Grande Traversée des Alpes Teil 6 Thabor-Gruppe

Grande Traversée des Alpes Teil 6: Tavernette-Ebene und Hauptkamm der Thabor-Gruppe
Grande Traversée des Alpes Teil 6: Tavernette-Ebene und Hauptkamm der Thabor-Gruppe © gipfelwelt.net

Bericht von der Grande Traversée des Alpes Teil 6: Thabor-Gruppe. Von Modane über Col de la Vallée Étroite und Col des Thures, Névache und Col de la Lauze nach Montgenèvre.

Im Sommer 2021 habe ich die Grande Traversée des Alpes (GTA), den französischen Teil des Fernwanderwegs GR 5, absolviert. Die Fernwanderung führt vom Genfer See nach Nizza durch verschiedene Regionen der Westalpen.

In meinem Bericht von der Grande Traversée des Alpes Teil 6 geht es nun um die Thabor-Gruppe. Diese relativ kleine Gebirgsgruppe habe ich in zwei Tagen passiert.

Nach dem rauhen Klima in den Chablais-Alpen und der Mont-Blanc-Gruppe erlebte ich im Vanoise-Massiv schon etwas mildere Temperaturen, und es gab deutlich weniger Schneefelder.

In der Thabor-Gruppe nun herrscht ein insgesamt heißeres, trockeneres Klima. Das zeigte sich nicht nur durch die milden Nächte und die kaum vorhandenen Schneefelder. Auch das Gestein und die Erde ist hier ein anderes, viel Kalk und Lehm, und viel drastischer geformtes Gebirge mit Canyons und verrückten Steinsäulen.

Die Vegetation ist ebenfalls verändert, die Wälder bestehen hauptsächlich aus Kiefern, auf den Wiesen finden sich prärieartige wuchtige Grasbüschel und Rhododendronbüsche, es geht insgesamt viel karger zu.

Und nicht zuletzt das jetzt allerorten zu hörende Zirpen der Grillen!

Tag 16: Modane – Névache (8 h)

Nach meinem Ruhetag in Modane startete ich auf der Grande Traversée des Alpes Teil 6 gut erholt an meinem 16. Wandertag mit dem Südteil der GTA.

Bei zunächst regnerischem Wetter ging es in Richtung Thabor-Gruppe. Es folgte erst einmal ein recht unattraktives Stück an der Grenztunnelanlage vorbei und eine Landstraße entlang bis nach Valfréjus.

Grande Traversée des Alpes Teil 6: Col de la Vallée Étroite
Grande Traversée des Alpes Teil 6: Col de la Vallée Étroite © gipfelwelt.net

Danach wurde der Weg schon deutlich schöner, und ich machte mich an den Aufstieg zum Col de la Vallée Étroite. Dabei geriet ich in ziemlichen Nebel. Doch der Pass ist eine Wetterscheide, und auf der anderen Seite empfing mich somit deutlich besseres Wetter und das Panorama über den gesamten, schroff gezackten Hauptkamm der Thabor-Gruppe.

Hier wechselte ich vom Départe Savoye nach Hautes-Alpes, und auch die Regionsgrenze wird an dieser Stelle der GTA überschritten von Auvergne-Rhône-Alpes zu Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Hinab vom Pass ging es über die schöne Tavernette-Ebene, und weiter an Canyons vorbei, bis ich das Dorf Les Granges de la Vallée Étroite erreichte. Hier gibt es ein paar Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer.

Grande Traversée des Alpes Teil 6: Col des Thures
Grande Traversée des Alpes Teil 6: Col des Thures © gipfelwelt.net

Ich war aber noch ganz gut unterwegs, deswegen entschied ich mich, weiter zu gehen. Also folgte der nächste steile Aufstieg zum Col des Thures, wo sich eine schöne Hochebene befindet und entsprechende Weitblicke bietet.

Sodann ging es noch nach Roubion hinab, einem Ortsteil von Névache, wo ich mich auf dem Campingplatz einquartierte.

Tag 17: Névache – Montgenèvre (6 h)

Grande Traversée des Alpes Teil 6: Col des Thures mit Écrins-Panorama
Grande Traversée des Alpes Teil 6: Col de la Lauze mit Écrins-Panorama © gipfelwelt.net

Ein herrlicher, sonniger Tag erwartete mich am nächsten Wandertag der Grande Traversée des Alpes Teil 6. Von Roubion ging ich zunächst im Clarée-Tal nach Plampinet, einem weiteren Ortsteil der Gemeinde. Von dort folgte der lange Anstieg durch das Opon-Tal, das nach Eroberung der Baumgrenze zu einem wunderschönen Hochtal wird. Anschließend werden kurz hintereinander zwei Pässe überschritten, der Col de Dormilleuse und der Col de la Lauze. Von hier reichen die Blicke bis zu den schneebedeckten Gipfeln im Écrins-Nationalpark, den ich vor einigen Jahren bei einer Zelttour ins Herz geschlossen habe.

Der Abstieg verlief dann recht gemütlich durch das Tal des Rio Secco, den ich auch völlig ausgetrocknet vorfand. In Montgenèvre nahm ich mir dann ein schönes Hotel.

Hier hatte ich die Thabor-Gruppe durchschritten und freute mich auf die nächste Gebirgsgruppe, die Cottischen Alpen mit dem Naturpark Queyras, den ich schon von meiner Hannibal-Trek Alpenüberquerung im letzten Jahr kenne.

GPS-Route Grande Traversée des Alpes

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