VAUDE Moab Jacket Softshell im Test

VAUDE Moab Jacket
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Eine leichte, schicke Softshell für die Überganszeit gefällig? Die VAUDE Moab Jacket kann im Test trotz leichter Abzüge überzeugen.

VAUDE hat mir ein Exemplar seiner neuen Softshell-Jacke “Moab” leihweise zur Verfügung gestellt. Es gibt ein Herren- und Damenmodell, der Neupreis liegt mit 100 Euro im Mittelfeld für vergleichbare Softshells.

Der erste Eindruck

In frischem Blau strahlt mich die Variante in “hydro blue” an. Gesetzt wird hier auf Colorblock im trendigen Retro-Stil, es gibt auch einige Varianten mit Uni-Farbgebung. Die Jacke fühlt sich etwas gummiartig an, was mir nicht so gefällt, sieht optisch aber schön stoffig und nicht zu sportiv aus – auch die Logos sind dezent gehalten.

Ausstattung und Wetterschutz

VAUDE Moab Jacket
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Mit ihren 320 g ist die Jacke sehr leicht (auch wenn es sicherlich etwas leichtere Modelle gibt) und

lässt sich dank geringem Packmaß gut vestauen. Das Material ist äußerst nachgiebig und damit bewegungsfreundlich.

Durch eine extra dichte Stoffkonstruktion ist die Jacke laut VAUDE zu 80 Prozent winddicht. Damit wird die Jacke nicht zum Stormblocker, bewahrt sich aber eine höhere Atmungsaktivität als Jacken, die – in der Regel mit einer Membran – 100 Prozent winddicht ausgerüstet werden. Ein großer Vorteil bei hoher Bewegungsintensität, da keine Schwitzigkeit droht –  ein Nachteil dann, wenn ein sehr kalter Wind bläst.

VAUDE Moab Jacket
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Mit “Eco Finish” verwendet VAUDE – als einer der ersten Hersteller – hier eine PFC-freie Imprägnierung, die leicht wasserabweisend (allerdings nicht schmutzabweisend wie die weniger umweltfreundlichen Imprärgnierungen) ist.

Die Moab hat zwei Seitentaschen, die zur zusätzlichen Ventilation geöffnet bleiben können, und eine mit Kordelzug verstellbare Kapuze, die bei Nichtgebrauch praktischerweise eingerollt werden kann, damit sie nicht im Wind flattert. Der Saum hat ebenfalls einen Kordelzug und die Bündchen sind handschuhfreundlich mit Klettverschluss regulierbar.

Der Praxistest

Die Jacke habe ich beim Laufen und auf dem Rad bei durchwachsenem Wetter getestet.

Skeptisch war ich bei den 80 Prozent Winddichtigkeit, doch das Konzept hat mich überzeugt. Es dringt ein leichter Hauch durch, und das ist bei Bewegung sehr angenehm, sofern kein sehr kalter Wind weht. Damit trägt sich die Jacke auch dann noch gut, wenn man ins Schwitzen kommt, ohne selbst das Schwitzen zu verstärken. Allerdings fängt das Material beim Schwitzen irgendwann an, leicht auf der Haut zu kleben.

Die Jacke isoliert geringfügig. In Kombi mit dem Windschutz finde ich sie für die Übergangszeit bei Temperaturen im unteren zweistelligen Bereich perfekt.

Der wasserabweisende Schutz ist eher gering ausgeprägt, mehr als ein Nieselregen wird nicht abgehalten. Immerhin trocknet die Jacke sehr schnell, wie es sich für eine gute Softshell gehört.

Fazit

Der nur geringe Regenschutz und das etwas gummiartige Material, das irgendwann auf der Haut klebt, geben Punktabzug. Ansonsten ist die Moab ein schickes Stück für die Übergangszeit, auch bei hoher Intensität macht sie fast alles prima mit.

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