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Patagonia Thermal Airshed Jacket im Test

Patagonia Thermal Airshed Jacket im Test: Vorderseite
Patagonia Thermal Airshed Jacket im Test: Vorderseite © gipfelwelt.net

Absoluter Ultraleicht-Kracher im Test: Die Patagonia Thermal Airshed Isolationsjacke ist mit üppigen 65 Gramm/m2 Kunstfaser gefüttert und wiegt nur 235 Gramm.

Die Marke Patagonia ist für mich seit einer Weile ins Blickfeld gerückt. Zum einen haben sich offenbar die Armlängen geändert, früher waren mir die Jackenärmel immer zu kurz. Zum anderen ist der Hersteller ja sonst eigentlich eher als Hipstermarke bekannt, hat nun allerdings einen verstärten Fokus auf Funktionalität und besonders auch geringes Gewicht seiner Kleidung. Damit werden sie für das Ultraleicht-Trekking interessant, und der Patagonia Micro Puff Hoody hat es so als Isolationsjacke auf meine aktuelle Packliste geschafft.

Dort wie auch bei der Patagonia Thermal Airshed Jacket, die ich jetzt getestet habe, kommt für die Isolation die ziemlich gute hauseigene Plumafill-Kunstfaser zum Einsatz, die erst noch aus recyceltem Polyester besteht. Sie ist von der Isolationskraft der Naturdaune nicht mehr weit weg, und sorgt für das gleiche angenehm mollige Gefühl bei frostigen Temperaturen wie Daunenjacken.

Üppige Bodymapping-Fütterung

Patagonia Thermal Airshed Jacket Rückseite
Patagonia Thermal Airshed Jacket Rückseite © gipfelwelt.net

Die Patagonia Thermal Airshed Jacket ist mir vor allem deswegen ins Auge gesprungen, weil sie trotz der üppigen Fütterung von 65 Gramm/m2 nur auf ein Gewicht von 235 Gramm in Herren Größe M kommt.

65 Gramm Fütterung reichen locker bis in Minusgrade hinein, um dich ausreichend mit Wärme zu versorgen. Dass es Patagonia gelungen ist, für eine so dick gefütterte Isolationsjacke ein Gesamtgewicht im Ultraleicht-Bereich zu erreichen, liegt zum großen Teil am Bodymapping. Der Rücken und die Unterarme sind nicht gefüttert, da du hier am meisten Schweiß produzierst und es beim Sport extrem sinnvoll ist, wenn er dort abdampfen kann. Für eine Sportjacke ist die Isolation in diesen Bereichen also kontraproduktiv und hemmt die sogenannte Atmungsaktivität.

Das Bodymapping spiegelt sich bei meiner Farbvariante auch im Design der Patagonia Thermal Airshed Jacket wider: In der schönen Retro-Colourblock-Optik sind die ungefütterten Bereiche grau eingefärbt und die gefütterten Bereiche grün.

Wenn du die Jacke eher für die Stadt und für nicht so bewegungsintensive Aktivitäten einsetzen möchtest, kommt das Bodymapping an seine Grenzen. Dann solltest du sie mit einem wärmenden Baselayer kombinieren.

Minimalistische Ausstattung der Patagonia Thermal Airshed Jacket

Innenseite der Patagonia Thermal Airshed Jacket mit zwei Innentaschen
Innenseite der Patagonia Thermal Airshed Jacket mit zwei Innentaschen © gipfelwelt.net

Das geringe Gewicht der Isolationsjacke geht nicht zulasten der Ausstattung, auch wenn diese minimalistisch ausfällt. Im Test fand ich es erst mal sehr ungewöhnlich, dass keine Außentaschen angebracht sind. Ich habe mich aber total schnell daran gewöhnt. Denn sowohl auf der rechten als auf der linken Innenseite verfügt die Patagonia Airshed Jacket über eine Tasche. Die rechte hat einen Reißverschluss etwa für Wertgegenstände, die linke einen Gummizug, der ebenfalls gut vor Herausfallen schützt. Beide Taschen fallen sehr großzügig aus, auch das Smartphone findet problemlos Platz.

Die Jacke stellt mich bislang sehr zufrieden, auch wenn ich den echten Test bei Kälte jetzt im August natürlich noch nicht machen kann. Aber die Ausstattung, das raschelarme Stretch-Material und die trotz üppiger Fütterung schön dünne Hauptlage machen sie zu einem tollen Begleiter bei leichten bis starken körperlichen Aktivitäten. Der Stehkragen gefällt mir auch sehr gut. So wird der Hals fest umschlossen und eine Kältebrücke vermieden. Der Reißverschluss könnte vielleicht etwas leichtgängier sein, er hängt auch beim Beginn des Stehkragens ein bisschen, lässt sich aber mit einer Hand bedienen.

Auf meine Packliste zum Bergwandern schafft die Patagonia Thermal Airshed es nur deswegen nicht, weil sie keine Kapuze hat. Die brauche ich in den eiskalten Bergnächten auf meinen Touren aber unbedingt. Auch habe ich da lieber eine Jacke ohne Bodymapping-Design dabei, weil es abends auf dem Zeltplatz doch sehr frostig wird und ich dann ja nicht mehr in Bewegung bin.

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