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Havelkanal-Wanderung

Havelkanal-Wanderung: Wildes Ufer bei Alt-Brieselang
Havelkanal-Wanderung: Wildes Ufer bei Alt-Brieselang © gipfelwelt.net

Die Havelkanal-Wanderung ist eine leichte Wanderung durch die teilweise recht wilden und einsamen schönen Auen des Kanals von Brieselang nach Hennigsdorf.

Die drei Flüsse und ihre zahlreichen Kanäle, in erster Linie als Wasserstraßen angelegt, sind sicher die wichtigsten Ausgangspunkte für Mikroabenteuer im Berliner Stadtgebiet und der nächsten Umgebung.

Was die Kanäle angeht, hatte ich auf meiner schönen Teltowkanal-Radtour schon mal die wichtige Ost-West-Verbindung im Berliner Süden erkundet. Diesmal habe ich mich dem Havelkanal gewidmet, der zur Umfahrung des Berliner und Potsdamer Stadtgebietes angelegt worden ist.

Für meine Havelkanal-Wanderung beschränkte ich mich auf die erste Hälfte des Kanals. Denn die zweite Hälfte verläuft zum einen in nächster Nähe der Autobahn A10, und zum anderen ist die Region bei Ketzin, wo der Kanal wieder in die Havel mündet, nur sehr aufwändig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Also startete ich die Havelkanal-Wanderung in Brieselang, wo der Kanal sich von der Autobahn entfernt, und lief flussaufwärts bis zum Beginn in Hennigsdorf. So hat die Tour auch eine angenehme Länge zum Wandern, die sich gut für einen Tagesausflug realisieren lässt.

Ich war angenehm überrascht von dem größtenteils einsamen Weg auf der Havelkanal-Wanderung, der sich bis auf das Ende auch weitestgehend selbst überlassen ist und so für ein wildes Naturerlebnis sorgt. Die Auenlandschaft ist auch über weite Strecken recht schön. Die Idylle auf der Havelkanal-Wanderung ist aber auch etwas eingeschränkt durch Strommasten, ein paar stark befahrene Brücken und die für die Schifffahrt erforderlichen Bebauungen.

Insgesamt hat es mir großen Spaß gemacht, mich die Uferwege des Havelkanals entlang treiben zu lassen. Die Havelkanal-Wanderung war wirklich ein schönes Mikroabenteuer.

Dauer und Schwierigkeitsgrad

Für diese leichte Wanderung mit gut 24 Kilometern Länge solltest du 4,5 bis 6 Stunden einplanen.

Die meiste Zeit führt meine Havelkanal-Wanderung über guten Feld- und Waldweg. Es gibt kurze Abschnitte auf Asphalt und zwei Treppen.

Als Radtour finde ich die Strecke nicht so geeignet, da besonders im ersten Teil die Wege recht schmal und holprig oder auch sehr weich sind. Außerdem gibt es viel herabhängendes und herumliegendes Geäst.

Start und Ziel

Der Startpunkt meiner Havelkanal-Wanderung am Bahnhof Brieselang lässt sich aus Berlin bestens mit dem Regionalzug RB10 erreichen, der unter anderem am Südkreuz und am Hauptbahnhof hält. Er gehört noch zum Tarifbereich C.

Der Zielpunkt ist der Bahnhof Hennigsdorf, von dem du mit der S25 oder dem Regio RE6 schnell in die Stadt zurück gelangst.

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Brieselang folgte ich erst mal der Straße nach Nordwesten zum Kanalufer. Dann ging es rechts nach Norden auf Waldweg direkt am Wasser entlang los.

Bei der ersten Brücke wechselte ich das Ufer, da der Weg im nächsten Abschnitt nur (orographisch) rechts direkt am Wasser läuft. Direkt nach der Brücke bog ich scharf rechts auf einen Trampelpfad ab, der zum Ufer führt.

