Zum Inhalt springen

The North Face Flyweight Duffel im Test

The North Face Flyweight Duffel im Test
The North Face Flyweight Duffel im Test © gipfelwelt.net

Mit dem The North Face Flyweight Duffel hat der Hersteller seine beliebte Transporttasche in der Ultraleicht-Version herausgebracht. Kann er im Test überzeugen?

Warum eine Reisetasche zu jeder Grundausstattung gehört

Es gibt Situationen, in denen ist eine Tasche von Vorteil, die sich zum Öffnen und Lagern auf den Boden stehen lässt. Speziell beim Bergwandern ist das immer der Fall, wenn du mit Zelt unterwegs bist. Denn einen Rucksack musst du ihn immer komplett aus- und einpacken, um auf alle Habseligkeiten Zugriff zu haben. Das ist nicht nur aufwändig, sonder auch nevig, weil alles durchs Zelt fliegt.

Ein Grund, warum ich meinen aktuellen Wanderrucksack so genial finde. Er ist wie mein Zelt von der Ultraleicht-Marke Zpacks und lässt sich wie eine klassische Reisetasche im Liegen seitlich öffnen.

Besonders angenehm ist eine Reisestasche oder Sporttasche, wenn du auf einem Zeltplatz dein Basislager für ein paar Tage einrichtest, um Touren in der Umgebung zu unternehmen. Alle Dinge, die im Basislager bleiben, kannst du so kompakt und geordnet verstauen, und hast dank des großen Deckels immer alles griffbereit.

Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich sind Kurztrips. Ob mit dem Flugzeug oder einem anderen Verkehrsmittel: Ich finde Koffer extrem unpraktisch, schwer und unhandlich, und nehme die eigentlich nur für lange Fernreisen. Sonst kommt alles in eine Packtasche, am besten mit Handgepäck-Maßen. Es spart ja sowohl Zeit als auch Kosten, wenn man kein Aufgabegepäck benötigt.

Absoluter Lifehack also, in deinem Gepäcksortiment mindestens eine Gepäcktasche zu haben. Dafür verwende ich seit einer halben Ewigkeit den Klassiker: Den The North Face Base Camp Duffel. Diese Taschen sind unfassbar robust und überleben wirklich alles, und das Material hat einen relativ guten Nässeschutz. Aber sie haben einen großen Nachteil: Sie sind unglaublich schwer. Mein eher kleines Modell XS mit 31 Litern Packvolumen wiegt fast ein Kilo.

Endlich auch in ultraleicht: Der The North Face Flyweight Duffel

Geräumiges Innenfach des The North Face Flyweight Duffel
Geräumiges Innenfach des The North Face Flyweight Duffel © gipfelwelt.net

Da offenbar nicht nur ich Ultraleicht-Fan bin, hat The North Face jetzt endlich auch eine ultraleichte Version seines Duffels herausgebracht. Der The North Face Flyweight Duffel hat die extrem kompakten Maße von 25.4 x 26,7 x 44,5 cm und kommt dabei auf dasselbe Packvolumen von 31 Litern wie mein The North Face Base Camp Duffel XS, der aber viel größer ausfällt.

Die Maße sind auch kompakt genug für die Mitnahme als Handgepäck im Flieger, da solltest du die Tasche allerdings nicht bis zum Anschlag befüllen. Denn manche Airlines haben als Maximalhöhe 25 cm angegegben, und er ist ja ein ganz kleines bisschen höher.

Nicht nur viel kompakter als der Base Camp Duffel, sondern auch extrem viel leichter fällt der The North Face Flyweight Duffel dabei aus: Er wiegt nämlich nur 310 g. Das lässt Ultraleicht-Trekking-Herzen auf jeden Fall höher schlagen.

Robustes Material mit Einschränkungen beim Schutz

Das Außenmaterial ist aus Nylon und das Bodenmaterial aus dickem Polyester. Alles macht einen sehr robusten Eindruck und dürfte manche Strapazen überstehen. Sehr sympathisch ist, dass The North Face angibt, dafür Recylingmaterialien zu verwenden.

Seitlicher Tragegriff und verstärkter Boden des The North Face Flyweight Duffel
Seitlicher Tragegriff und verstärkter Boden des The North Face Flyweight Duffel © gipfelwelt.net

Die gesamte Tasche ist mit einer PFC-freien DWR-Beschichtung imprägniert. Daraus resultiert unterm Strich eine stark wasserabweisende Funktionalität, die allerdings ihre Grenzen hat. Die Reißverschlüsse sind auch nicht wasserdicht. Im Test mit der Dusche zeigt sich, dass dann früher oder später Feuchtigkeit eindringt. Also ist es auf jeden Fall erforderlich, empfindliche Habseligkeiten in wasserdichten Packsäcken zu verstauen.

Der The North Face Flyweight Duffel lässt sich in die Vordertasche falten
Der The North Face Flyweight Duffel lässt sich in die Vordertasche falten © gipfelwelt.net

Das geringe Gewicht des The North Face Flyweight Duffel ist auch auf sichtlichen Materialverzicht zurückzuführen. Dadurch ist das Material sehr weich und die leere Tasche fällt in sich zusammen. Vor Stößen sind deine Habseligkeiten dadurch nicht wirklich geschützt.

The North Face Flyweight Duffel in sich selbst zusammengefaltet
The North Face Flyweight Duffel in sich selbst zusammengefaltet © gipfelwelt.net

Neben dem geringen Gewicht hat das aber noch einen anderen Vorteil: Der The North Face Flyweight Duffel lässt sich nämlich in sich selbst zusammenfalten und in der Außentasche verstauen. Das gelingt im Test auch total einfach und geht sehr schnell.

Als Tasche und Rucksack verwendbar

Der The North Face Flyweight Duffel als Rucksack
Der The North Face Flyweight Duffel als Rucksack © gipfelwelt.net

Wie auch beim Original, lässt sich der The North Face Flyweight Duffel mit den Tragegriffen als Rucksack tragen. Du kannst die Tragegriffe mit Aluschnallen anpassen. Die Schnallen machen ehrlich gesagt keinen sehr langlebigen Eindruck, und die Gurte sind nicht sehr breit und ungepolstert. Somit darf dein Gepäck nicht zu schwer sein, sonst macht das Tragen als Rucksack keinen Spaß.

Zusammengefasst überzeugt mich der The North Face Flyweight Duffel auch mit den kleinen Einschränkungen als Stauram für das Basislager mit Zelt, genauso wie für kurze Reisen mit kleinem Gepäck, und wandert auf meine Ultraleicht-Trekking-Packliste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu.