Grande Traversée des Alpes Teil 8 Seealpen

Grande Traversée des Alpes Teil 8: Barre de Sallevieille, Nationalpark Mercantour
Grande Traversée des Alpes Teil 8: Barre de Sallevieille, Nationalpark Mercantour © gipfelwelt.net

Grande Traversée des Alpes Teil 8: Seealpen. Von Larche durch den Nationalpark Mercantour über die Barre de Sallevieille und Portes de Longon und weiter nach Saint-Dalmas.

Im Sommer 2021 habe ich die Grande Traversée des Alpes (GTA), den südlichsten Teil des Fernwanderwegs GR 5 durch die französischen Alpen, absolviert. Diese Alpendurchquerung führt vom Genfer See nach Nizza durch verschiedene Regionen der Westalpen bis ans Mittelmeer.

In meinem Bericht von der Grande Traversée des Alpes Teil 8 geht es nun um die ersten Tage in den Seealpen auf dieser Fernwanderung. Mit jeder Gebirgsgruppe, die ich gequert habe, wurde das Klima milder, die Vegetation karger und das Gestein der Berge rauher.

In den Seealpen nun, nicht mehr allzu weit weg von der Mittelmeerküste, konnte von mild nicht mehr die Rede sein. Eher war es affenheiß, und wenn doch einmal ein kleiner Schauer herunter kam, empfand ich ihn als angenehme Erfrischung.

Die Berge waren nun noch schroffer als in den Cottischen Alpen, mit verrückten Abbruchkanten und Felsformationen, ausgewaschenen Canyons und trockenen, steinbruchartige Flussläufen. Entsprechend waren auch viele Wanderwege staubtrocken und durch den darauf befindlichen Kies ziemlich rutschig.

Auch die Vegetation veränderte sich hier wieder ein bisschen. Viele Stachelpflanzen, angefangen bei der Brennnessel, sowie Lavendel und andere Alpenkräuter machten sich breit.

Tag 22: Larche – Saint-Dalmas-le-Selvage (8 h)

Grande Traversée des Alpes Teil 8: Lac du Lauzanier, Nationalpark Mercantour
Grande Traversée des Alpes Teil 8: Lac du Lauzanier, Nationalpark Mercantour © gipfelwelt.net

Grande Traversée des Alpes Teil 8: Seealpen. Von Larche durch den Nationalpark Mercantour über die Barre de Sallevieille und Portes de Longon und weiter nach Saint-Dalmas.

Der Bericht von der Grande Traversée des Alpes Teil 8 beginnt mit dem 22. Wandertag. Dies war ein absolut herrlicher Abschnitt.

Kurz hinter Larche kam ich in den Nationalpark Mercantour. Als eines der ersten Highlights erwartete mich dort der Lac du Lauzanier und kurz dahinter auf der nächsten Hochebene der Lac de derrière la Croix.

Nun ging es durch reichlich Schotter hinauf zum Pas de la Cavale. Von dort lässt sich der gesamte Nationalpark Mercantour schön überblicken. Außerdem wird hier zum letzten Mal das Département gewechselt. Von Alpes-de-Haute-Provence geht es nach Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Beim Abstieg an ein paar kleinen Seen vorbei ging es gleich wieder zum nächsten Pass hinauf, dem Col des Fourches.

Dann folgte ein nicht sonderlich spannender Abstieg, bei dem mehrmals eine Autostraße gekreuzt wurde, in den Weiler Bousiéyas. Hier gibt es etwas Angebot für Wanderer, und ich nutzte die Gelegenheit zur Einkehr, wollte aber gern noch weiter wandern.

Somit ging es noch recht fix über den leichten Col de la Colombière ins nächste Tal, wo sich mit Saint-Dalmas-le-Selvage ein sehr schönes Dorf befindet, das mehrere Unterkünfte zur Auswahl hat. Ich entschied mich für eine davon und nächtigte wieder mal in einem richtigen Bett.

