Collado de Pietramula

Weißes Panorama am Collado de Pietramula
Weißes Panorama am Collado de Pietramula © gipfelwelt.net

Schöne Wanderung in den spanischen Pyrenäen auf dem GR 11 vom Valle de Pineta bis Collado de Pietramula. Panoramablicke auf Monte Perdido-Massiv und Schlucht.

Mein kurzer Herbstaufenthalt in der Region des Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den spanischen Pyrenäen begann mit einem kleinen Schrecken. Zwar sind die Pyrenäen wettertechnisch um einiges günstiger gelegen als die Alpen, auch jetzt im Oktober noch mit sehr langen Tagen mit intensivem Sonnenschein bis gegen 19h. Dennoch war es bereits sehr kalt geworden und es hatte ab etwa 2.000 m Höhe schon ordentlich eingeschneit.

Eigentlich hatte ich eine Zelttour in noch höheren Lagen geplant, das fiel schon mal flach. Mit normaler Wanderausrüstung wurde es oberhalb von etwa 2.200 m zu beschwerlich und zu gefährlich, auch weil der frische Schnee recht locker und rutschig war.

Um mich erst mal mit diesem Klima vertraut zu machen, führte mich meine erste Tour an der Nationalparkgrenze im Valle Pineta ein Stück weit auf dem GR 11 entlang über schneeärmere Südhänge bis zum Pass Collado de Pietramula.

Der GR 11 ist sehr gut rot-weiß markiert und ausgeschildert.

Für die Strecke hin und zurück brauchte ich witterungsbedingt etwa fünf Stunden. Ich würde sie wegen der steilen Passagen als mittelschwer einstufen.

Los ging es vom Parkplatz am Ende des Valle de Pineta durch Wald steil hinauf, einen Fahrweg kreuzend, bis zur schönen Hochebene LLanos de la Larri.

LLanos de la Larri
LLanos de la Larri © gipfelwelt.net

Nach einem weiteren steilen Waldstück, hier schon mit eingem Schnee, über sanfte Hügel auf den Pico de la Estiva zu. Traumhaftes Panorama: Hinter mir das Monte Perdido-Massiv mit Gletscher, rechts neben mir der lang gestreckte Canyon des Pinetatals. Einige Pyrenäen-Gämse tummelten sich auf den Wiesen.

Blick zurück auf das vergletscherte Monte Perdido-Massiv
Blick zurück auf das vergletscherte Monte Perdido-Massiv © gipfelwelt.net

Nach Passieren einer weiteren Fahrstraße und des Pico de la Estiva (2.124 m) knapp unterhalb des Gipfels erreichte ich eine weitere Hochebene, auf der größtenteils Schnee lag. Bei den paar Grasflecken ästen weitere unzählige Pyrenäen-Gämse.

Pyrenäen-Gams vor den Canyons des Valle Pieta
Pyrenäen-Gams vor dem Canyon des Valle Pieta © gipfelwelt.net

Noch ein kleiner Anstieg bis zum Collado de Pietramula, der nun den Blick auf den stark eingeschneiten Nordhang freigab.

Collado de Pietramula mit Comodoto
Collado de Pietramula mit Comodoto © gipfelwelt.net

Die eigentlich obligatorische Gipfelbesteigung des rechts darüber thronenden leichten Comodoto ließ ich sein, weil ich dazu mehrere Schneefelder auf desse Ostflanke hätte queren müssen. Einmal auf einem Schneefeld in den Pyrenäen abstürzen reicht für ein Leben. Ich sah einige Leute auf dem Gipfel, die wohl von Süden her mit weniger Schnee aufgestiegen sind. Ich hingegen war vernünftig und marschierte vom Collado de Pietramula nach ausgiebigem Genuss des Panoramas über die weiße Wunderwelt wieder zum Parkplatz zurück.

GPS-Route Collado de Pietramula

Meine kostenlose GPS-Route kannst du bei Outdooractive herunterladen:

Raffaele ist Autor der Gipfelwelt. Passonierter Bergwanderer, Tourengeher, Ultraleicht-Trekking-Fan, Ausrüstungs- und Bekleidungstester.
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