10 Dinge, die man bei “Der große Trip – Wild” über das Wandern lernen kann

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Der große Trip – Wild erzählt von einer Frau, die auf dem Pacific Crest Trail den Weg zu sich selbst finden will. Aus ihren Erfahrungen ohne Vorkenntnisse auf Mammut-Tour lässt sich einiges lernen.

Ein Film, in dem zwei Stunden lang nur Leute beim Wandern gezeigt werden? Hört sich erst mal nicht besonders spannend an, doch den Filmmachern dieses auf einem autobiographischen Roman beruhenden Werks ist das intensive Portrait einer jungen Frau gelungen, die nach einigen Schicksalsschlägen und dem Tod ihrer Mutter durch eine lange Wanderung mit sich selbst ins Reine kommt. Ich habe mit Hochgenuss die Darbietung von Reese Witherspoon gesehen – in der Charakterrolle der ehemaligen Heroinabhängigen Cheryl Strayed läuft sie zu Hochform auf. Angeblich soll Reese zur Vorbereitung auch wirklich den PCT abmarschiert haben.

Ohne Vorerfahrung auf einer Mammuttour

Einige Erkenntnisgewinne der Frau, die sich ohne jegliche Vorerfahrung auf eine 1.600 km lange Wanderung begibt, sollten sich Outdoor-Enthusiasten zu Herzen nehmen. Schließlich muss man nicht jede schlechte Erfahrung selbst machen. Hier meine – natürlich mit einem Augenzwinkern präsentierte – Liste der 10 wichtigsten Dinge, die man in “Der große Trip – Wild” über das Wandern lernen kann:

  1. Wanderschuhe dürfen nicht zu eng sein, die Zehen brauchen genug Platz für die Abwärtspassagen. Glück hat, wer hier auf guten Herstellerservice bauen kann.
  2. Der schwere Rucksack ist der Feind der Genusswanderung und verursacht schmerzhafte Druckstellen. Zwischen “was ganz gut wäre dabei zu haben” und “was ich wirklich brauche” liegen einige Kilo.
  3. Beim Wandern hat man Zeit, über sein Leben nachzudenken …. viel Zeit … viiiiiiel Zeit …
  4. Das Spektrum der klimatischen Bedingungen auf einer Mehrtagestour ist wirklich sehr breit, und das sollten Ausrüstung und Kleidung mitmachen.
  5. In den Bergen sind viele seltsame Tiere unterwegs. Am besten respektiert man gegenseitig die jeweiligen Lebensräume und meidet möglichst direkten Kontakt.
  6. In den Bergen sind auch viele seltsame menschliche Gestalten unterwegs, bitte Punkt 5 beachten.
  7. Man trifft natürlich auch viele sympathische Gleichgesinnte und gelegentlich geht doch nichts über eine gesellige Hüttenrunde.
  8. Die Nalgene ist wirklich eine tolle Flasche (der Hersteller sponsert offensichtlich auch Filme) und man kann sie auch als Dusche verwenden. Sollte man aber nicht, wenn die Wasservorräte knapp sind.
  9. Manche Leute lesen, was andere Leute in Hüttenbücher (bzw. Wegebücher) schreiben.
  10. Drogentrips und Wanderungen haben anscheinend so einiges gemeinsam. Oh, jetzt verstehe ich auch den Titel.

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