DryVent von The North Face

The North Face Dryvent
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Aus HyVent wird DryVent: Mit dem neuen Namen geht eine Verbesserung der Funktionalität einher. Die entsprechenden Werte wurden mir leider nicht verraten.

Um Kleidung wasserdicht und winddicht zu machen, setzt der Hersteller The North Face bei einem Großteil seiner Kleidung auf eine hauseigene mikroporöse Beschichtung aus Polyurethan (PU). Was Preis/Leistung, Tragekomfort, Langlebigkeit, Styling und vor allem die Wasserdichtigkeit angeht, schnitt HyVent bereits ziemlich gut ab – ihr Pferdefuß war die Atmungsaktivität, die sich nur auf dem Niveau der günstigsten Gore-Tex-Variante bewegte.

Mit der aktuellen Saison heißt die Beschichtungstechnologie nun DryVent. Die positiven Aspekte bleiben, und die Atmungsaktivität ist deutlich verbessert worden. Meine Anfrage, wo die Werte für Wassersäule und Atmungsaktivität jetzt liegen und ob das Material generell einen UV-Schutz bietet, beantwortete The North Face so, dass sie diese Infos “nicht herausgeben dürfen”. Das ist zwar grundsätzlich nichts Neues, dass Hersteller da gern ein bisschen mauern, aber jedes Mal wieder ärgerlich. Ich kann also nur meine subjektiven Erfahrungswerte schildern.

Der Tragekomfort von DryVent

Das Material kommt zumindest in der reinen Kunststoffvariante haptisch wie optisch ziemlich plastikhaft daher, raschelt aber angenehm wenig und ist recht weich und anschmiegsam – ein Vorteil der Beschichtung gegenüber Membranen. Es gibt Varianten, bei denen Baumwolle beigemisch wird. Diese sind zwar recht schwer, sehen aber dann wertiger aus und rascheln eigentlich gar nicht mehr.

Wie schon vorher gibt es eine 2-, eine 2,5- und eine besonders robuste 3-Lagen-Variante. Besonders interessant bei den 2,5 Lagen finde ich ein neuartiges Konzept: Die Innenseite der Jacke besteht nicht aus Kunststoffnoppen, sondern aus einem speziellen Textildruck, der dafür sorgt, dass das Kleidungsstück nicht an der Haut haften bleibt.

Die Wetterfestigkeit von DryVent

Zum UV-Schutz kann ich mangels Auskunft nichts sagen, da muss man dann wohl auf die jeweilige Produktbeschreibung achten.

Über die wasserdichte Beschaffenheit brauchen wir nicht zu reden, die war vorher schon prima und hält auch langem Starkregen problemlos stand. Außerdem sind die DryVent-Kleidungsstücke auch absolut winddicht und man ist vor Auskühlen durch Windböen – gerade wenn man geschwitzt hat – otpimal geschützt.

Die Atmungsaktivität von DryVent

Kommen wir zum spannendsten Punkt, der Atmungsaktivität. Ich setze eine DryVent-Jacke zum Laufen und damit bei sehr hoher Bewegungsintensität ein und kann sagen, dass sich die Wasserdampfdurchlässigkeit merklich verbessert hat. Während man bei HyVent schon nach einer kurzen Strecke schnell im eigenen Saft stand, dringt bei DryVent der Schweiß jetzt viel besser aus der Jacke. Lediglich an Stellen, wo die Jacke auf der Haut aufliegt, bildet sich bei mir ab und zu ein kleiner Schweißfilm.

Bei hohen Außentemperaturen funktioniert das Ganze etwas schlechter, da die Mikroporen, aus denen die Beschichtung besteht, eine Temperaturdifferenz zwischen Luft und Körper brauchen, um den Schweiß optimal von innen nach außen zu lassen. Die Funktionstüchtigkeit der Mikroporen kann außerdem durch Schweißkristalle, Schmutz und Waschmittelrückstände beeinträchtigt werden – deshalb ist regelmäßiges Reinigen wichtig und es sollte ein Flüssigwaschmittel verwendet werden, da dieses keine Rückstände bildet.

Fazit

An Top-Membranen wie Dermizax oder Sympatex kommt DryVent zwar nicht heran, liegt dafür preislich auch darunter und hat dank Beschichtungstechnologie einen hohen Tragekomfort.

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