Das Polartec Fleece Material

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Polartec Fleece © gipfelwelt.net

Viele Hersteller verarbeiten bei ihren Produkten das Polartec Fleece des us-amerikanischen Herstellers von Isolationsmaterialien.

Ein dünnes Fleece-Jäckchen, kaum 400 Gramm schwer – ich mochte es kaum glauben: Das sollte wirklich warm halten? Doch tatsächlich macht es der programmatischen Vorgabe – Wärme ohne Gewicht – alle Ehre und wird ab Temperaturen oberhalb von 7 Grad schon fast zu viel. Dazu noch ein sehr fein gewobenes Oberflächenmaterial, das gut komprimierbar ist, optisch kaum von Baumwolle zu unterscheiden, rasend schnell trocknet und angenehm kuschelig-weich ist.

Devise von Polartec Fleece: Wärme ohne Gewicht

Bei meiner Jacke handelt es sich um das Material Polartec Alpha, eines der zahlreichen Textilien aus dem Hause Polartec. Das hat herzlich wenig gemein mit der typischen dicken Fussel-Fleecejacke im verwaschenen Look, ist allerdings preislich auch deutlich oberhalb solcher Produkte angesiedelt – in meinem Fall (Arcteryx) kostete die Jacke um die 120 Euro.

Polartec Fleece ist nicht nur der vermutlich am weitesten verbreitete, sondern auch der älteste Fleece-Stoff. Es wurde Ende der 70er Jahre mit dieser Namensgebung auf den Markt gebracht und trat seinen Siegeszug an. Mittlerweile gibt es unzählige Varianten, die längst nicht mehr nur die Isolationsschicht umfassen, sondern von der 1. Bekleidungsschicht bis hin zur Shell reichen, auch ein flammenresistentes Sortiment gibt es. Die Isolations-Fleecejacken dürften einem im deutschen Fachhandel am häufigsten begegnen. Neben dem edlen Alpha ist das preisgünstigere Polartec Classic in drei Stärken hierzulande sehr verbreitet. Ansonsten ist es schwer, in Anbetracht der Fülle einen Überblick des Sortiments zu kriegen.

Was Fleecejacken im Allgemeinen angeht, so stehen sie bezüglich Wärme-Gewichts-Verhältnis hinter bauschenden Materialien, also vor allem Daune und Kunstdaunenplatzhirsch Primaloft, zurück. Dafür punkten sie mit trageangenehmem Look & Feel und besserer Atmungsaktivität. Sie trocknen schneller, wenn sie mal nass(geschwitzt) werden. Das macht sie also vor allem für starke körperliche Beanspruchungen interessant.

Raffaele ist Autor der Gipfelwelt. Passonierter Bergwanderer, Tourengeher, Ultraleicht-Trekking-Fan, Ausrüstungs- und Bekleidungstester.
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