Suunto 7 Smartwatch im Test

Suunto 7 Smartwatch
Suunto 7 Smartwatch © gipfelwelt.net

Die schöne, elegante und leichte Suunto 7 Smartwatch im Test für die Outdoor-Navigation. Sie überzeugt in vielen, aber nicht in allen Punkten.

Eigenschaften der Suunto 7

Mit der Preisgestaltung ab 380 Euro gehört die Suunto 7 zu den etwas teureren Smartwatches. Gleich beim Auspacken gefiel mir schon mal das ansprechende, edle Design des wasserdichten Uhrengehäuses aus Edelstahl. Sie ist mit 55 Gramm und den Maßen Maße 5 x 5 x 1,5 cm schön leicht, wenngleich auch etwas dick, und trägt sich entsprechend angenehm am Handgelenk. Das Gummiarmband kann in punkto edlem Design zwar nicht mithalten, ist aber auch sehr trageangenehm und weich, und vor allem unschwitzig.

Suunto 7 Rückseite mit Sensor
Suunto 7 Rückseite mit Sensor © gipfelwelt.net

Der Sensor auf der Rückseite kann die Herzfrequenz messen. Ansonsten sind natürlich alle Sensoren mit an Bord, die man für den Einsatz beim Sport noch so braucht: Kompass, Barometer, Satellitenempfang für GPS, GLONASS, QZSS und BEIDOU und mehr Tools wie Schrittzähler und Kalorienverbrauch.

Für die Nutzung dieser Sensoren und Funktionen ist eine App erforderlich. Das geht entweder mit der kostenlosen Suunto-App oder einer beliebigen Smartwatch-App, die über den Google Play Store verfügbar ist – da die Uhr das Google Betriebssystem nutzt.

Auch die Konnektivität der Smartwatch lässt keine Wünsche offen: Bluetooth, WLAN, NFC-Bezahlfunktion und die Kopplung mit Android-Smartphones gehören zur Ausstattung.

Aufladen der Suunto 7 Smartwatch

Die Suunto 7 sitzt sehr fest auf der magnetischen Ladestation.
Die Suunto 7 sitzt sehr fest auf der magnetischen Ladestation. © gipfelwelt.net

Vor der Nutzung kommt das Aufladen. Wie bei allen Smartwatches ist dafür leider ein extra Ladekabel erforderlich, das sich über USB ans Netzteil anschließen lässt. Das ist hier eine kleine, magnetische Dockingstation, auf der die Uhr fest sitzt – besser als bei der Casio, wo das Kabel auch mal abfallen kann.

Das komplette Aufladen dauert ähnlich lang, also gut 1,5 Stunden.

Bedienung und Steuerung

Die Uhr lässt sich über das Display sowie über die vier Knöpfe mit Schnellzugriff steuern: Der Knopf links oben öffnet die Einstellungen, der rechts oben die Suunto App. Den Knopf rechts in der Mitte und rechts unten kannst du mit Apps deiner Wahl belegen. Da habe ich natürlich Outdooractive hinterlegt und die Taschenlampen-App von Android, die auch auf den Smartphones ist und meine Stirnlampe schon vor geraumer Zeit überflüssig gemacht hat.

Die Suunto App habe ich nicht ausprobiert, sie ist kostenlos und bietet sämtliche Funktionen, die du beim Sport brauchst, angefangen von der Zeitmessung bis hin zur GPS-Navigation mit Open Source-Kartenmaterial.

Für mich ist hingegen wichtig, die Smartwatch plattformübergreifend und herstellerunabhängig nutzen zu können, weil ich meine Touren am Laptop plane und parallel am Smartphone und der Smartwatch navigiere bzw. das Kartenmaterial zur Orientierung nutze. Da fände ich es recht unpraktisch, mehrere Apps verwenden zu müssen. Da die Suunto 7 das Google-Betriebssystem Wear OS hat, ist das hier auch problemlos möglich.

Über das Smartphone lässt sich die Smartwatch unkompliziert mit der Wear OS-App einrichten und koppeln, dabei wird dein Google-Konto auf die Uhr kopiert. Dann kannst du direkt auf der Uhr über den Play Store die Apps deiner Wahl in der Smartwatch-Variante auf die Uhr packen.

Du kannst unter verschiedenen Zifferblättern wählen, und was genau dir dort angezeigt werden soll. Ich habe hier das Datum und den Akkustand gewählt.

Etwas verwundert war ich, dass Updates für das System und die Apps nur installiert werden, wenn die Uhr über das Netzteil an das Stromnetz angeschlossen ist.

Viele Funktionen benötigen keine Kopplung der Uhr ans Telefon. So hat sie autarke WLAN-Konnektivität und Google Pay-Funktion (beides wie im Handy hinterlegt), und auch die Nutzung der Sportapps braucht keine Kopplung.

Die Bedienung der Uhr insgesamt, und im Speziellen mit Outdooractive, geht so im direkten Vergleich mit der Casio WSD-F21HR um einiges geschmeidiger. Sie lädt alles zügiger und das Touch-Display spricht etwas besser an.

Das Einzige, was mir nicht gefällt, ist das recht stark spiegelnde Display. Wenn es sehr hell ist, lässt sich da der Bildschirm manchmal nicht gut erkennen, und man muss mit einer Hand Schatten darüber legen.

Akkulaufzeit der Suunto 7 Smartwatch

Outdooractive-Kartenansicht auf der Suunto 7
Outdooractive-Kartenansicht auf der Suunto 7 © gipfelwelt.net

Die spannendste Frage ist natürlich, wie lange der Akku der Suunto 7 durchhält. Wenn du sie als reine Uhr verwendest, ziemlich lange – dann dürfte es ausreichend sein, sie einmal im Monat aufzuladen, aber nur, sofern das Display nicht dauerhaft eingeschaltet ist. Du kannst einstellen, dass es sich bei Neigen des Handgelenks aktiviert.

Um beim Sport Batterie zu sparen, ist es allerdings sinnvoll, auch die Funktion abzuschalten, dass das Display bei Neigen des Handgelenks aktiviert wird. Denn bei vielen Sportarten ist das Handgelenk ja viel in Bewegung, und dann schaltet sich das Display dauernd unnötig an.

Ist das automatische Aktiveren des Displays ausgeschaltet, so aktivierst du es einfach manuell durch Berühren mit einem Finger. Die Suunto 7 hat wie viele Smartwatches außerdem eine Augenerkennung, sprich wenn du sie streng anguckst, geht das Display auch an.

Ich brauche die Smartwatch ja hauptsächlich zur GPS-Navigation beim Bergwandern. Deswegen ist für mich das K.-O.-Kriterium, wie lange sie im sogenannten Trainingsmodus durchhält, also mit aktiviertem GPS-Modul. Da wird vom Hersteller die Laufzeit mit bis zu 12 Stunden angegeben. Bei Nutzung der Outdooractive-App verbraucht die Suunto 7 etwa 10 Prozent Akku pro Stunde, also kommt das bei mir fast hin. Wenn man zwischendurch noch andere Funktionen nutzt, verkürzt sich das allerdings noch weiter.

Für mich reicht die Akkulaufzeit im Trainingsmodus nicht aus, um die Suunto 7 gegen die Casio WSD-F21HR einzutauschen, die aktuell auf meiner Packliste ist. Die Suunto 7 ist ihr zwar in fast allen anderen Punkten überlegen, schicker, leichter und geschmeidiger in der Bedienung. Aber die Casio hält fast doppelt so lange durch.

Hinweis: Der Hersteller hat mir das Produkt zum Testen geliehen.

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