VAUDE Croz 3 L Jacket Hardshell im Test

VAUDE Croz Jacket

Die dreilagige VAUDE Croz Hardshell Jacke hat Vaude ganz neu im Sortiment; mit geringem Gewicht und der hauseigenen umweltfreundlichen Ceplex-Membran.


VAUDE hat mir ein Modell zum Testen geliehen. Die VAUDE Croz Jacket gibt es für Herren und Damen in jeweils drei Farbkombinationen. Hier ist das Herren Modell Größe S/48, Farbe hydro blue zu sehen. Der Originalpreis liegt bei schmerzhaften, allerdings für Hardshells im Normalbereich liegenden 300 Euro.

Der erste Eindruck

VAUDE Croz Jacket
Das hauchdünne Material kommt auf der Innenseite Ton in Ton daher. © gipfelwelt.net

Das Design ist sportiv mit – außer in der schwarzen Variante – auffälligen, kontrastreichen Elementen, das ist sicher Geschmackssache. Schön finde ich, dass die Innenseite in der Farbe des Außenmaterials gehalten ist – die meisten Hardshells sind innen grau und sehen aus wie ein Müllsack. Der Schnitt der Croz ist eher weit, so dass dicke Schichten gut drunter passen. Nicht so gut finde ich die mit langen Falten entlang des Reißverschlusses aufgenähten Seitentaschen, die Falten stehen vorn unschön ab.

Für eine Hardshell raschelt die Croz angenehm wenig, das Material ist zwar etwas plastikhaft, aber extrem dünn, weich und anschmiegsam. Innere und obere Oberfläche fühlen sich eher rauh als glatt an, das finde ich trageangenehmer, da es das Plastikgefühl reduziert.

Der Knaller ist das geringe Gewicht. Mit ihren ca. 360 Gramm dürfte es sich um eine der leichtesten aktuell erhältlichen 3-Lagen-Jacken handeln.

Ausstattung und Praxistest

Die Jacke ist winddicht, die Wassersäule gibt Vaude mit 15.000 an. Das hört sich in Anbetracht von derzeit erhältlichen Membranen mit bis zu dreifachen Werten vielleicht nach wenig an. In Ermangelung von starkem Regen konnte ich das zwar nicht selbst testen – die leichten Schauer, in die ich geraten bin, meisterte die Jacke natürlich problemlos -, aber wer nicht gerade zehn Stunden im Starkregen unterwegs ist, dürfte mit dieser Wassersäule mehr als bedient sein. Zusätzlich hat die Croz auch eine DWR-Imprägnierung, damit sich der Oberstoff nicht mit Wasser vollsaugt (inkonsequenterweise nicht aus dem hauseigenen Eco Finish, sondern auf PFC-Basis).

VAUDE Croz Jacket
Die langen, schmalen Taschen bieten nicht viel Platz, sind dafür aber mit Rucksack problemlos erreichbar. © gipfelwelt.net

Vaude macht keine Angaben zur Atmungsaktivität. Im Einsatz fand ich die Jacke angenehm luftig. Da sie winddicht ist, kann es wie bei jeder Hardshell zu Hitzestau kommen, da hilft nur aufmachen. Dank Belüftungsreißverschlüssen unter den Armen wurde es mir in der Croz aber nie zu schwitzig. Der weite Schnitt und das leichte und dünne Material sind für das Innenklima ebenfalls förderlich.

Die Croz hat zwei Seitentaschen. Diese sind sehr schmal und lang, da kommt man zwar auch mit

Rucksack gut dran, der Kleinkram liegt aber eher übereinander in der Tasche.

VAUDE Croz Jacket
Die Kapuze lässt sich mit nur einem Kordelzug verstellen. Nicht so vielseitig, aber praktisch. © gipfelwelt.net

Die Kapuze lässt sich nur mit dem Kordelzug am Hinterkopf verstellen, der gleichzeitig den Gesichtsausschnitt und die Größe reguliert. Das fand ich erst gewöhnungsbedürftig, hat sich aber als praktisch erwiesen. So kann man die Kapuze bequem so einstellen, dass sie mit/ohne Mütze, unter/über einem Helm stets eng genug anliegt. Mit ein wenig Übung gelingt das Verstellen einhändig.

Auch der Saum lässt sich mit Kordelzug anpassen, die Bündchen haben Klettverschlüsse.

Das sehr elastische Material macht jede Bewegung mit, so dass die Jacke auch nicht stört, wenns mal mehr zur Sache geht.

Fazit

Dank drei Lagen robuste und dennoch sehr leichte und luftige Hardshell, die dem Ganzjahreseinsatz im Gebirge gewachsen ist.

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