Ortlieb Light-Pack Two Rucksack im Test

Ortlieb Light-Pack Two Rucksack
Ortlieb Light-Pack Two Rucksack © gipfelwelt.net

Der wasserdichte und ultraleichte Ortlieb Light-Pack Two Rucksack Test: Das Daypack ist das leichteste Modell im Ortlieb Sortiment und ich habe es ausprobiert.

Noch vor einigen Jahren war es gar nicht so leicht, wasserdichte Rucksäcke zu finden. Zum Bergwandern und bei Radtouren ist das eine recht unverzichtbare Voraussetzung für einen guten Schutz der Artikel auf der Packliste. Vor allem wenn man auf Trekkingtouren mehrere Tage unterwegs ist und somit auch jedes Wetter mitnimmt, sollten die Rucksäcke und Packtaschen schon wasserdicht sein.

Die großen Rucksack-Hersteller bedachten uns mit diesen albernen Regenhüllen, die wir dann hektisch über die Rucksäcke stülpen mussten, wenn es unterwegs anfing zu regnen. Aber warum? Das ist nicht nur völlig unpraktisch und man muss mit diesen Regenhüllen mehr Ballast mit herumschleppen. Beim Gepäck sind die Anforderungen doch auch viel geringer an wasserdichtes Material, weil beispielsweise die Atmungsaktivität keine Rolle spielt, die bei Kleidung hingegen eine große Herausforderung ist.

Die Marke Ortlieb

So langsam setzt sich wasserdichtes Material auch bei Rucksäcken durch. Die bayerische Marke Ortlieb hat dabei eine kleine Vorreiterrolle. Alle Taschen und Rucksäcke der noch recht jungen Marke waren nämlich von Anfang an wasserdicht. Sehr sympathisch finde ich auch, dass Ortlieb komplett in Deutschland entwickelt und produziert und eine fünfjährige Garantie auf Verarbeitungsfehler bietet.

Vor einiger Zeit hatte ich schon mal einen Rucksack von Ortlieb im Einsatz, der allerdings ein bisschen schwer war. Außerdem habe ich durch stetige Optimierung meiner Packliste im Sinne des Ultraleicht-Trekking ein so geringes Packvolumen erreicht, dass mir mittlerweile ein kleinerer Rucksack reicht.

Ortlieb Light-Pack Two: Ultraleichter Tagesrucksack

Netztasche zum Verstauen des Ortlieb Light-Pack Two Rucksacks
Netztasche zum Verstauen des Ortlieb Light-Pack Two Rucksacks © gipfelwelt.net

Ultraleicht ist auch dieses neue Modell von Ortlieb, der aktuell leichteste Rucksack des Herstellers. Mit 25 Litern Volumen zwar etwas zu klein für Mehrtagestouren, aber für eintägige Wanderungen eine spannende Option. Auch für die Skipiste finde ich diesen Rucksack eine attraktive Option, da er wasserdicht, leicht und kompakt ist und dadurch auf dem Skilift nicht so stört.

Dieses Daypack hat nämlich nur 330 Gramm Leergewicht. Die Außenmaße fallen mit 47 x 26 x 15,5 cm recht kompakt aus, für sehr große Menschen ist er vielleicht etwas kurz.

Die kompakten Maße haben dafür den Vorteil, dass der Ortlieb Light-Pack Two bei Nichtgebrauch flach wie eine Flunder im Schrank oder höchst platzsparend im mitgelieferten Netzbeutel verstaut werden kann.

Wie wasserdicht ist das Material?

Ortlieb Light-Pack Two Träger
Ortlieb Light-Pack Two Träger © gipfelwelt.net

Beim Ortlieb Light-Pack Two Test habe ich den Rucksack natürlich hinsichtlich seines Wasserschutzes geprüft, der für mich ein Hauptargument für dieses Produkt ist. Er ist wasserdicht gemäß der international normierten IP Schutzklasse 64. Die Ziffern stehen für “staubdicht” und “Schutz gegen Spritzwasser”. Das ist zwar kein extrem hoher Wasserschutz, reicht aber für Wandertouren vollkommen aus.