Havelkanal-Wanderung: Kiessee bei Brieselang
Havelkanal-Wanderung: Kiessee bei Brieselang © gipfelwelt.net

Bald erreichte ich den erstaunlich wilden Kiessee mit dichtem Schilf und vielen Wasservögeln. Hier biegt der Havelkanal nach Osten ab und es folgte ein weiterer wilder Abschnitt mit ein paar umgestürzten Bäumen.

Havelkanal-Wanderung: Wildnis hinter Brieselang
Havelkanal-Wanderung: Wildnis hinter Brieselang © gipfelwelt.net

In Alt-Brieselang musste ich eine Straße überqueren, da das Ufer hier gesperrt ist. Dann ging es leider erst mal unter Strommasten, aber abgesehen davon weiter landschaftlich schön, wieder am Wasser lang.

Havelkanal-Wanderung: Alte Schleuse
Havelkanal-Wanderung: Alte Schleuse © gipfelwelt.net

Hier wurde die Landschaft etwas weitläufiger mit Blick über die Felder. Bald hatte ich die Stromleitung hinter mir gelassen und es war jetzt ein richtig schöner Abschnitt auf der Havelkanal- Wanderung.

Prairiestimmung auf der Havelkanal-Wanderung
Prairiestimmung auf der Havelkanal-Wanderung © gipfelwelt.net

Die nicht mehr genutzten Anlagen für Schifffahrt und Straßenbau, viele kleine Schleusen und der Blick über die wilden Gräser sorgten für ein prairieartiges Landschaftsbild.

Schleuse Schönwalde, Havelkanal-Wanderung
Schleuse Schönwalde, Havelkanal-Wanderung © gipfelwelt.net

Nach Unterqueren einer Bahnlinie gelangte ich zur Schleuse Schönwalde, wo es wieder erforderlich war, den Havelkanal zu überqueren.

Danach ist das Ufer bewaldet, aber auch hier ein sehr reizvoller Weg. Es trieb etwas Eis im Wasser und sorgte für eine ganz besondere Atmosphäre.

Havelkanal-Wanderung: Treibendes Eis
Havelkanal-Wanderung: Treibendes Eis © gipfelwelt.net

Nach Überqueren der Falkenseer Straße bei einer Brücke folgte ich weiter der (orographisch) linken Seite des Kanals. Auf der anderen Seite ist eine kleine Teerstraße, die bei Radfahrern sehr beliebt ist. Der Weg auf der linken Seite ist hingegen anfangs immer noch recht einsam, und vor allem ungeteert. Nun lichtete sich der Wald, und es folgte ein weiterer idyllischer Abschnitt der Havelkanal-Wanderung mit Blick über die Felder. Kurz vor Nieder Neuendorf gelangte ich in den Wald, und hier war jetzt ein bisschen mehr los.

Havelkanal-Wanderung: Yachthafen Nieder Neuendorf
Havelkanal-Wanderung: Yachthafen Nieder Neuendorf © gipfelwelt.net

Ich querte den Yachthafen in Nieder Neuendorf und gelangte über Schleichwege zu einer Metalltreppe auf die große Brücke. Auch auf der anderen Seite der Brücke konnte ich eine Metalltreppe nehmen.

Havelkanal-Wanderung: Abfluss in Hennigsdorf
Havelkanal-Wanderung: Abfluss in Hennigsdorf © gipfelwelt.net

Jetzt konnte ich ausgiebig den Abfluss des Havelkanals mit der schönen weit auslaufenden Havellandschaft genießen. Nun folgte ich noch dem Havelufer auf dem Mauerweg bis nach Hennigsdorf. Diesen Abschnitt kannte ich schon von meiner Berliner Nordwesten Radtour. Der Stadthafen Hennigsdorf bot einen schönen Abschluss, bevor es auf Straßen zum Bahnhof Hennigsdorf ging.

GPS-Route Havelkanal-Wanderung

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