gipfelwelt.net https://gipfelwelt.net Touren, Testberichte, Trekkingtipps Tue, 19 Nov 2019 18:45:45 +0100 de-DE hourly 1 https://i1.wp.com/gipfelwelt.net/wp-content/uploads/logo_9001-55bd6151v1_site_icon.png?fit=32%2C32&ssl=1 gipfelwelt.net https://gipfelwelt.net 32 32 81827743 Das Tarp als Schutzdach und Schattenspender https://gipfelwelt.net/2019/11/19/das-tarp-als-schutzdach-und-schattenspender/ https://gipfelwelt.net/2019/11/19/das-tarp-als-schutzdach-und-schattenspender/#respond Tue, 19 Nov 2019 18:44:53 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=34413

Egal wann, wie, wo: Sicher ist, dein Tarp kriegst du mit etwas Übung abgespannt. Frei stehend oder in Verbindung mit Bäumen oder Bebauung. Ein Tarp…

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Abgespanntes Tarp
Abgespanntes Tarp © gipfelwelt.net

Egal wann, wie, wo: Sicher ist, dein Tarp kriegst du mit etwas Übung abgespannt. Frei stehend oder in Verbindung mit Bäumen oder Bebauung.

Ein Tarp hat viele Vorteile

Die essenziellste Methode, dir im Freien einen Schutzraum zu schaffen, ist die Verwendung eines sogenannten Tarp. Der Begriff steht für nichts anderes, als dass es sich um eine feste Plane handelt. Diese ist mit Ösen und Schlaufen versehen, sodass du sie mit ein paar Leinen und Heringen sowie etwas Übung so ziemlich überall abspannen kannst: Sowohl frei stehend, als auch in Kombination mit Bäumen, Sträuchern oder Bebauung.

Manch ein Ultraleicht-Trekking-Fan schwört auf das Tarp als Übernachtungsmöglichkeit. Denn auch das leichteste Leichtzelt wiegt immer noch ein paar Hundert Gramm mehr als eine bloße Plane. Mir persönlich ist die Übernachtung mit Tarp – bislang noch? – etwas zu frugal, denn du hast keine umschließende Hülle und bist daher nur eingeschränkt vor Wind, Wetter und neugierigen Blicken geschützt. Aber ich habe das Tarp in den letzten Jahren sehr lieb gewonnen, da ich mit minimalstem Gewicht, wo immer ich gerade bin und rasten möchte, einen Schutzraum installieren kann. Deswegen kommt es bei Tagesausflügen öfter mal in die Tasche oder in den Rucksack.

Der Haupteinsatzort für das Tarp ist für mich der Strand bzw. das Ufer, egal ob am Meer oder an einem schönen See. Denn wenn ich ein paar Stunden da bleiben möchte, brauche ich Schatten, der nicht nur mich kühl hält, sondern auch den Untergrund und meine Habseligkeiten, Speis und Trank … Und so ein klein bisschen Privatsphäre, wenn noch andere Leute da sind, ist auch ganz nett.

Noch gehört das Tarp zu den Ausnahmeerscheinungen am Strand, und ich werde regelmäßig darauf angesprochen. Doch offensichtlich kommen immer mehr Leute auf den Trichter, dass das eine äußerst angenehme Sache ist. Denn im Gegensatz zu Zelten staut sich die Luft und damit auch die Hitze nicht unter einem Tarp, wenn du es schön weit abspannst. Und durch die unzähligen Möglichkeiten kannst du eine riesige Menge an Schatten damit produzieren, an die auch kein Zelt ran kommt.

Abspannleine des Tarp
Abspannleine des Tarp © gipfelwelt.net

Diese Ausstattung brauchst du:

Die Tarp-Plane ist natürlich das Wichtigste. Hier habe ich mich für das leichteste Modell entschieden, das ich seinerzeit finden konnte. Das war das “Terra Nova Competition Tarp 2” mit 370 Gramm Gewicht inkl. Packsack und einer Größe von 2,5 x 3 m. Dies hat allerdings keinen ausgewiesenen UV-Schutz, sodass du dich auch unter dem Tarp ordentlich mit Sonnenschutz einsprühen solltest.

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Damit du dein Tarp zum Leben erwecken kannst, benötigst du fast immer Stangen. Ich verwende dafür meine aktuellen Ultraleicht-Trekkingstöcke.

