicht mehr. Dann solltest du auf jeden Fall noch eine reguläre Fleecejacke mitnehmen und drunter ziehen.

Wenn du die Jacke umdrehst, siehst du ganz gut die unterschiedlichen Körperzonen. Die unisolierten Areale sind außerdem mit einem sehr dehnbaren Stretchmaterial versehen, sodass du dich ordentlich damit austoben kannst. Die Perforierung der Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke soll dabei die Atmungsaktivität noch erhöhen, sieht aber vor allem etwas komisch aus.
Im Test überzeugen mit Atmungsaktivität und Windschutz der Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke fast komplett. Die kalte Luft kann nirgends eindringen. Dabei ist das Material so geschmeidig, dass du es beim Sport kaum bemerkst. Der Schweiß hingegen hat keine Chance, sich an der luftigen Jacke irgendwo festzusetzen. Mich stört eigentlich nur, dass das Obermaterial ziemlich raschlig ist und ich so immer daran erinnert werde, Plastik zu tragen.
Gute Ausstattung, aber fragwürdige Daumenschlaufen

Salewa ist einer der wenigen Hersteller, die für mich als schlaksige Person Oberteile herstellen, wo die Ärmel lang genug sind. Das ist bei der der Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke erst recht der Fall, da sie mit Daumenschlaufen die Mitnahme von Handschuhen beim winterlichen Training verzichtbar machen will und somit extra lange Arme hat.
Die Ärmellänge ist super, weil so Kältebrücken am Handgelenk unterbunden werden. Die Daumenschlaufen sind aber nicht in den Stoff eingebracht, sondern es gibt einen Gummizug. Dadurch bieten sie nur minimalen Wärmeschutz für die Hände. Da die Ärmel gar nicht isoliert sind, ist es aber eigentlich nur ein kleiner Windschutz. Also mich überzeugt das nicht so ganz und meine Sealskinz kann ich da nicht zu Hause lassen im Winter.

Sehr angetan war ich beim Test der Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke hingegen von den Taschen. Es gibt zwei großzügige Seitentaschen mit einem stabilen Reißverschluss, in denen du wirklich alles verstauen kannst, was du unterwegs dabei haben willst. Außerdem sind die Innenseiten der Taschen mit Isolationsmaterial besetzt, sodass auch bei offenen Taschen keine fiese Kälte an deinen Körper gelangen kann.

Auch den Fleece-Kragen der Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke ist sehr gut gelungen. Er bietet wie die Ärmel, der Saum und die Taschen eine hervorragende Blockade für kalte Luftzüge und schmiegt sich dabei sehr angenehm an Hals und Kinn.
Testergebnis auf einen Blick
Zusammengefasst ist die ultraleichte Salewa Pedroc Pro Polartec Alpha Jacke eine super Unterstützung beim Wintersport, die aber nur im Zusammenspiel mit anderen Faktoren anstandslos funktioniert. Responsive Wärme in Aktion, exzellenter Schutz vor eindringender Kalter Luft und hoch atmungsaktives Außenmaterial benötigen in Ruhephasen und bei sehr kaltem Wetter Unterstützung durch Handschuhe und eine Fleecejacke.