Zum Inhalt springen

Wechsel von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv

Bei der Outdoor-Navigation habe ich von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv gewechselt
Bei der Outdoor-Navigation habe ich von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv gewechselt © gipfelwelt.net/Gemini

Die autarke Funktion der Outdooractive-Watch-App ist abgeschaltet! Daher habe ich von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv gewechselt. Das geht mit einem Account.

Digitale Karten und GPS-Navigation beim Bergwandern

Ich war von Stunde Null an begeisterter Nutzer von Outdooractive und bin deshalb höchst ungern von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv gewechselt. Wobei es eigentlich gar kein richtiger Wechsel ist. Aber von vorn: Tatsächlich hat die Geschichte schon begonnen, als es Outdooractive noch gar nicht auf dem deutschen Markt gab: mit Viewranger. Die großartige Plattform war mein Einstieg in die GPS-Navigation und das Ende von Papierkarten bei der Durchführung von Bergtouren und Wanderungen jeder Art.

Endlich musste ich keine lästigen, schweren Papierstapel mehr mitschleppen. Seit den Viewranger-Zeiten plane ich meine Touren am PC, erstelle mir GPS-Routen für die Navigation, und dank der plattformübergreifenden Nutzbarkeit kann ich sie dann über meinen Account und die jeweilige App auf dem Handy und auf der Smartwatch unterwegs verwenden. Inklusive fantastischem Kartenmaterial von Open-Source-Karten bis hin zu den amtlichen Topo-Karten. Nicht für umsonst, aber der Abopreis beträgt im Vergleich zum Kauf von Papierkarten nur einen Bruchteil der Kosten. In Verbindung mit der massiv erhöhten Sicherheit durch die Navigation mit GPS eine dramatische Verbesserung.

Viewranger wurde 2020 von Outdooractive aufgekauft, und die Plattform hat sich seither zur laut Eigenwerbung größten Outdoor-Plattform in Europa gemausert. Ein Teil dieses Erfolgs geht auf die Community-Funktionen zurück: Du kannst hier deine Touren nicht nur planen und die Plattform für die Navigation nutzen, sondern sie später auch mit der Community teilen. Das nutze ich sehr intensiv. In all meinen Tourenberichten sind Outdooractive-Karten mit meiner Route eingebunden, und über die Plattform kommen zahlreiche User über die in den Routen verlinkten Tourenberichte auf mein Blog.

Ein Account für zwei Plattformen und drei Geräte

Während die Smartphone-App von Outdooractive von Anfang an verfügbar war, kam 2021 auch die Smartwatch-App von Outdooractive offiziell hinzu, die noch aus der Viewranger-Zeit aber auch vorher schon inoffiziell nutzbar war. Ein weiterer konsequenter Schritt, sich als Platzhirsch zu etablieren und uns Bergfreunde über alle Geräte hinweg – Laptop, Smartphone, Smartwatch –, bei den Touren zu unterstützen. Das alles wohlgemerkt mit einem Account und damit denkbar nutzerfreundlich: Einfach beim jeweiligen Gerät einloggen, deine angelegte Tour für die Offline-Nutzung herunterladen, und los geht das.

Nächster cleverer Schachzug der Erfolgsgeschichte von Outdooractive ist die Kooperation mit dem deutschen, österreichischen und italienischen Alpenverein! Der Relaunch des davor etwas dürftigen Portals Alpenvereinaktiv auf Outdooractive-Basis 2022 mit Rabatten für Vereinsmitglieder und Hüttensuche hat dann nämlich auch die eingefleischte Community erreicht. Und das, obwohl die wenigsten wissen dürften, dass es sich nur um eine eigenständige Version von Outdooractive handelt.

Mehr noch: Dein Account und dein Abonnement funktionieren auf beiden Plattformen. Deswegen sprach ich anfangs davon, dass der Wechsel von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv eigentlich kein richtiger Wechsel ist. Das wird nicht an die große Glocke gehängt, mutmaßlich weil die Alpenvereine zu sehr auf ihr eigenes Brand Building bedacht sind. Die Funktionen sind aber fast komplett gleich, und alle deine Daten mit den Tourenplanungen und aufgezeichneten Tracks findest du nach dem Login auf beiden Plattformen. Genauso sind auch alle Inhalte, die du mit der Community öffentlich teilst, über beide Plattformen abrufbar. Alpenvereinaktiv setzt den Fokus aber klar auf Bergsport und ist diesbezüglich selektiver bei den eigenen und den Community-Inhalten.

