Samsung Galaxy S8 im Test

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Samsung Galaxy S8 mit USB-C-Adapter
Samsung Galaxy S8 mit USB-C-Adapter © gipfelwelt.net

Eignet sich das Samsung Galaxy S8 für den Outdoor-Einsatz? Trotz des zwar schicken, aber auch empfindlichen Gehäuses gibt es zwei gute Argumente dafür.

Mein S7 ist langsam in seine Einzelteile zerfallen, und somit habe ich mir den Nachfolger, das Samsung Galaxy S8, geholt. Das kam 2017 raus und da es bereits zwei Nachfolgemodelle gibt, ist es mittlerweile kräftig im Preis gefallen. Technisch hinkt es nicht viel hinterher. So habe ich jetzt um die 400 Euro hingeblättert, was nicht wenig ist, aber zumindest nur etwa die Hälfte des damaligen Einführungspreises.

Wozu beim Bergsteigen ein Handy?

Ein Gutes haben Smartphones für uns Bergsteiger: Je mehr die Dinger können, je mehr anderen Technikkram ersetzen sie, je weniger Geräte müssen wir mitnehmen.

Ich brauche das Handy derzeit im Wesentlichen für folgendes:

  • aus Sicherheitsgründen, um Notrufe absetzen zu können
  • für Uhrzeit/Wecker
  • um Fotos ( für mein Blog) machen zu können
  • vor und nach der Tour, um die Mobilität/öffentliche Verkehrsmittel/Taxi/Unterkünfte etc. zu recherchieren und zu organisieren
  • manchmal zum Musik hören
  • und natürlich für die Wettervorhersage mit der Yr Wetter-App

Somit hat das ideale Smartphone für Bergsteiger wenig Gewicht, eine gute Kamera, ist wetterunempfindlich und hält mit dem Akku möglichst lange durch. Bis auf die Kamera sind das leider nicht Mainstream-Anforderungen, somit muss ich mich mit dem arrangieren, was die gängigen Handys können.

Eigenschaften des Samsung Galaxy S8

Mit einem Gewicht von 155 Gramm ist das S8 etwa gleich schwer wie das S7. Die grobe Recherche hat mich zum Ergebnis gebracht, dass es keine signifikant leichteren wasserdichten Smartphones gibt. Das Gewicht würde ich nicht als ultraleicht bezeichnen, aber ziemlich leicht dafür, dass ein Smartphone mehrere andere Geräte ersetzen kann.

Sehr gut gefällt mir das dünne und schmale Design des S8, denn so lässt es sich bequem mit einer Hand bedienen.

Das S8 ist “spritzwassergeschützt” mit IP68-Zertifizierung und bietet damit einigermaßen Schutz vor Wasser und Staub.

Abgesehen davon ist das Gehäuse eher nicht outdoortauglich. Das schicke abgerundete “Infinity-Display” verschmiert sehr schnell von den Fingern und dürfte nach wenigen Stürzen abgeschlagene Ecken kriegen oder gleich zu Bruch gehen. Jetzt kann man diese Probleme natürlich eindämmen mit so einem hässlichen aufsteckbaren Gummigehäuse und einer Displayfolie. Dann hat man aber kein schickes, leichtes Smartphone mit gut ansprechendem Touchscreen mehr. Mache ich aus Eitelkeit daher nicht.

Da das S8 mit dem neueren und besseren USB-C-Anschluss ausgestattet ist, liefert Samsung netterweise einen kleinen Adapter Micro-USB nach USB-C für Ladekabel mit. Somit muss man kein extra Ladekabel mitschleppen.

Zum Lieferumfang gehört auch ein Headset von AMG. Meines Erachtens hat es keine sehr gute Tonqualität zum Musikhören, ich habe schon seit vielen Jahren eines von Sennheiser, das auch weiterhin im Einsatz bleibt.

Gute Kamera

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, alle Fotos für mein Blog mit dem S8 anzufertigen. In Unkenntnis und unter Ignoranz jeglicher technischer Details bin ich da zu dem Schluss gekommen, dass die Qualität der Handykamera für diesen Zweck mehr als ausreichend ist. Beim S7 war das noch überhaupt nicht der Fall, mit den Bildern war ich unzufrieden.

