Zum Inhalt springen

Warum ich Flughafen-Lounges mit Lounge Pass buche

Lounge Pass im Test: Flughafen-Lounges weltweit günstig buchen
Lounge Pass im Test: Flughafen-Lounges weltweit günstig buchen © gipfelwelt.net

Lounge Pass bietet weltweit günstig Zugang zu Airport-Lounges. Ob es dann auch reibungslos klappt, hängt allerdings vom jeweiligen Flughafen ab. Mein Test.

Bergtouren sind entbehrungsreich und bringen oft auch so manche Strapaze mit sich. Da muss die Reise vom und zum Tourenziel ja nicht auch strapaziös werden. Mit zunehmendem Alter schätze ich doch immer mehr den Komfort auf Reisen.

Speziell bei Flugreisen warten Lounges mit so mancher Annehmlichkeit auf: Du musst nicht mit den Massen draußen in der großen Halle warten, sondern kannst in Ruhe vor dem Abflug entspannen. Ein bequemer Sitzplatz, gutes Internet und vor allem Essen und Trinken so viel du willst sind im Eintritt inklusive. Meistens gibt es sowohl warme als auch kalte Speisen und Getränke und auch Alkoholika.

VIP oder nicht?

So weit die Theorie. In der Praxis werden dir beim Thema Loungezugang einige Steine in den Weg gelegt. Das fängt schon an bei dem VIP-Bohei, das darum gemacht wird. Ihren Ursprung haben sie schließlich bei den Business- und First Class-Ticketinhabern, die seit jeher Loungezugang erhalten, aber eben auch ein Vielfaches für ihre Tickets zahlen. Dafür haben die Airlines an den großen Flughäfen ihre eigenen Lounges eingerichtet. Für Promis und Personen des öffentlichen Lebens, die abgeschirmt sein möchten, werden des Weiteren Privatlounges angeboten, die dann aber auch saftige Preise haben. Es gibt aber auch an jedem Flughafen ein, zwei Lounges, die Airline-unabhängig direkt vom Flughafen betrieben werden.

Wie du nun für die Airline-unabhängigen Lounges Zugang erhältst, wird höchst unterschiedlich gehandhabt. Die Billigflieger haben mittlerweile die zahlungskräftige Klientel entdeckt und packen es dir mit in einen Premiumtarif hinein. Manchmal verkaufen die Flughäfen selbst Loungepässe über ihre Webseiten oder über Tourismusportale, dort aber oft stark limitiert und man muss sich weit im Voraus festlegen. Und die Eintritte sind Teil von zahlreichen Kundenbindungsaktionen wie Vielfliegerprogrammen oder Premium-Kreditkarten, womit man dann für wenig bis keine Gebühren in die Lounge darf.

Dragonpass und Priority Pass

Wenn all das nicht zutrifft, dann gibt es noch zwei Player, die dir Loungezugang ermöglichen: Dragonpass und Priority Pass. Du kannst bei ihnen eine Mitgliedschaft abschließen, die je nach Höhe der Grundgebühr eine bestimmte Anzahl oder auch alle Loungebesuche in einem Jahr beinhaltet. Diese beiden Anbieter stehen übrigens faktisch oft auch bei den Kundenbindungsprogrammen dahinter, um die Loungezugänge zu koordinieren und abzuwickeln.

Die Mitgliedschaften lohnen sich allerdings nur für Vielflieger, da die Gebühren ziemlich saftig sind. Wenn du so wie ich eher zwei, drei Flugreisen pro Jahr machst, ist das wohl kaum eine Option. Besonders weil man ja auch gar nicht immer das Bedürfnis hat, in eine Lounge zu gehen. Also habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, wo ich einigermaßen günstig einzelne Loungezugänge kaufen kann.

Der Test mit Lounge Pass

Im Endeffekt habe ich also zwei, drei Mal im Jahr den Wunsch, lange Wartezeiten am Flughafen in einer Lounge zu überbrücken. Das ist vor allem bei der Rückreise nach Berlin der Fall, wenn ich eh früh am Abflug-Airport bin. Über Tourismusportale klappt es regelmäßig nicht, spontan einen Loungezugang zu buchen, da diese anscheinend nur sehr kleine Kontingente haben.