Außerdem brauchst du noch mindestens vier Leinen mit Abspannring, und eine entsprechende Anzahl Heringe. Da habe ich beides im Ultraleicht-Trekking-Bereich aus Titan von MSR gefunden. Du solltest Sand- oder Schneeheringe kaufen, weil du die wirklich in jedem Untergrund fest verankert kriegst. In festerer Erde steckst du sie wie normale Heringe fest. Bei weichen Untergründen wie Sand, Kies oder Schnee buddelst du sie waagerecht (!) ein.

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Aufbau und Varianten

Die autarkste Weise, wie du eine Plane abspannen kannst, ist wie ein Zelt. Also in der Mitte einmal gefaltet über zwei Stangen gespannt. Dies hat dann allerdings auch die Nachteile eines Zelts, dass es nicht viel Schutzraum bietet und nicht sehr viel Schatten spendet.

Wenn du vier Stangen zur Verfügung hast, dann kannst du es als richtiges Sonnensegel horizontal abspannen. Da du in der Regel nicht so viele Stangen dabei haben wirst, kannst du dann teilweise auf Bebauung oder Bewuchs zurückgreifen. Dies hat auch den Vorteil, dass du die Leine ohne Hering abspannen kannst, indem du sie einfach mit dem festen Gegenstand verknotest.

Sehr praktisch, weil nicht so anfällig für Windböen, finde ich die Variante, die Plane an der Vorderseite auf den Stangen abzuspannen und an der gegenüberliegenden Seite auf dem Boden.

Ansonsten sind erdenklich viele Varianten möglich, mit einer oder drei Seiten hochgespannt …

Bei Wind solltest du darauf achten, dass dieser sich nicht wie in einem Segel verfängt, sondern über die Plane hinwegwehen kann. Also brauchst du entsprechende Schrägen zur Windseite hin. So hast du Windschutz und das Tarp wird dir nicht weggeblasen.

Festgebundene Abspannleine des Tarp
Festgebundene Abspannleine des Tarp © gipfelwelt.net

ZuerstDu brauchst ein Minimum an Technik, das heißt du solltest imstande sein, Schlaufen zu knoten. Damit fixierst du die Abspannringe an der gewünschten Stelle, sodass du sie straff ziehen kannst, und verbindest sie mit dem Hering. Wenn du das Tarp abbaust, brauchst du dann einfach nur die Schlaufe aufzuziehen. Das ist ja wirklich überhaupt nicht schwer. Etwas Übung brauchst du vielleicht, damit du die Schlaufen ganz straff geknotet kriegst.

Die Aufbaureihenfolge ist diese: Zuerst ziehst du die Leinen durch die Ösen an der Plane und verknotest die Abspannringe. Dann verknotest du am anderen Ende der Leinen die Heringe oder die Gegenstände, an denen du das Tarp festmachen möchtest. Dann buddelst du die Heringe horizontal ein. Dann packst du an den gewünschten Stellen die Stangen unter das Tarp. Zuletzt zurrst du die Abspannleinen fest.

Sandhering mit festgebundener Abspannleine
Sandhering mit festgebundener Abspannleine © gipfelwelt.net

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Outdoor Black Weekend 2019 https://gipfelwelt.net/2019/11/14/outdoor-black-weekend-2019/ https://gipfelwelt.net/2019/11/14/outdoor-black-weekend-2019/#respond Thu, 14 Nov 2019 08:08:45 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=36644

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Was braucht man zum wandern? Grundausstattung https://gipfelwelt.net/2019/11/04/was-braucht-man-zum-wandern-grundausstattung/ https://gipfelwelt.net/2019/11/04/was-braucht-man-zum-wandern-grundausstattung/#respond Mon, 04 Nov 2019 22:54:16 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=35643

Was braucht man zum wandern? Einige Dinge sind unbedingt erforderlich, um gut gerüstet für wechselhaftes Wetter zu sein. Die Packliste. Jetzt in der ruhigen Zeit,…

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Was braucht man zum Wandern? Die Grundausstattung
Was braucht man zum Wandern? Die Grundausstattung © gipfelwelt.net

Was braucht man zum wandern? Einige Dinge sind unbedingt erforderlich, um gut gerüstet für wechselhaftes Wetter zu sein. Die Packliste.

