
Der Hersteller hat bei der Samsung Watch8 deutliche Verbesserungen realisiert. Im Test gefallen mir die Ausdauer sowie das ultraleichte und kompakte Gehäuse.
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Von der Samsung Watch6 zur Samsung Watch8
Beim unfreiwilligen Upgrade meines Handys auf das neueste Galaxy-Modell S26 konnte ich nicht widerstehen, auch die Smartwatch auszutauschen. Denn während die Premium-Smartphones tendenziell immer teurer werden und sich dabei nur noch geringfügig verbessern, befinden wir uns bei den Smartwatches eher noch in einer stark wettbewerbsorientierten Marktphase. So geben die Preise bei den Markteinführungen eher noch nach, während gleichzeitig recht viel Innovation stattfindet. Bisher waren die Dinger aber auch einfach noch mit so vielen Macken versehen, dass eine Preissteigerungspolitik derzeit wohl recht chancenlos wäre. Versucht wird das eher indirekt durch immer mehr Modelle.
Wie beim Smartphone bin ich auch bei der Smartwatch inzwischen ein treuer (aber deswegen sicher nicht unkritischer) Samsung-Nutzer, weil mich die Samsung Watch6 in den letzten zwei Jahren als erste Smartwatch wirklich mit überzeugender Leistung und langer Akkulaufzeit begleitet hat. Auch in der Bedienfreundlichkeit ist das ein kleiner Vorteil, da Samsung eine markenspezifische Version des Google-Betriebssystems Wear OS einsetzt, die das Koppeln der Uhr mit dem Smartphone etwas schneller und einfacher macht.
In der aktuellen 8er-Reihe wurde das Sortiment unnötig aufgebläht. Ich habe mich diesmal für die kleinste und leichteste Version entschieden, die Samsung Watch8 mit 40-Millimeter-Gehäuse und 1,3 Zoll-Display.
Der Unterschied beim Display im Vergleich zu meiner Samsung Watch6 mit 44-Millimeter-Gehäuse ist kaum zu bemerken, sodass ich lieber von dem geringen Gewicht und dem kompakten Gehäuse profitiere, das mein Ultraleicht-Trekking-Herz höher schlagen lässt.
Klein, kompakt und ultraleicht
Ultraleicht ist ein Attribut, das man der Samsung Watch8 40 mm wirklich zuschreiben kann: Sie wiegt mit Armband nur noch 45 Gramm und spart mir damit im Vergleich zur Samsung Watch6 44 mm immerhin 14 Gramm auf der Ultraleicht-Trekking-Packliste. Hinzu kommt leider fast nochmal so viel Gewicht für das magnetische Ladekabel von 29 Gramm, über das ich mich im nächsten Abschnitt nochmal aufrege. Somit beträgt das Gesamt-Packgewicht 74 Gramm.
Die Galaxy-Smartwatches sind nicht nur viel leichter geworden, sondern das Gehäuse-Design fällt auch spürbar kompakter aus. Die Samsung Watch8 40 mm ist gerade mal gut 8 Millimeter dick und trägt sich in Kombi mit dem um mehr als die Hälfte reduzierten Gewicht recht angenehm bis nahezu unmerklich am Handgelenk. Ich finde hier das etwas kleinere Display auch viel trageangenehmer als die 44 Millimeter vorher, es vermeidet einfach das Ansammeln vom Schweiß oder das Anstoßen bei schnellen Bewegungen.
Das Gehäuse ist immer noch aus robustem Aluminium und wasserdicht gemäß IP68-Schutzstandard. Der Originalpreis wird mit 349 Euro aufgerufen, was die gängigen Online-Shops aber schon kurz nach Markteinführung deutlich unterbieten.
Verbesserte Akkulaufzeit mit echter Ausdauer

Eine merkliche Verbesserung gab es von der Watch6 zur Watch8 bei der Akkulaufzeit. Die Herstellerangabe deckt sich mit meiner Erfahrung bei aktiviertem GPS und lag bei der Watch6 mit 30 Stunden auch schon recht hoch. Die Samsung Watch8 offeriert sogar bis zu 40 Stunden. Das schafft die kleinere 40-Millimeter-Version mit einer Ladekapazität von nur 325 Milliamperestunden (mAh).
