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Patagonia Micro Puff Hoody im Test

Patagonia Micro Puff Hoody Isolationsjacke im Test: Vorderseite
Patagonia Micro Puff Hoody Isolationsjacke im Test: Vorderseite © gipfelwelt.net

Ultraleicht und mit wohliger Wärmeversorgung, ist der Patagonia Micro Puff Hoody vielversprechend als Isolationsjacke beim Bergwandern. Der erste Test.

Da meine aktuelle Isolationsjacke von Haglöfs mittlerweile schon in die Jahre gekommen und auch nicht mehr im Sortiment des Herstellers vertreten ist, habe ich mich nach einem Nachfolgeartikel umgesehe, um meine Ultraleicht-Trekking-Packliste aktuell zu halten.

Wieder Füllung statt Highloft

Zunächst einmal stellte sich mir die Frage, ob ich der Highloft-Faser treu bleiben möchte. Die Vorteile für Aktivsportler liegen auf der Hand: Nur zwei Lagen und damit extrem atmungsaktiv. Außerdem wird Hitzestau vermieden, weil die Wäre erst durch körperliche Aktivität entsteht. So lange du in Bewegung bleibst, also die bessere Wahl.

Allerdings halte ich mich beim Bergwandern ja auch sehr viel im Ruhezustand draußen auf, besonders abends beim Camping oder in der Berghütte, wo es auch sehr wärmearm zugehen kann. Mein extrem leichter Cumulus Intense Schlafsack kommt bei Minusgraden auch an Grenzen, sodass ich die Isolationsjacke manchmal als Wärmespender für die Nacht benötige. Und da ist eine klassische Füllung mit Kunstdaune einfach effektiver, als Highloft.

Üppige Fütterung des Patagonia Micro Puff Hoody

Patagonia Micro Puff Hoody im Test: Rückseite
Patagonia Micro Puff Hoody im Test: Rückseite © gipfelwelt.net

Um die Anzahl Friermomente auf meinen Touren weiter zu reduzieren, habe ich mich jetzt also wieder mit dem Patagonia Micro Puff Hoody für eine Kunstdaunenfüllung entschieden. Das „Micro Puff“ ist eine hauseigene patentierte Entwicklung, die mit ihrem Wärme-Gewicht-Verhältnis wirklich kaum noch hinter der Naturdaune liegt. Diese Isolationsjacke hat mit 65 g/m2 auch ein sehr üppiges Fütterungsvolumen, das nach meiner Erfahrung bins in den einstelligen Minusbereich, wie es gerade in Gebirgsnächten auch im Sommer vorkommt, genug Wärme spendet.

Direkt beim Anziehen machte sich im Test des Patagonia Micro Puff Hoody dann auch eine wohlige Wärme am ganzen Oberkörper breit. Da auch die Kapuze und die Ärmel vollständig gefüttert und mit Daunenkammern gesteppt sind, sagst du mit dieser Jacke der Kälte den Kampf an. Ob es mir in Bewegung, beispielsweise bei Winterwanderungen, zu viel wird, muss sich allerdings noch zeigen.

Extrem geringes Packgewicht

Der Patagonia Micro Puff Hoody lässt sich in seiner Innentasche verstauen
Der Patagonia Micro Puff Hoody lässt sich in seiner Innentasche verstauen © gipfelwelt.net

Beim Wandern liegt die Isolationsjacke ja über weite Strecken im Rucksack. Somit ist das Packgewicht gerade für mich als Ultraleicht-Trekking-Fan sehr wichtig. Nach Heraustrennen der Etiketten kommt der Patagonia Micro Puff Hoody auf 261 Gramm in Größe M. Damit ist er einen Hauch von 6 Gramm schwerer als die Haglöfs Proteus, aber spendet deutlich mehr Wärme. Ich habe keine einzige andere Jacke mit 65 Gramm-Fütterung gefunden, die ähnlich leicht wäre.

Ansonsten lässt sich die Jacke in eine der Innentaschen hineinknautschen und so etwas geschützt transportieren, damit der Füllung im Rucksack nichts zustößt.

Sparsame, aber ausreichende Ausstattung

Eng anliegende Kapuze des Patagonia Micro Puff Hoody © gipfelwelt.net

Mit dem geringen Gewicht des Patagonia Micro Puff Hoody geht auch eine geringe Ausstattung einher. Eine Kapuze ist mir bei einer Isolationsjacke wichtig, damit ich keine extra Mütze beim Wandern mitschleppen muss. Die Kapuze liegt sehr eng am Kopf an, lässt sich allerdings nicht verstellen – sie sollte dir also genau passen.

Eng anliegende Bündchen des Patagonia Micro Puff Hoody
Eng anliegende Bündchen des Patagonia Micro Puff Hoody © gipfelwelt.net

Bei Patagonia hatte ich oft das Problem, das mir die Ärmel etwas zu kurz sind. Somit war ich postiv überrascht, dass der Patagonia Micro Puff Hoody offenbar mit längeren Ärmeln ausgestattet wurde. Sie umschließen das Handgelenk sehr kompakt mit einem Gummizug, sodass die klassische Kältebrücke vermieden wird. Auch hier gilt allerdings: Es sollte dir genauso sitzen wie es ist, denn du kannst nichts anpassen.

Reißverschlusstaschen gibt es nur die beiden Seitentaschen, die recht groß ausfallen, sodass beispielsweise auch das Smartphone hinein passt – eine Brusttasche wäre allerdings noch wünschenswert, damit schwerere Gegenstände wie das Telefon dort untergebracht werden können und nicht herum schlackern.

Überzeugender Materialmix

Das Außenmaterial das Patagonia Micro Puff Hoody besteht wie auch mein Schlafsack von Cumulus aus Pertex Qantum. Dieses Gewebe aus Nylon (Polyamid) überlebt so ziemlich alles und ist extrem dünn und schnelltrocknend. Außerdem ist es komplett winddicht und verhindert so das Auskühlen. Den Knitterlook und die Raschelgeräusche musst du allerdings in Kauf nehmen, und es sieht nach dem aus, was es ist: Plastik.

Die Micro Puff- Füllung wurde aus Recycling-Polyester hergestellt und ist damit nicht nur ressourcenschonend, sondern auch nässeunempfindlich und schnelltrocknend. Da es sich um ein neues Produkt handelt, bleibt noch abzuwarten, wie sich die Bauschkraft hält.

Zu guter Letzt ist der Patagonia Micro Puff Hoody sogar noch Fair Trade Certified. Es gibt also sehr viele Gründe, warum er hiermit als neue Isolationsjacke auf meiner Packliste landet.

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