Die Kamera des S8 hingegen stemmt die für mich typischen Motivsituationen problemlos: Gebirgslandschaft, Stillleben von Ausrüstungs- und Begekleidungsgegenständen, vereinzelt Personenportraits und Tieraufnahmen. Mehr brauch ich nicht. Meine Kompaktkamera, die sicherlich etwas bessere Fotos macht, aber zusätzliches Packgewicht bedeutet, bleibt bei der nächsten Tour dann auf jeden Fall zu Hause!

Maximaler Energiesparmodus

Maximaler Energiesparmodus des Samsung Galaxy S8
Maximaler Energiesparmodus des Samsung Galaxy S8 © gipfelwelt.net

Das größte Problem für dich als Wanderer ist die Akkuladung. Du wirst nur sehr wenige Gelegenheiten haben, dein Handy aufzuladen. Deswegen ist der “maximale Energiesparmodus” des S8 für mich neben der guten Kamera das überzeugendste Argument, es ins Gebirge mitzunehmen.

Damit schafft es das S8 auf meine Packliste.

Im normalen Modus hat das Galaxy S8 neun Stunden Nutzungszeit (die Standby-Zeit ist natürlich um einiges länger, wenn das Telefon nur eingeschaltet ist). Der “mittlere Energiesparmodus” verlängert diese Laufzeit schon mal um einige Stunden ohne wirklich bemerkbare Einschränkungen. Eine volle Ladung reicht dennoch nur für etwa 12 Stunden Nutzung. Im “maximalen Energiesparmodus” mit stark eingeschränktem Funktionsumfang reicht eine Akkuladung aber sogar für über drei Tage Nutzung. Das Telefon wird in den “Nachtmodus” geschaltet mit schwarzem Hintergrund, und die meisten Apps und Funktionen sind deaktiviert.

Die in den Bergen im Wesentlichen benötigten Funktionen stehen dir auch im Nachtmodus zur Verfügung: Fotos machen, Wecker/Uhrzeit, und das Telefon für den Notfall. Internetempfang dürftest du recht selten haben, und wenn ja, ist der Browser auch in diesem Modus verwendbar. Außerdem kannst du auf deine Dateien (Fotos) zugreifen und Musik hören.

Somit empfiehlt es sich, mindestens tagsüber auf den maximalen Energiesparmodus umzuschalten. Wenn du mal in einer Hütte mit Internet und Steckdose bist, kannst du wieder in den mittleren Energiesparmodus wechseln, in dem dir alle Funktionen und installierten Apps zur Verfügung stehen.

Noch ein paar Tipps

Es ist unbedingt erforderlich, ein sogenanntes “Schnellladegerät” mitzunehmen. Diese haben deutlich mehr Saft als die Billo-Ladeteile, derzeit standardmäßig um die 15 Watt. Damit dauert das volle Aufladen des Galaxy S8 dann immer noch lang genug, so um die 1,5 Stunden. Mit den schwächeren Standardladegeräten braucht das S8 über drei Stunden zum Aufladen. Das kann ziemliche Engpässe mit sich bringen. Wer die überfüllten Mehrfachsteckdosen auf den Berghütten in letzter Zeit mal bewundern durfte, weiß wovon ich rede.

Meine anderen elektronischen Geräte auf der Wanderschaft – die Stirnlampe, der eReader und die (jetzt dank S8 nicht mehr benötigte) Kompaktkamera – haben alle noch die älteren Micro-USB-Anschlüsse. Deshalb verwende ich ein Micro-USB-Schnellladegerät. Damit ich auch mein Samsung Galaxy S8 damit aufgeladen kriege, verwende ich den im Lieferumfang enthaltenen Adapter Micro-USB zu USB-C. Dieser ist winzig klein und lässt sich einfach auf das Micro-USB-Kabel aufstecken.

Bevor es das nächste Mal auf Tour geht werde ich noch nach einer guten und leichten Powerbank Ausschau halten, die mich unterwegs mit mindestens zwei Akkuladungen versorgt, falls ich mal über längere Zeit an keiner Steckdose vorbei komme (Wahrscheinlichkeit: sehr hoch:-D). Mein Packgewicht belastet das nicht, da ich ja die Kompaktkamera nicht mehr mitschleppen brauche. Die wog mit Schutztasche gut 300 Gramm, da gibt es deutlich leichtere Powerbanks.

Für die ganzen Fotos und für meine Musik habe ich den Speicherplatz noch mit einer 256 GB microSD-Karte erweitert. Das ist das Maximum, um das sich der Speicherplatz erweitern lässt, dürfte für die Allermeisten aber auch mehr als genug für unterwegs sein.

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