Jetzt in der ruhigen Zeit, wo zumindest in der hiesigen Region die Wandersaison eher vorüber ist, hast du vielleicht mal etwas Muße, dich mit deiner Packliste zu beschäftigen. Bevor du dann zur nächsten Wanderung aufbrichst, kannt du hier ein paar Sachen optimieren und dich vor allem mit der Frage befassen: Was braucht man zum wandern denn überhaupt, und was nicht? Denn nichts ist nerviger, als Dinge ungenutzt rumzuschleppen. Sie kosten dich Kraft und Energie, die du besser für die Tour einsetzt, um mit mehr Freude und Genuss zu wandern.

Die Grundausstattung kommt immer mit

Meine Packliste steht ganz im Zeichen des Ultraleicht-Trekking. Das bedeutet, möglichst wenig mit möglichst wenig Eigengewicht und möglichst mehrfachem Verwendungszweck in den Rucksack zu packen. Sie fällt damit schon recht minimalistisch aus und ich feile mit kindlicher Freude weiter daran, sie immer weiter zu reduzieren, was Packgewicht und Packvolumen angeht.

Hier stelle ich dir die absolut unverzichtbaren Dinge vor, die du auf jeden Fall immer dabei haben solltest, auch bei einer kurzen Tagestour. Es ist wichtig, dass du für jedes Wetter und für die häufigen und schnellen Wetterumschwünge im Gebirge ausgerüstet bist.

Kleidung

Schuhe: Ich habe festgestellt, dass ein wasserdichtes Paar für so ziemlich jede Art von Tour völlig ausreichend ist. Da bevorzuge ich auch, dass die für mehr Wetter- und Fußschutz über den Knöchel gehen. Meine aktuellen adidas Terrex Schuhe sind so leicht, dass ich keine speziellen Trekkingsocken benötige oder wegen Blasen zwei Socken übereinander tragen müsste.

Socken: Schnelltrocknende Sportsocken.

Unterhose: Tu dir den Gefallen und nimm eine schnelltrocknende Unterhose mit sportfreundlichem, weitem Boxershort-Schnitt.

Regenjacke: Möglichst eine robuste Drei-Lagen-Jacke, die alles übersteht. Ich liebe mein aktuelles Ultraleichtjäcken von VAUDE.

Isolationsjacke: Wenn es zwischendurch mal frisch wird, brauchst du eine wärmende Schicht. Bei Regen ziehst du sie unter der Regenjacke an. Ich nutze derzeit eine ultraleichte Polartec Alpha-Jacke.

UV-Shirt: Die intensive Gebirgssonne macht ein Shirt mit nachgewiesenem UV-Schutz äußerst empfehlenswert. Außerdem sollte den Shirt unbedingt aus schnelltrocknendem Material sein. Mein aktueller Favorit ist von Bergans.

Hose: Braucht nicht wasserdicht zu sein, besser eine leichte winddichte Hose. Abzippbare Beine, damit du dich an schnell wechselnde Temperaturen anpassen kannst. Auch hier konnte ich ein Ultraleicht-Modell ausfindig machen bei Fjällräven.

UV-Schirmmütze: Die Kopfhaut kannst du nur mit Mütze vor der Sonne schützen. Ich mag die Modelle von Fjällräven.

Sonnenbrille.

Ausrüstung

Rucksack: Wasserdichtes Modell mit Hüftgurt, damit du deine Schultern entlastest. Bei mir aktuell ein Ultraleicht-Rucksack von Mountain Hardwear.

Smartphone: Das ist die grundsätzliche Elektronik-Ausstattung. Nicht nur bei Notfällen. Vereint immer mehr Funktionen wie Kamera, Landkarte und Navigationsgerät.

Papiertaschentücher: Zum Saubermachen von Mund, Nase, Händen, Po …

Sonnenspray: Musst du nicht unbedingt mitschleppen, aber Arme, Gesicht, Ohren und Beine vor der Wanderung gut damit versorgen. Mindestens Faktor 50. Ich schätze das Garnier UV-Water.

Verpflegung

Wasser: 1 Liter reicht in der Regel, da du eh unterwegs oft nachfüllen kannst. Eine spezielle Trinkflasche brauchst du nur, wenn du sehr auf die Robustheit angewiesen bist und sie auch als Dusche einsetzt, sonst tut es auch eine gewöhnliche PET-Flasche.