Grandioserweise macht Priority Pass sich selbst Konkurrenz, und zwar mit seinem Portal Lounge Pass! Hier kannst du nämlich ganz ohne Mitgliedsgebühr weltweit Loungezugang buchen. Laut Eigenangaben ist dies derzeit in 100 Ländern an 350 Flughäfen möglich, und es geht ab 16 Euro los. Das habe ich jetzt selbst einfach ausprobiert.

Im Schnitt liegen die Eintrittspreise so bei 30 Euro, aber auch das ist ja im Prinzip sehr wenig gemessen an den Verpflegungspreisen am Flughafen, ohne dass du deinen ruhigen Sitzplatz in der Lounge hast. Der größte Unterschied zum Priority Pass ist, dass du beim Lounge Pass null Bequemlichkeit inklusive hast. Es gibt keine App, du kannst dich nicht mal registrieren, sondern musst jedes Mal alles wieder neu ausfüllen. Nach der Buchung kriegst du von Lounge Pass ein PDF mit einem QR-Code, den du dir streng genommen sogar noch ausdrucken müsstest.

Bei meinem Lounge Pass Test habe ich mich dem Ausdrucken bislang erfolgreich verweigert. Das ist ja jetzt wirklich nicht zeitgemäß und im Urlaub auch oft nicht möglich. Es hat sich bislang auch noch keiner beschwert und ich konnte die Lounges auch mit PDF betreten. Allerdings scheint Lounge Pass als Anbieter nicht sonderlich bekannt zu sein, sodass ich oft in große Augen blicke.

Sehr positiv hervorzuheben ist, dass sich der Zugang mit Lounge Pass wirklich völlig spontan und auf die letzte Minute buchen lässt. Auch das angegebene Zeitfenster (meist drei Stunden) ist eher theoretisch zu verstehen, es interessiert eigentlich keinen. Gerade in den aktuell sehr chaotischen Zeiten am Flughafen kam ich auch schon zwei Stunden später als geplant an, ohne Probleme zu bekommen.

Höchst unterschiedliche Flughafenorganisation

Was mir noch am ehesten einen Strich durch den entspannten Aufenthalt in der Lounge macht, sind die Flughäfen. Die Airport-unabhängigen Lounges werden ja in der Regel direkt vom Flughafen betrieben. Da ist der Standard aber höchst uneinheitlich. Wirklich gutes Essen ist die Ausnahme, in der Regel ist alles bis hin zum Salat abgepackt und kommt aus irgendwelchen Großfabriken, und so schmeckt es dann auch. Das beste finde ich eigentlich die große Getränkeauswahl, und dass ich in einem bequemen Sessel rumlümmeln kann, bis es Zeit ist ans Terminal zu gehen.

Ein Problem ist auch die Flugafen-Organisation an sich. Schön wenn ich einen Lounge Pass gebucht habe, aber schade, wenn ich wegen der Regularien erst zwei Stunden vor Abflug durch die Sicherheitskontrolle darf. Die Lounges befinden sich natürlich immer hinter den Sicherheitskontrollen. Aber bis ich dann da angekommen bin, reicht die Zeit so kaum für einen gemütlichen Aufenthalt, wenn ich meinen Flug nicht verpassen will.

Das Schärfte ist mir nach meiner Peloponnes-Durchquerung am Flughafen Athen passiert. Mein Flug ging von einem anderen Gebäudeteil als dort, wo die Lounge war. Dieser Bereich hat aber eine eigene Sicherheitskontrolle! Erst wollte man mich nicht reinlassen, da mein Flugticket ja nicht für diesen Gebäudeteil galt. Und dann musste ich mich ziemlich abhetzen, weil ja nochmals eine Sicherheitskontrolle anstand, um dann zum Terminal zu gelangen.

Also unterm Strich brauche ich für ein wirklich entspanntes Erlebnis mit Lounge Pass wohl noch ein paar Erfahrungswerte. Mit der Zeit hat man ja dann auch immer besser raus, wo in den Flughäfen die Lounges sich verstecken und was für Fallstricke bei der Einlasskontrolle und dem Security Check lauern. Für meine Bedürfnisse ist das Angebot von Lounge Pass auf jeden Fall sehr passend: Gelegentlich spontan einen günstigen Lounge-Zugang buchen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu.