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Helly Hansen Lifa Active Solen Polo im Test

Helly Hansen Lifa Active Solen Polo im Test
Helly Hansen Lifa Active Solen Polo im Test © gipfelwelt.net

Der Helly Hansen Lifa Active Solen Polo überzeugt im Test als Sportshirt trotz Schwächen vor allem durch den extrem hohen UV-Schutz und den guten Materialmix.

Der Helly Hansen Lifa Active Solen Polo ersetzt das UV-Shirt

Wieder einmal war es eine Auslistung, die eine Änderung auf meiner Packliste für das Ultraleicht-Trekking erforderlich gemacht hat. Denn Arcteryx hat seinen langjährigen Evergreen, das Cormac Crew Shirt, aus dem Sortiment genommen. Das ultraleichte Shirt mit nur 90 Gramm Gewicht wies einen sehr hohen UV-Schutz von 50+ auf und war durch seinen extrem schnell trocknenden hauchdünnen Stoff ein sehr angenehmer Begleiter beim Sport. Generell scheint sich Arcteryx wie auch andere Outdoor-Hersteller vom Thema UV-Schutz zu verabschieden, doch andere Hersteller wie The North Face oder eben Helly Hansen springen erfreulicherweise in die Presche und weiten ihre Produktpalette diesbezüglich eher aus.

Eine Auslistung ist ja immer eine gute Gelegenheit, Produktmerkmale zu überdenken, um idealerweise einen besseren Nachfolger zu finden. So gibt es eine Sache, die mich bei Shirts mit geschlossenem Kragen in den letzten Jahren immer ein bisschen mehr gestört hat, nämlich dass sie eben am Hals anliegen. Ganz früher hatte ich einen Fjällräven-Polo dabei, und die Knopfleiste ist einfach schon sehr angenehm, um gerade bei hoher körperlicher Aktivität und starker Atmung nicht das Gefühl zu haben, abgeschnürt zu werden.

Leider gibt es so gut wie keine Sportshirts mit V-Kragen oder Knopfleiste, und Polohemden wiegen natürlich viel mehr als T-Shirts. Nach Jahren des massiven Materialverzichts auf meiner Packliste bin ich jetzt aber auch in der komfortablen Situation, mir wieder etwas mehr Gewicht gönnen zu können, ohne dass sich das großartig im Rucksack-Tragegewicht bemerkbar macht.

Neben einer schnell trocknenden Kunstfaser war das zweite K.O.-Kriterium für mein neues Sportshirt maximaler UV-Schutz. Und so habe ich als leichtestes derzeit verfügbares Stück den Helly Hansen Lifa Active Solen Polo in der Kurzarm-Variante entdeckt.

Überzeugender Materialmix mit guten Eigenschaften

Helly Hansen Lifa Active Solen Polo Rückseite
Helly Hansen Lifa Active Solen Polo Rückseite © gipfelwelt.net

Das erstaunlich geringe Gewicht von 139 Gramm (ohne Etiketten, Größe M) erreicht der Helly Hansen Life Active Solen Polo durch den eingesetzten Materialmix aus Polyester und etwas Polypropylen. Die negativen Eigenschaften, dass dieser Kunststoff nicht UV-beständig ist und unter Null Grad seine Elastizität verliert, dürften durch die geringe Beimischung zu vernachlässigen sein. Überzeugend sind nämlich seine positiven Effekte. Der Stoff des Poloshirts glänzt durch die Beimischung nicht so wie reiner Polyester und sieht damit fast wie Naturfasern aus, und er ist zumindest bei Plusgraden sehr viel weicher, sodass der Stoff schön fließt. Dadurch ist er auch völlig knitterfrei.

Oft kombinieren Hersteller für Funktionstextilien Polyester mit Polyamid, um den Stoff schöner und geschmeidiger zu machen. Polyamid hat aber eine viel geringere Hitzebeständigkeit als Polypropylen. Für das Trekking bringt es ein Spezialproblem mit sich: Wenn ich das Shirt mit dem Fön trocknen muss, weil es am nächsten Morgen etwa wegen klammer Bergluft noch nicht ganz trocken geworden ist, schmilzt es sehr schnell und kriegt hässliche Stellen oder Löcher. Beim Helly Hansen Lifa Active Solen Polo Shirt ist diese Gefahr dank des Polypropylens deutlich geringer.

In puncto Luftigkeit steht der Materialmix des Helly Hansen Lifa Active Solen Polo Shirt meinem bisherigen Trekkingshirt fast in nichts nach. Klar, das etwas höhere Gewicht macht sich auf der Haut bemerkbar. Aber der Stoff ist ähnlich dünn und trocknet fast genauso schnell, wie ich es gewohnt bin.

Die schöne Optik des Stoffes wird ergänzt durch das schlichte Design mit einem unaufdringlichen Helly-Hansen-Logo auf der Brust. Die Knopfleiste des Helly Hansen Lifa Active Solen Polo Shirt wirkt sehr robust verarbeitet, sodass ich mir wegen abplatzender Knöpfe beim Sport keine Sorgen mache. Endlich ist dafür jetzt mein Hals befreit, indem ich die Knöpfe nach Belieben öffnen kann.

Vor Sonnenstrahlung im Hochgebirge brauche ich mich mit dem Helly Hansen Lifa Active Solen Polo Shirt auch nicht zu fürchten: Laut Herstellerangabe hat es einen UPF 50+ genau wie mein Sundance Sonnenfluid und damit den derzeit höchstmöglichen Schutz.

Eigentlich stört mich im Test nur eine Sache beim Tragekomfort: Der Kragen des Helly Hansen Lifa Active Solen Polo Shirt ist schwerer als der Hauptstoff, vermutlich damit er seine Form gut behält. Dadurch wirkt er am Hals aber etwas schlabbrig und ist in der Bewegung ein kleiner Störfaktor. Da ich viele Jahre lang aber kein Poloshirt beim Sport getragen habe, ist es vielleicht nur eine Umgewöhnung. Dennoch wäre es besser gewesen, am Kragen den gleichen Stoff zu verwenden.

Testergebnis auf einen Blick

Auch wenn das Helly Hansen Lifa Active Polo Shirt ein Mehrgewicht von 45 Gramm gegenüber meinem alten Trekkingshirt bedeutet, was sich bei den standardmäßig drei Exemplaren für Trekkingtouren auf 135 Gramm Gewichtsplus summiert, gönne ich mir dieses Mehrgewicht auf der Ultraleicht-Trekking-Packliste für den verbesserten Komfort. Der Hals ist jetzt endlich wieder frei, der Stoff ist luftig und trocknet sehr schnell. Nur der schwere Kragen stört ein bisschen. Und der UV-Schutz ist auch hier hervorragend.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 06.08.2026 von Raffaele

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