Energieriegel: Für die Verpflegung unterwegs brauche ich ausschließlich ein paar Energieriegel.

Was braucht man zum Wandern unbedingt? Das war es! Ob du weitere Dinge in deinen Rucksack packen musst, hängt von den Anforderungen deiner Tour ab.

Übernachtung, Zelt, Selbstverpflegung

Was braucht man zum wandern bei aufwändigern Touren? Ich unterscheide im Wesentlichen drei Anforderungsprofile an meine Packliste.

Tagestour: Die hier vorgestellte Grundausstattung ist auch schon bei einer kurzen Tour erforderlich.

Mehrtagestour mit Hüttenübernachtung: Du brauchst zusätzlich mindestens Unterhosen und Shirts zum Wechseln, Reiseseife in der Weithalsflasche, Deo, Zahnbürste, Zahnpasta, Packsäcke, Reisehandtuch, Rucksackapotheke, Powerbank, Hüttenschlafsack, Trekkingstöcke.

Mehrtagestour mit kompletter Selbstverpflegung und Übernachtung im Zelt: Du brauchst zusätzlich zu den bereits genannten Dingen Stirnlampe, Brennstoff, Kocher, Sturmzündhölzer, Tasse, Kochgeschirr, Spork, Taschenmesser, gefriergetrocknete Nahrung, Luftmatratze, Luftkissen, Schlafsack, Zelt, Wäscheleine.

Extras: Bei Touren mit schwierigen Klettersteigen benötigst du Klettersteigset, Kletterhelm und Kletterhandschuhe, bei Touren mit mangelhafter Wassserqualität Filter und Wasserentkeimer, bei Touren in frostigen Klimata Mütze und Handschuhe, bei Touren in Mückenregionen Mückenspray.

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Mobvoi TicWatch Pro im Test https://gipfelwelt.net/2019/10/22/mobvoi-ticwatch-pro-im-test/ https://gipfelwelt.net/2019/10/22/mobvoi-ticwatch-pro-im-test/#respond Tue, 22 Oct 2019 19:21:35 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=31525

Die Mobvoi TicWatch Pro ist zusammen mit der App ViewRanger mein ultraleichtes Navigationsgerät. Nur der Akkuverbrauch enttäuscht etwas. Vor vielen, vielen Jahren ist ein Platz…

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Die Mobvoi TicWatch Pro ist zusammen mit der App ViewRanger mein ultraleichtes Navigationsgerät. Nur der Akkuverbrauch enttäuscht etwas.

MobVoi TicWatch Pro Navigation mit Viewranger
MobVoi TicWatch Pro Navigation mit Viewranger © gipfelwelt.net

Vor vielen, vielen Jahren ist ein Platz an meinem Handgelenk frei geworden. Nämlich als ich mein erstes Handy angeschafft habe und keine Notwendigkeit mehr sah, zusätzlich ständig ein Gerät zu tragen, das nicht viel mehr macht als mir die Uhrzeit zu sagen. Da greife ich dann einfach mal schnell in die Tasche und schaue aufs Handy.

Die Zeit ist reif, um diesen Platz wieder zu belegen. Denn einige der aktuellen Smartwatches können in Ergänzung zum und in Teilen unabhängig vom Smartphone gute Unterstützung beim Bergsteigen bieten. Auch wenn sie in mancherlei Hinsicht noch nicht so ganz outdoortauglich sind, allen voran beim leidigen Thema Akkulaufzeit. Und außerdem hängt an diesem Thema etwas Essentielles dran, dem ich mich bislang noch versperrt habe: Das ganze Feld der GPS-Navigation.

Ich wollte ein plattform- und anbieterunabhängiges Gerät, das also mit einem offenen Betriebssystem ausgestattet ist und auf dem sich nach Wunsch Apps installieren lassen.

Gute technische Ausstattung

Überzeugt hat mich die TicWatch Pro. Installiert ist die Smartwatch-Variante”Wear OS” von Android und damit ein offenes System. Über den Appstore kannst du so jede beliebige Anwendung installieren. Das Gehäuse ist waserdicht ausgestattet (IP68). Die Uhr wiegt ultraleichte 80 Gramm (plus 20 Gramm für das Ladekabel), ist Bluetooth- und WLAN-fähig, hat 4 GB Speicherplatz und ein 1,39 Zoll-Display.