Wichtig: Wenn du Anrecht auf Vereinsrabatte hast, ist es erforderlich, dass du dein Abo über Alpenvereinaktiv kaufst. Wenn du meinen Gutschein nutzen möchtest, ist es erforderlich, dass du das Abo über Outdooractive kaufst.

Darum musste ich von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv wechseln

Somit ist es also ein softer Wechsel von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv, doch der Grund dafür ist sehr triftig. Die zweigleisige Strategie mit zwei Markenkernen und zwei grundsätzlich auch unabhängigen Plattformen hat durchaus einen Vorteil, wenn nach einer Vielzahl von ziemlich guten Entscheidungen plötzlich eine vollkommen fragwürdige Entscheidung getroffen wird. So kam der Moment, wo ich von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv gewechselt bin: Outdooractive hat im Oktober 2025 in der Watch-App nämlich die autarke Funktion abgeschaltet! Das heißt, du kannst nur noch mit dem Handy navigieren. Die Smartwatch dient jetzt eigentlich nur noch als zweites Display, sodass du das Handy beim Navigieren in der Tasche lassen kannst.

Während es also endlich die ersten vernünftigen Smartwatches gibt wie die Samsung Watch8 mit überzeugender Akkuausdauer, genauestem GPS-Signal und hakelfreien wie gestochen scharfen Displays, wendet sich der Hersteller von dieser Weiterentwicklung ab und will dich wieder komplett ans Smartphone binden, das bei einer Bergtour sowieso unter Dauerbelastung steht und trotz Hochleistungsakku kaum einen Tag durchhält.

In der offiziellen Ankündigung schreibt Outdooractive euphemistisch: „Mit dem Update verbessert sich die Akkulaufzeit deiner Uhr bei Tracking und Navigation.“ Das steht nicht nur in eklatantem Widerspruch zur genannten Marktentwicklung, dass die Dinger ja eigentlich endlich mal richtig ausdauernd und verlässlich geworden sind. Außerdem kommt in der Milchmädchenrechnung nicht vor, dass ich ja jetzt zwei Akkus brauche, nämlich den von Handy und Uhr, damit ich die Watch App nutzen kann. Dadurch verdoppelt sich der Akkuverbrauch also eher, und das Handy musss als zweite Verschlechterung zwingend mit der Uhr verbunden sein, damit die Navigation funktioniert.

Der Grund für die Rolle rückwärts dürfte sicher im nächsten genannten Punkt der Ankündigung liegen: „Die Wear OS App funktioniert jetzt deutlich schneller und zuverlässiger. Schluss mit Sorgen über Abstürze oder Performance-Probleme: Deine App ist auf dem Trail jetzt genauso schnell wie du.“ Denn Performance-Probleme gab es auch mehrere Jahre nach Einführung noch reichlich. Die Watch App hängt sich ab und zu mal auf oder das Tracking fällt einfach aus. Statt das konsequent weiterzuentwickeln wie die Konkurrenz, ist es aber halt schon ziemlich seltsam zu sagen, wir schalten das jetzt einfach alles ab.

Mit Alpenvereinaktiv funktioniert die Uhr weiterhin autark

Tja, so ist der Zeitpunkt für mich gekommen, von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv zu wechseln. Denn gottseidank wurde in der Smartwatch-App von Alpenvereinaktiv zumindest bisher die autarke Funktion nicht abgeschaltet. Der Wechsel von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv ist also zum Glück auch gar kein wirklicher Anbieterwechsel, da ich ja beide Plattformen über einen Login benutzen kann. Somit fällt der Wechsel von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv unkompliziert aus. Auf Smartphone und Smartwatch installiere ich jetzt halt das App-Pendant von Alpenvereinaktiv und sonst läuft nach dem Wechsel von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv alles wie gewohnt.

Es ist höchst dringend zu hoffen, dass Alpenvereinaktiv auch dabei bleibt, die autarke Funktion seiner Uhren-App beizubehalten und in Zukunft zu verbessern. Noch besser wäre, wenn Outdooractive als technischer Betreiber beider Plattformen das auch für die eigene Plattform wieder einführt und die Smartwatch-App auf das nächste Level hebt. Andernfalls war mein Wechsel von Outdooractive zu Alpenvereinaktiv wohl noch nicht ausreichend und ich müsste zur Konkurrenz wie Alltrails oder Komoot gehen, die das auf allen Geräten ziemlich gut hinkriegt mit ihren Apps. Deren Smartwatch-Apps funktionieren zwar leider auch nicht vollständig autark, die Navigation läuft immer gleichzeitig auf Handy und Uhr. Aber es wird das GPS-Modul und somit der Akku der Uhr für die Ortung verwendet.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 05.04.2026 von Raffaele

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Gipfelwelt
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.