Tag 23: Saint-Dalmas-le-Selvage – Vallon de Sallevieille (8 h)

Zunächst einmal wieder eher unspanned, ging es am nächsten Tag der Grande Traversée des Alpes Teil 8 und dem ingsesamt 23. Wandertag ins nächste Tal über den Col d’Annelle viel über Fahrwege. Der dortige Ort Saint-Étienne-de-Tinée ist ein etwas größeres Dorf oder Städtchen mit einer Mini-Altstadt.

Dann wurde der Weg noch blöder und ich quälte mich weiter viel auf Fahrwegen in der Hitze hinauf in die seelenlose Retortenstadt Auron des dortigen Skigebietes. Das durfte ich gleich noch durchqueren, und war echt froh, als ich auf dem Col du Blainon angekommen war.

Dann ging es recht passabel über schöne Bergwiesen hinab in den kleinen Weiler Roya mit einer Unterkunft. Es war zwar schon Nachmittag, aber ich wollte gern noch ein bisschen weiter.

Grande Traversée des Alpes Teil 8: Vallon de Sallevieille, Nationalpark Mercantour
Grande Traversée des Alpes Teil 8: Vallon de Sallevieille, Nationalpark Mercantour © gipfelwelt.net

Hinter Roya ging es wieder in den Nationalpark Mercantour hinein, und es folgte ein weiterer genialer Abschnitt. Für mich war für heute aber erst mal gut, und ich suchte mir an einem Flusslauf unterhalb der Barre de Sallevieille, einer steilen, langen Felswand, im gleichnamigen Tal ein Nachtlager für das Wildcamping.

Tag 24: Vallon de Sallevieille – Saint-Sauveur-sur-Tinée (7,5 h)

Am nächsten Tag setzte ich den herrlichen Abschnitt im Nationalpark Mercantour fort. Der Anstieg über reichlich Schotter zum Col de Crousette führte durch ein weiteres schönes Hochtal und eindrückliche Hochgebirgsformationen.

Oben blies ein kräftiger Wind, und ich schlug mich wacker durch das nächste Schotterfeld beim Abstieg. Dann ging es wieder über wunderschöne Bergwiesen und ein paar kaum zu bemerkende Pässe hinüber ins Maure-Tal und weiter ins Gourgette-Tal.

Noch ein letzter, etwas ausgesetzter Anstieg und der Übergang durch das schöne Hochtal Portes de Longon, und ich hatte das Ende des Nationalparks Mercantour erreicht.

Nun wurde es auch wieder etwas eintönig. Erst Ewigkeiten auf einer Fahrstraße durch den Wald, dann auf einem Pfad eine Autostraße kürzend und immer steiler hinab.

Grande Traversée des Alpes Teil 8: Roure
Grande Traversée des Alpes Teil 8: Roure © gipfelwelt.net

Erst erreichte ich das wunderschöne Bergdorf Roure, dann ging es noch einmal ordentlich steil hinab bis nach Saint-Sauveur-sur-Tinée. Ich wollte eigentlich im einzigen Hotel übernachten, fand dieses jedoch verwaist vor. Doch ich kam in der kommunalen Wanderherberge unter, wo ich wegen weniger Gäste eine ganze Etage für mich allein nutzen konnte.

Tag 25: Saint-Sauveur-sur-Tinée – Saint-Dalmas (3 h)

Am letzten Wandertag der Grande Traversée des Alpes Teil 8 gab es mal nur eine Mini-Wanderung, weil ich wieder etwas Zeit zum Schreiben brauchte, und nach Saint-Dalmas (Valdeblore) sehr lange keine Unterkunft kommt. Daher marschierte ich ein Stück durch das Tinée-Tal bis zum schönen Dörfchen Rimplas, und dann hauptsächlich auf alten Fahrwegen und Trampelpfaden einige Orte weiter bis zu dem beliebten Ferienort Saint-Dalmas (Valdeblore). Hier suchte ich den netten privaten Campingplatz Ferme auf.

Hier bereitete ich mich auf den finalen Abschnitt vor, der ebenfalls durch die Seealpen bis nach Nizza ans Mittelmehr führt.

GPS-Route Grande Traversée des Alpes

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