Ein Kaufargument war für mich, dass sie dank zweier Betriebsmodi – dem “Wesentlichen Modus” und dem “Smartmodus” – eine deutlich überdurchschnittliche Akkulaufzeit verspricht. Sie wechselt selbstständig in den “Wesentlichen Modus”, wenn du sie nicht verwendest, der laut Hersteller bis zu 30 Tage durchhält. Die permanente Nutzung des “Smartmodus” kommt dadurch nicht wirklich vor. Falls doch, soll der Akku auch dann noch mindestens zwei Tage durchhalten. Selbst das ist schon länger als bei den meisten Konkurrenzprodukten.

Akkuintensives GPS-Modul

Tja. Nur leider gilt diese Akkulaufzeit nicht während der Nutzung des GPS-Moduls, da dieses sehr viel Saft braucht. Da ich die Uhr aber fast ausschließlich für die GPS-Navigation verwende, macht sie da deutlich schneller schlapp. Nach etwa sechs Stunden ist Schluss. Ob die Uhr während der Navigation mit dem Smartphone verbunden ist oder nicht, hat für mich keine merkliche Auswirkung auf die Akkulaufzeit.

Das ist schon etwas enttäuschend. Für ausgedehnte Tagesetappen reicht das ja nicht. Da muss ich dann gegebenenfalls weiter mit dem Smartphone navigieren und die Uhr im Rucksack derweil mit der Powerbank aufladen. Komplettes Laden geht wenigstens einigermaßen schnell und dauert etwa eineinhalb Stunden. Oder ich bin dekadent und hole mir eine zweite Uhr – wiegen tut sie ja eh nichts. Auch preislich ist die Mobvoi TicWatch Pro im entspannten Bereich mit 260 Euro/Originalpreis. Die Mitbewerber wollen bis zu 900 Euro für ihre Modelle.

Leider ist zum Aufladen die Mitnahme einer Dockingstation erforderlich, die du wiederum an ein USB-Ladegerät hängst. Schade, dass man hier nicht wie bei neueren Smartphones einen USB-C-Steckplatz am Gehäuse untergebracht hat.

Einrichtung mit Smartphone

Beim Einrichten der Uhr kann sie das Google-Konto deines Android-Smartphones übernehmen. So hast du immer alle Einstellungen wie WLAN, Apps etc. synchron. Auf dem Smartphone brauchst du dafür die “Wear OS” App. Mit der kannst du die Uhr koppeln und ein paar Einstellungen vornehmen, zum Beipiel welche Apps Benachrichtigungen auf die Uhr schicken sollen und welche nicht. Ich habe gleich mal alle Benachrichtigungen deaktiviert.

Ebenfalls erhältlich ist eine MobVoi App für das Smartphone, die ich jedoch komplett verzichtbar finde.

Deine gewünschten Apps installierst du direkt auf der Uhr im Play Store. Auf der Uhr sind einige Fitnesstracker für alle möglichen Sportarten installiert, das habe ich alles runtergeschmissen.

Gewöhnungsbedürftige Bedienung

Generell habe ich etwas gebraucht, um mich an das Handling mit der Uhr zu gewöhnen und mit dem Mini-Display zu hantieren. Es wird mit Tippen und Wischen gesteuert, wobei unterschiedliche Dinge passieren, je nachdem von welcher Seite du zur Mitte wischst. Außerdem gibt es zwei Knöpfe rechts. Der obere öffnet die Übersicht der Apps, der untere ein Programm deiner Wahl. Da habe ich ViewRanger drauf gelegt. Tippen auf das Display, wenne die Uhr im “Wesentlichen Modus” ist, bringt dich zur zuletzt geöffneten App.

Wenn du den oberen Knopf lange gedrückt hältst, schaltet sich die Uhr ein. In mancherlei Hinsicht ist die Uhr lahm! Bis sie nach dem Einschalten hochgefahren ist, bis sie sich ins WLAN eingebucht hat, bis sie ein GPS-Signal gefunden hat, das dauert …

Das Ausschalten der TicWatch ist etwas fummelig. Du musst den oberen Knopf drücken, “Einstellungen” und dann “System” auswählen.