Der größte Stromfresser bei Smartwatches ist inzwischen das Display und gar nicht mehr das GPS-Modul, was bei früheren Generationen von Smartwatches immer ein echter Downer war. Denn ich benutze die Smartwatch ja hauptsächlich zur Outdoor-Navigation, wo das GPS natürlich aktiviert sein muss. Die 40 Stunden Laufzeit der Samsung Watch8 kriegst du also nur hin, wenn du die Grundeinstellungen so belässt, dass sich das Display bei Nichtnutzung ausschaltet. Wenn du die Uhr zum Gesicht drehst, geht das Display sowieso automatisch an, sodass du überhaupt keine Einschränkungen dadurch hast.
Keinerlei Verbesserung gab es hingegen bei der Ladezeit, da hinkt Samsung genau wie beim S26 der Konkurrenz hinterher. Eine volle Ladung beansprucht nach wie vor gut 1,5 Stunden. Auch nervig: dass immer noch so ein doofes Magnetkabel erforderlich ist. Es lässt sich an ein USB-C-Ladegerät anschließen, aber die Uhr muss über den Magneten ans Kabel angehängt werden.
Ich finde hier sollten die Hersteller echt dazu verdonnert werden, wie bei den Handys und Laptops endlich mal USB-C-zu-USBC einzuführen. Von selbst kommen sie ja ganz offensichtlich nicht auf die Idee, sondern gängeln uns und die Umwelt lieber weiter mit Elektroschrott. Den müssen wir dann nachkaufen, wenn mal ein Ladekabel hops geht, und auf Reisen darf ich immer den blöden Magneten mitschleppen.
Bedienung wie gewohnt mit brillanterem Display

Nicht viel geändert hat sich bei der Bedienung der Samsung Watch8 im Vergleich zu früheren Modellen. Es gibt immer noch zwei Tasten, die du so belegen kannst wie du möchtest. Die obere Taste öffnet bei mir mit die Outdooractive/Alpenvereinaktiv Watch App und die untere Taste dient standardmäßig als Zurück-Taste, was ich auch so belassen habe.
Das Display hat eine merklich höhere Auflösung bekommen mit jetzt 480 x 480 Pixel. Das relativiert direkt meinen Umstieg vom 44-Millimeter-Display auf das 40-Millimeter-Display, da auf der Samsung Watch8 alle Apps und allem voran die Alpenvereinaktiv-Karte super scharf dargestellt werden.
Nach der Kopplung mit dem Smartphone, die zwingend erforderlich ist, kannst du deine Apps und das Aussehen sowie die Anordnung der Bedienelemente auf der Uhr auch über die Smartphone-App steuern, was nicht so fummelig ist wie auf dem Mini-Uhrendisplay. Nachdem du die Uhr einmal mit dem Handy gekoppelt hast, kannst du sie aber selbstverständlich auch autark nutzen mit allen Apps, die das anbieten.
Die Uhr lässt sich natürlich sowohl für das rechte Handgelenk als auch für das linke Handgelenk einrichten. Die Armbänder haben einen guten Klickmechanismus und können dadurch über die angebrachten Tasten schnell ausgetauscht werden. Also wenn dir das zum Lieferumfang gehörende wabbelige Kunststoff-Armand nicht gefällt, kannst du dir einfach ein anderes besorgen.
Testergebnis auf einen Blick
Die spürbaren Verbesserungen der Samsung Watch8 im Vergleich zur Watch6 durch ein leichteres und viel kompakteres Gehäuse und eine etwas längere Akkulaufzeit gefallen mir beim Einsatz als Navigationsgerät für das Bergwandern sehr gut. Deswegen wandert sie auf meine Packliste und wird mich ab jetzt hoffentlich eine ganze Weile auf meinen Touren begleiten.
Beitrag zuletzt aktualisiert am 27.03.2026 von Raffaele





