Zum Inhalt springen

Samsung S26 im Test

Samsung S26 im Test
Samsung S26 im Test © gipfelwelt.net

Das Samsung S26 enttäuscht im Test etwas durch Innovationslosigkeit wie bei Kamera und Akku. Gehäuse, Prozessor und Arbeitsspeicher sind aber besser geworden.

Erneuter unfreiwilliger Handywechsel

Während es mir bislang noch immer gelungen ist, mein Smartphone heil durch unwegsamstes Gelände und unwirtlichstes Wetter zu manövrieren, scheitere ich damit alle paar Jahre im Alltag. So habe ich mein lieb gewonnenes Samsung S24 gecrasht unter Umständen, die ich hier nicht nennen möchte, weil sie zu dämlich sind 😀 Die Geräte werden immer teurer, halten aber zumindest tendenziell auch immer länger durch. Davor hatte ich immerhin drei Jahre das S21 FE im Einsatz.

Wahrscheinlich kriegt mich vom Samsung Galaxy S in dem Leben nichts mehr weg, sodass es auch dieses Mal wieder das –  gerade brandneu erschienene  – aktuelle Modell der Reihe wurde. Und das, obwohl sich seit mehreren Jahren technisch nicht viel getan hat. Aber mindestens seit dem S10 ist die Smartphone-Reihe zu einem extrem verlässlichen Begleiter im Alltag wie auf Bergtouren geworden, der mit langlebigem Akku, ziemlich überzeugender Kamera, wetterfestem Gehäuse und gerade im Vergleich zu den Premium-Smartphones der anderen Hersteller einem geringen Gewicht überzeugt. Damit erfüllt es für mich Ultraleicht-Trekking-Kriterien.

Samsung S26 versus S24: Same same, but a little different

Samsung S26 Rückseite
Samsung S26 Rückseite © gipfelwelt.net

Zwei Generationen später sind es also auch wieder nur Details, die sich bei Ausstattung und Technik des Samsung S26 im Vergleich zum Samsung S24 verändert haben. Hier die Punkte, die besonders relevant sind für dein Einsatz beim Sport:

  • Das Gewicht ist mit 167 Gramm gleich geblieben, aber extrem niedrig. Das macht das S26 wieder zum mit Abstand leichtesten Premium-Smartphone, auch innerhalb der Samsung-Familie.
  • Das Gehäuse ist beim S26 größter und dünner geworden, was das Handling und das Verstauen in der Seitentasche der Wanderhose merklich verbessert. Es weist jetzt 6,3 Zoll Bilddiagonale auf und ist nur noch 7,s Millimeter dick.
  • Der Wasser- und Staubschutz hat nach wie vor IP68-Zertifizierung. Das ist gut, kommt aber bei sehr viel Nässe irgendwann ans Limit.
  • Sowohl Arbeitsspeicher (jetzt 12 Gigabyte) also auch Prozessor (jetzt der hauseigene Exynos 2600) haben Upgrades bekommen. Das macht sich schon bei einfachen Anwendungen und Apps in deutlich schnelleren Abläufen und Prozessen bemerkbar.
  • Angewachsen ist auch die Akkukapazität auf jetzt 4.300 Milliamperestunden (mAh), was laut Hersteller bis zu 30 Stunden Videowiedergabe ermöglicht. Für mich macht sich im Test die größere Kapazität nicht in einer merklich längeren Akkulaufzeit bemerkbar. Auch das Aufladen ist nicht schneller geworden und dauert immer noch über 1,5 Stunden. Das ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß.
  • Beim internen Speicher hast du jetzt endlich mal die Möglichkeit, in die Vollen zu gehen. Immer größere App-Speicher, Videodateien und Fotodateien machen das auch dringend nötig. Die größte Version umfasst 512 Gigabyte Speicherplatz und kommt damit an manchen Laptop ran. Du musst dafür aber deutlich tiefer in die Tasche greifen als für die Versionen mit geringerem Speicherplatz.
  • Bei der Kameraausstattung hat sich überhaupt nichts verändert, sie liefert nach wie vor bei der Hauptlinse 12 oder 50 Megapixel, Ultraweitwinkel 12 Megapixel, Teleobjektiv und Frontkamera 10 Megapixel. Das ist lame, besonders weil sich auch an der Handhabung bei der Software nix verbessert hat, worauf ich im nächsten Abschnitt eingehe.