Meinen Beregungstest in der Dusche steckte der Rucksack auf jeden Fall locker weg. Die Schultergurte und der Brustgurt saugen sich natürlich schon mit Wasser voll, sind aber aus so dünnem und leichtem Material, dass sie auch recht schnell wieder trocknen.

Wickelrand des Ortlieb Light-Pack Two Rucksacks
Wickelrand des Ortlieb Light-Pack Two Rucksacks © gipfelwelt.net

Beim Beregungstest bewies der Rollverschluss auch, dass er absolut verlässlich schützt, wenn man ihn richtig verschließt. Das erfordert vielleicht ein klein wenig Übung. Der Wickelrand hat eine Art Gummilippe, die man einfach bis zum gewünschen Grad aufrollt. Wenn der Rucksack nicht so voll ist, kannst du ihn entsprechend weiter aufrollen. Dabei musst du darauf achten, dass du die Luft vorher rauspresst, weil du sonst ein Luftkissen erzeugst.

Das Nylon-Material des Daypacks ist recht dünn und nachgiebig, sodass es sich relativ leicht aufwickeln lässt. Allerdings raschelt es auch recht laut.

Ich kenne das Prinzip des Rollverschlusses schon gut von meinen altbewährten wasserdichten Sea to Summit Packsäcken, die ich zum Sortieren der Sachen im Rucksack verwende.

Robuste Elemente, eingeschränkte Tourentauglichkeit

Außentasche Ortlieb Light-Pack Two
Außentasche Ortlieb Light-Pack Two © gipfelwelt.net

Mit dem Wickelverschluss klappt es auch deswegen problemlos, weil es sich hier um einen Ein-Kammern-Rucksack handelt. Er hat nur ein großes Hauptfach, sodass beim Aufwickeln auch nichts im Weg ist. Für das Bergwandern ist das meiner Meinung nach auch am praktischsten, da ich meinen Kram ja selbst mit Packsäcken sortiere, und vorgegebene Fächer daher nur stören würden.

Ansonsten gibt es nur zwei kleine Mesh-Außentaschen, die sehr robust verarbeitet sind. Meine große Trinkflasche hat darin keinen Platz, eine Halbliterflasche solltest du hier aber verstauen können. Hinter dem ebenfall sehr robust wirkenden Kordelzug an der Vorderseite kannst du auch ein paar Dinge verstauen, zum Beispiel wenn du dein Handtuch trocknen möchstest.

Träger, Brustgurt und Hüftgurt des Ortlieb Light-Pack Two
Träger, Brustgurt und Hüftgurt des Ortlieb Light-Pack Two © gipfelwelt.net

Auch die weiteren Details des Ortlieb Light-Pack Two machen einen sehr langlebigen Eindruck, obwohl zur Gewichtsersparnis das Material sehr sparsam verarbeitet wurde. So sind die Träger aus Mesh, das hilft auch dabei, dass sie beim Tragen nicht ganz so schwitzig sind. Sie haben allerdings keine Polsterung, genauso wenig wie der Hüftgurt. Das bringt für den Einsatz beim Wandern eine gewisse Einschränkung mit sich, weil dann besonders bei viel Gepäck die Gefahr besteht, dass sie anfangen zu drücken.

Auf ein Rückenpolster wurde ebenfalls verzichtet, sodass der Rucksack keine Stabilität hat. Das ist dann wiederum bei wenig Gepäck für das Wandern eine kleine Einschränkung. Wenn er nur teilweise befüllt ist, hängt er zu tief am Rücken, sodass es irgendwann anfangen könnte, zu drücken. Aber zumindest hat der Rucksack auch mit wenig Gepäck einen festen Stand, sodass du ihn bei der Wanderpause bequem abstellen kannst.

Das Einzige, wo ich mit Verschleiß rechne, ist das Gummimaterial, das für die Fixierung der Seitentaschen und der Halterungen an den Schulterträgern verwendet wurde. Es hat keine verschweißten Ränder und könnten irgendwann anfangen, auszufransen.

Hinweis: Der Hersteller hat mir den Artikel zum Testen zur Verfügung gestellt.

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