Mountain King Trail Blaze Trekking Stöcke im Test

Die Mountain King Trail Blaze Trekking Poles sind aus bruchsicherem Aluminium und mit etwa 280 Gramm ultraleicht, allerdings nicht höhenverstellbar.

Mountain King Trail Blaze Trekkingstöcke
Mountain King Trail Blaze Trekkingstöcke © gipfelwelt.net

Schon vor vielen Jahren bin ich auf den Trichter gekommen, dass Trekkingstöcke eine große Unterstützung beim Bergsteigen sind. Ich verwende sie außerdem auch, um mein Tarptent abzuspannen und spare durch diese Doppelfunktion das Packgewicht für Zeltstangen.

Seit ebenfalls vielen Jahren begleitete mich ein robustes, höhenverstellbares Paar Stöcke aus Aluminium von Exped, das mittlerweile gar nicht mehr erhätlich ist. Sie sind mit 410 Gramm/Paar relativ leicht, allerdings noch nicht im Ultraleicht-Bereich anzusiedeln.

Deswegen wollte ich jetzt mal ein wenig Downsizing betreiben. Wenn man auf ultraleichte Trekkingstöche umsteigen möchte, dann sind diese (noch) nicht höhenverstellbar. Doch brauche ich eigentlich höhenverstellbare Trekkingstöcke?

Antwort: Nein.

Beim Bergaufsteigen greife ich sie einfach kürzer, bergab in der vollen Länge, das ist mir eh zu aufwändig, die unterwegs ständig zu verstellen.

Das Zelt abzuspannen klappt auch problemlos mit einer fixen Länge, ein stabil stehendes Zelt kriege ich ja dann über das Straffen der Abspannleinen.

So bin ich jetzt auf das Modell “Trail Blaze” der britischen Firma Mountain King gestoßen, das aktuell eines der leichtesten auf dem Markt ist.

Die für mich bei 184 cm Körpergröße passenden Stocklänge ist 125 cm. Mit dieser Länge wiegen sie in der Aluminiumausführung 280 Gramm/Paar (mit Tellern, ohne Packsack). Es gibt sie sogar in einer noch leichteren Carbonvariante, da sparst du allerdings nur 15 Gramm, ich denke das ist das Bruchrisiko nicht wert.

Mountain King Trail Blaze Trekkingstöcke gefaltet
Mountain King Trail Blaze Trekkingstöcke gefaltet © gipfelwelt.net

Eigenschaften der Mountain King Trail Blaze Trekking Stöcke

  • ultraleicht
  • aus bruchsicherem Aluminium
  • Schaumstoffgriffe
  • faltbar
  • Länge: von 110 bis 130 cm, nicht verstellbar
  • Packmaß: 45 x 9 x 5 cm
  • Gewicht bei 125 cm Länge: ca. 280 Gramm/Paar mit Tellern (ohne Packsack)
  • Lieferumfang: Stöcke, Gummikappen für die Spitzen, Ganzjahresteller, Packsack
  • Originalpreis: ca. 95 Euro

Die Mountain King Trail Blaze Trekking Stöcke im Test

Mountain King Trail Blaze Trekkingstöcke Griff
Mountain King Trail Blaze Trekkingstöcke Griff © gipfelwelt.net

Die Stöcke funktionieren im Prinzip wie Zeltstangen. Beim ersten Zusammenbau machst du einen Knoten in die Spannschnur, so dass der Stock gut hält. Den Stock lose baumeln lassen, die Spannschnur, die aus dem Griff kommt, straff ziehen, durch die dafür vorgesehene Fuge am Griff legen, mit dem Knoten fixieren.

Ein bisschen klapprig ist das Ganze schon. Das geht auch mit gelegentlichen Geräuschen beim Aufsetzen einher. Es kommt mir schon eher so vor, als hätte ich Zeltstangen dabei, und keine Stöcke. Entscheidender ist jedoch, ob die Stöcke stabil halten, und das tun sie. Wer keine Schwerlast auf dem Rücken schleppt, für den dürfte der Stabilisierungs- und Stützeffekt der Mountain King Trail Blaze Stöcke völlig ausreichend sein.

Gut gefällt mir die Konstruktion der mitgelieferten Teller: Diese lassen sich dank eines langen Gewindes sehr fest auf die Stockenden schrauben. Außerdem sind sie aus leicht nachgiebigem Material, sodass sie bei Hindernissen das Aufstoßen ein bisschen abfedern. Auch die Größe ist super und für den Vierjahreszeiten-Einsatz geeignet. Zu kleine Teller sind nervig, weil du dich ständig in irgendwelchen Zwischenräumen im Gestein verhakst, wenn der Stock hineingerät. Zu große Teller sind dann wiederum zu sperrig. Diese hier haben ein gesundes Mittelmaß, stören also nicht, bieten aber genug Schutz vor Gesteinszwischenräumen und versinken nicht im Schnee.

Ich verwende sie ja auch für mein Tarptennt. Natürlich klappt dieser Doppeleinsatz nur, wenn deine Körpergröße im Einklang mit der Stangenhöhe deines Zeltes steht. Bei Tarptents gibt es aber meist auch einen gewissen Spielraum, wie hoch die Stangen/Stöcke sein können. Bei losem Untergrund wie Sand oder trockener Erde gibt es eine gewisse Einschränkung, da die Stöcke an den Griffen offen sind und somit Erde und Sand hinein gerät. Dann lässt sie sich am nächsten Morgen hoffentlich gut rausklopfen. Falls du eine Zeltunterlage dabei hast, ist es sicher in eine gute Idee, bei losem Untergrund die Stöcke auch auf der Unterlage zu platzieren.

Für den Transport lassen sich die Stöcke nach dem Lösen der Schnur in vier Teile falten undplatzsparend in den mitgelieferten Mesh-Sack packen. Die Teller kannst du dran lassen.

Mountain King Trail Blaze Trekkingstöcke Packsack
Mountain King Trail Blaze Trekkingstöcke Packsack © gipfelwelt.net

Fazit

Die ultraleichten Stöckchen kommen auf die Packliste. Meine alten Exped-Stöcke, die immer noch bestens in Schuss sind und zwar um einiges schwerer, aber auch deutlich robuster, bleiben aber auf jeden Fall noch als Backup im Schrank.

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