Mein schönster Reisemoment – Blogparade

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Drei Kälber am Cuber-Stausee, Mallorca
© gipfelwelt.net

Sabine von Gecko Footsteps hat zur Blogparade aufgerufen: Mein schönster Reisemoment. Unvergessen: die drei Kälbchen vom Cuber-Stausee, denen ich bei meiner Wanderung durch die Tramuntana auf Mallorca begegnet bin.

Kälbchen als schönster Reisemoment auf einem Bergsteiger-Blog? Das ist vermutlich erklärungswürdig. Zunächst einmal ist sicher müßig zu erwähnen, dass es natürlich nicht den schönsten Moment gibt. Jede Tour hat ihre besonderen Momente, wo einen die Gefühle überkommen. Dieser Blick ins Tal, jener Gletschersaum, der geschaffte Aufstieg, die Abendstimmung am Nachtlager, die Verbundenheit mit der Natur oder dem Wanderpartner … All diese Momente kommen einem im Nachhinein öfters mal in den Sinn, und sie schüren die Lust, doch gleich das nächste Bergabenteuer zu planen.

Und dann gibt es auch Momente, die einem in Erinnnerung bleiben, weil sie besonders überraschend waren. Man hat etwas Schönes, Ungeplantes erlebt, die Dinge sind vielleicht auch ganz anders, als man sie sich vorgestellt hatte.

Die Wanderung auf der Mallorca-Trockenmauerroute schenkte uns mehrere solcher Momente. So gelangten wir in Soller in ein christlich-muslimisches Volksfest, das Städtchen versank in einem bunten Meer aus Blumen, Marktständen, Trachten und Besuchern. Es war auch meine erste Tour mit Zelt und die Aufregung entsprechend groß, ob das alles so klappt und wir eine gute Campingstelle finden. Ein toller Moment war dann, als wir eine schöne Lichtung im Wald fanden mit einer Quelle, wo das frischeste Wasser direkt aus der Erde quoll.

Vor uns der höchte Berg der Tramuntana

Ja, und ein anderer Moment, rührend und anmutig, waren für mich jene drei Kälbchen am Stausee Cuber. Wir hatten gerade den steilen Aufstieg ins Herz der Tramuntana geschafft, vor uns erstreckte sich das lange Tal mit Cuber und Gorg Blau. Über allem ragte die höchste Erhebung der Tramuntana, der Puig Major. An der Flussmündung des Stausees hatte ein Bauer eine kleine Weide für sein Vieh abgesteckt, das sich am saftigen Frühlingsgras labte. Und da standen nun die Kälbchen, sie rangelten spielerisch miteinander, liebkosten sich, dass einem das Herz überging. Der Beginn des Lebens, voller Unschuld und Sanftmut … Wahrlich ein Bild für die Götter, Caspar David Friedrich hätte bestimmt auch seine Freude daran gehabt …

Ok, möglicherweise versteige ich mich gerade ein bisschen in der Symbolik. Und so im Rückblick neigt man ja auch mal zu leichten Verklärungen. Aber diese Kälbchen haben mein Wandersherz schon berührt. Auf den Moment kommt es eben an.

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