Kamera mit bekannten Stärken und Schwächen

Weder die Anzahl der Linsen noch deren Auflösung hat sich also seit vielen Jahren bei der Kamera der Samsung-S-Reihe verändert. Auch wenn sie für fast jeden Einsatzzweck ziemlich beeindruckende Qualität liefert, wird sie hier doch langsam von manchem Konkurrenten überholt.

Besonders enttäuschend finde ich aber, dass sich beim S26 auch das Handling der Kamera keinen Deut verbessert hat. Eine 50-Megapixel-Hauptkamera ist ja schon der Knaller. Aber sie hat immer noch keinen Modus für den optischen Zoom. Dazu muss ich erst auf 12 Megapixel umstellen. Erst dann kann ich von der Ultraweitwinkel-Linse und der Tele-Linse Gebrauch machen. Das Teleobjektiv hat sogar zwei optische Zoom-Einstellungen. Wieso schafft ihr das nicht für die Hauptkamera, und könnt die Modi dann noch nicht mal in einer Benutzeroberfläche verbinden?

Da das ständige Umstellen der Auflösung nicht sehr praktisch ist, verzichte ich im Einsatz bislang meistens auf die Top-Auflösung. Es gibt zwar einen Digitalzoom, aber das ist sinnfrei, weil das die Bildqualität massiv runterfährt und ich das Bild ja auch später einfach am PC zuschneiden kann. Alternativ muss ich auf den optischen Zoom verzichten, um das ständige Umstellen zu vermeiden. Wahrscheinlich ist das für die Dokumentation meiner Touren aber der nachhaltigere Weg als eine schlechtere Bildqualität mitzubringen.

Genauso enttäuschend ist, dass bei den anderen Linsen die Pixelqualität keinen Deut nach oben gegangen ist. Teleobjektiv und Frontkamera haben mit 10 Megapixel die geringste Auflösung und damit die größte Gefahr für körnige Bilder. Echt nicht vertretbar, dass da nach so vielen Jahren nichts passiert ist.

Somit sind die Fotos also grundsätzlich großartig, aber halt auf demselben Stand wie vor vielen, vielen Jahren. Nur die Software wird immer mal wieder etwas verbessert, sodass die Gefahr von verwackelten und flackernden Bildern noch ein bisschen reduziert wurde.

Bei Videoaufnahmen der gleiche Murks wie bei Fotos: Bereits beim S24 konntest du bis zu 8K Auflösung wählen, aber nur mit der ruckeligen Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde. Wieso schafft ihr es immer noch nicht, das endlich mal mit der höheren Bildrate zu kombinieren? So muss ich also auch beim S26 wieder die geringere UHD-Auflösung verwenden, um flüssige Videos mit 60 Bildern pro Sekunde erzeugen zu können. So macht der Erwerb eines neuen arschteuren Smartphones keinen Spaß.

Testergebnis auf einen Blick

Trotz enttäuschender Fakten bei der nicht vorhandenen Verbesserung von Bild- und Videoaufnahmen, Gehäuseschutz, Ladezeit oder Akkulaufzeit kann ich mit dem Samsung S26 dank neuestem Top-Prozessor und dem verdoppelten Arbeitsspeicher sowie dem größeren und dünneren Gehäuse viele Aufgaben souveräner bestreiten als mit dem Vorgängermodell S24. Es kommt jetzt auf meine Packliste und ich bete zum Elektronik-Gott, dass ich wieder mal drei Jahre oder sogar mehr Freude an meinem neuen Smartphone haben darf.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 26.03.2026 von Raffaele

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Gipfelwelt
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.