Navigation mit ViewRanger

MobVoi TicWatch Pro mit Viewranger Kartenansicht
MobVoi TicWatch Pro mit Viewranger Kartenansicht © gipfelwelt.net

Das Wesentliche, was ich mit der Uhr nutzen möchte, ist ein Programm zur Tourenplanung, Orientierung und Navigation. Da hatte ich einige ausprobiert. Das Programm, was mir am besten gefallen hat, ist ViewRanger. Es ermöglicht die autarke Nutzung auf der Uhr ohne Smartphone-Kopplung. Dementsprechend loggst du dich auf der Uhr extra in dein ViewRanger-Konto ein, das passiert auch mit Kopplung nicht automatisch.

Weitere Vorteile: Das ViewRanger-Kartenmaterial, basierend auf Openstreetmap, ist kostenlos – höherwertige Karten können bei Bedarf gekauft werden. ViewRanger funktioniert außerdem geräteübergreifend, sodass ich die Tour am Laptop planen kann. Dann habe ich auf dem Smartphone einen größeren Kartenausschnitt. Orten und/oder navigieren kann ich mit der Smartwatch oder dem Smartphone. Die erstellten Touren und/oder Kartenausschnitte lassen sich unkompliziert zur Offline-Navigation auf den mobilen Geräten speichern.

Wenn du einem GPS-Track folgst, weist ein Pfeil auf dem Display immer zum nächsten Wegepunkt. Sobald du dich ein paar Meter vom Track entfernst, kriegst du eine Vibration als Alarmsignal, dass du falsch läufst. Bei Touren, wo du denselben Weg hin und zurück läufst, empfehlen sich extra Tracks für Hin- und Rückweg. Sonst kann es dazu kommen, dass die Uhr nicht checkt, in welche Richtung du gehst, und dir die gegenteilige Richtung zeigt.

Unabhängig vom Navigationsmodus zeigt dir ViewRanger in der Kartenansicht immer deine aktuelle Position an.

Mit Wischen nach rechts und links wechselst du zwischen Navigationsansicht, Kartenansicht, Koordinaten, Start-Stopp-Funktion und Tourenübersicht.

Derzeit lassen sich keine Tracks autark mit der TicWatch aufzeichnen, sondern nur über die App, wenn die Uhr mit dem Smartphone verbunden ist.

Navigation mit Google Maps

Mobvoi TicWatch Pro Navigation mit Google Maps
Mobvoi TicWatch Pro Navigation mit Google Maps © gipfelwelt.net

Ich nutze die Uhr auch zur Navigation im Auto mit Google Maps, da ich auf meinen Touren oft mit Mietwagen unterwegs bin. Dazu ist die Verbindung über Bluetooth mit dem Handy erforderlich. Mittlerweile kannst du bei Bedarf auch mit Google Maps Karten zur Offline-Nutzung speichern. Wenn du das Ziel auf dem Smartphone eingibst und die Navigation startest, wird sie dir automatisch auch auf der Uhr angezeigt.

Das hat dann den Vorteil, dass du keinen Platz im Auto finden musst, wo du dein Handy so hinlegen kannst, dass es nicht runterfällt und du gleichzeitig aufs Display gucken kannst. Mit der MobVoi TicWatch Pro klappt das besser: Sobald du das Handgelenk zum Gesicht drehst, geht das Display an und du siehst die Karte. Es braucht allerdings etwas Übung, wie man das gut hinkriegt, ohne die Hand vom Steuer nehmen zu müssen und beim Fahren beeinträchtigt zu werden.

Auch meine Yr Wetter-App habe ich übrigens auf die Smartwatch geholt.

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Spaziergang zum Krater des Vesuv https://gipfelwelt.net/2019/10/18/spaziergang-zum-krater-des-vesuv/ https://gipfelwelt.net/2019/10/18/spaziergang-zum-krater-des-vesuv/#respond Fri, 18 Oct 2019 15:25:27 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=34339

Der Vesuv bei Neapel ist der einzige aktive Vulkan auf dem europäischen Festland und 1.281 m hoch. Ein kurzer Spaziergang zum Kraterrand. Zu einem Besuch…

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Blick in den dampfenden Krater des Vesuv
Blick in den dampfenden Krater des Vesuv © gipfelwelt.net

Der Vesuv bei Neapel ist der einzige aktive Vulkan auf dem europäischen Festland und 1.281 m hoch. Ein kurzer Spaziergang zum Kraterrand.

