Schuhpflege mit Tierowa Intensive Lederpflege

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Tierowa Lederpflege
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Geht es um die Pflege von (Wander)Schuhen mit Obermaterial aus Glattleder, kann die Tierowa Lederpflege Vieles wieder ins Lot bringen.

Leder wird durch Nässe und andere Außenwirkungen mit der Zeit spröde und trocken, und es kommt gern an den Knickstellen der Schuhkuppe zu Rissen. Daher bedarf es bei Schuhen mit Obermaterial aus Leder einer gewissen Pflege, und sie sollten imprägniert werden, um das Leder vor Nässe zu schützen und dessen Lebensdauer zu erhöhen. Seit einigen Jahren benutze ich dafür diese Lederpflege, gerade auch für Wanderschuhe, die ja oftmals Leder als Obermaterial haben und außerdem hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind.

Die Inhaltsstoffe

Bei der Pflege von Lederschuhen scheiden sich die Geister, manche schwören auf Wachs, andere auf Öl. Von beidem etwas kriegt man mit der “Tierowa Intensive Lederpflege”. Die Paste besteht aus einer Wachs-/Ölmischung und das Ergebnis ist ein Produkt mit weicher, aber nicht flüssiger Konsistenz. Also es erinnert dadurch eher an Wachs als an Öl.

Die Lederpflege hat folgende Inhaltsstoffe, wie mir der Hersteller auf Anfrage mitteilte:

  • Distel-, Oliven-, Sonnenblumen- und Leinöl, zum Teil gehärtet
  • Synthetisches Öl und Mineralöl in verschiedenen Viskositäten
  • Woll-, Bienen-, Mineral-, Palm- und Zuckerrohrwachs
  • Lösemittel Testbenzin
  • je nach Martktlage können Zutaten weggelassen oder durch andere ersetzt werden

Die Anwendung

  1. Der Schuh sollte zuvor mit warmem Wasser gereinigt worden und vollständig getrocknet sein. Die Schuhbändel am besten abmachen, da sie sonst von der Lederpflege etwas eingesaut werden und man das Zeug dann jedes Mal beim Schuhe binden an den Fingern hat.
  2. Die Tierowa-Paste kannst du mit einem Lappen, einer alten Zahnbürste oder etwas Vergleichbarem in den Schuh einmassieren. Am praktischsten finde ich die Version aus der Tube, da hier das Auftragen auf einen Lappen entfällt. Man quetscht die gewünschte Menge einfach direkt auf den Schuh und verstreicht alles ordentlich bis in die letzten Ritzen. Es genügt eine geringe Menge Tierowa Intensive Lederpflege, bzw. sollte man erst mal nur ein bisschen auftragen und schauen, wie viel das Leder aufnimmt. Wenn es “hungrig” ist, was besonders an beschädigten Stellen der Fall ist, dann mehr auftragen. Wenn zu viel aufgetragen wird, dann verbleibt es auf der Lederoberfläche und kann eine Sauerei veranstalten. Deswegen lieber erst sparsam auftragen und nur falls nötig noch nachlegen.
  3. Die Tierowa Intensive Lederpflege einige Stunden einziehen lassen.
  4. Mit einer Schuhbürste oder einem Lappen den Schuh “versiegeln”, also polieren und dabei ggf. überschüssiges Tierowa entfernen. Geschafft! Der etwas muffige Geruch verfliegt mit der Zeit.

Der Effekt

Die Behandlung mit Tierowa Intensive Lederpflege führt zu einer optischen Abdunkelung des Leders. Dafür sieht der Schuh aber auch wieder wie neu aus.

Achtung: Die Beschaffenheit und das Aussehen von aufgerauhten Ledern, also vor allem auch Wildleder/Veloursleder, wird durch die Behandlung mit Tierowa stark verändert. Die Schuhe kriegen dadurch das Aussehen von Glattleder und werden unter Umständen speckig. Für solche Obermaterialien kann man das veränderte Aussehen entweder in Kauf nehmen, oder nur ein Imprägnierspray wie Nikwax verwenden.

Neben dem pflegenden Effekt werden die Schuhe durch diese Paste leicht schmutzabweisend und stark wasserabweisend imprägniert. Nach meiner Erfahrung hält ein behandelter Schuh locker zwei Stunden auch starkem Regen stand, irgendwann ist dann aber Schluss und Wasser dringt durch – außer natürlich der Schuh hat eine wasserdichte Membran, etwa aus Gore-Tex. Einer solchen Membran schadet Tierowa im Übrigen überhaupt nicht, da es eigentlich nicht durch das Obermaterial bis zur Membran eindringen kann. Diese Gefahr ist eher bei reinen Ölen gegeben, Tierowa ist von der Konsistenz aber recht fest.

Die Imprägnierung der Schuhe mit der Paste muss regelmäßig erneuert werden, natürlich in Abhängigkeit der Intensität der Einsätze. Bei normalen Straßenschuhen ist das vielleicht einmal im Jahr erforderlich, bei Wanderschuhen schon alle drei, vier Einsätze.

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