Zu einem Besuch im Golf von Neapel gehört der Vesuv wohl einfach dazu. Ein aktiver Vulkan ist schon ein besonderes Erlebnis, das eine der ursprünglichsten Naturgewalten vor Augen führt, die weite Teile unseres Planeten geformt hat. Außerdem ist die geschwungene Silhouette des Vesuvs von überall aus im Golf von Neapel zu sehen und hat entsprechend ikonographischen Charakter.

Entsprechend trubelig geht es da oben zu, dennoch möchte ich den Besuch nicht missen. Besondere Herausforderungen sind auf dem kurzen Weg über breiten Kiesweg nicht zu meistern – außer vielleicht der Besucherstrom.

Zunächst einmal wurden wir mehrfach zur Kasse gebeten: Offizieller Parkplatz 6 Euro, Shuttlebus für die letzten vier Kilometer der nicht-öffentlichen Straße 2 Euro, Parkeintritt 10 Euro.

Sodann der Beginn des Aufstiegs über den Parkplatz “Quota 1000” (für Linienbus und Taxis) zum Eingang des Nationalparks Vesuv.

Blick auf Neapel
Blick auf Neapel © gipfelwelt.net

Von hier mit den nicht wenigen anderen Besuchern über bequemen Kiesweg in leichten Serpentinen der etwa 20-minütige eigentliche Aufstieg bis zum Kraterrand. Unterwegs bot sich der weite Blick über Neapel.

Jetzt begann der faszinierende Teil immer am Kraterrand entlang. Man darf knapp die Hälfte des Kraters umrunden. Für eine volle Umrundung muss man eine Genehmigung von der Parkverwaltung beantragen oder eine geführte Tour buchen. Auf jeden Fall kann man auch vom normal zugänglichen Teil tief in den Kraterschlund blicken und ihn immer wieder mal dampfen sehen. Dort, wo es dampft, ist alles in Schwefelgeruch gehüllt.

Nachdem wir dieses Schauspiel ergiebig genossen hatten, gings auf demselben Weg wieder zurück zur Shuttlebus-Station.

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Monte Cerreto https://gipfelwelt.net/2019/10/18/monte-cerreto/ https://gipfelwelt.net/2019/10/18/monte-cerreto/#respond Fri, 18 Oct 2019 09:03:14 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=34472

Der Monte Cerreto ist der zweithöchste Berg der Monti Lattari zwischen Golf von Neapel und Amalfiküste. Tour mit leichter Kletterei. Im Rahmen eines Aufenthalts in…

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Wolkenverhangenes Gipfelplateau des Monte Cerreto
Wolkenverhangenes Gipfelplateau des Monte Cerreto © gipfelwelt.net

Der Monte Cerreto ist der zweithöchste Berg der Monti Lattari zwischen Golf von Neapel und Amalfiküste. Tour mit leichter Kletterei.

Im Rahmen eines Aufenthalts in Neapel im Oktober 2019 hatte ich Zeit für eine Bergtour. Die höchsten Berge am Golf von Neapel sind die Monti Lattari zwischen Golf von Neapel und Amalfiküste. Deren höchster Berg San Michele kann mit einer Seilbahn auf den Nachbargipfel schnell erreicht werden, worauf ich keine Lust hatte. Also entschied ich mich für den zweithöchsten Monte Cerreto (1.316 m).

Start am Pass Torre di Chiunzi

Die Strecke wird im Rother Golf von Neapel Wanderführer (Tour 8) beschrieben. Die Besteigung kann von Ravello aus einfacher, aber parallel zur Bergstraße erfolgen. Ich entschied mich daher für den schwereren und mutmaßlich schöneren Weg vom Pass Torre di Chiunzi (683 m).

Hier stellten wir das Auto auf dem Parkplatz des jetzt saisonbedingt bereits geschlossenen Restaurants “La Torre” ab. Auch sonst war hier rein gar nichts los und wir hatten den gesamten Weg für uns alleine.

Wir brauchten für Hin- und Rückweg jeweils etwa zwei Stunden.

Der Wanderweg beginnt direkt hinter dem Parkplatz, anfangs spärlich, später besser rot-weiß markiert.

Zweimal mussten wir unter dem Einsatz der Hände kurze Felspassagen überwinden, deswegen werte ich den Weg als schwer. Abgesehen von der kurzen Kletterei ist er ganz gut machbar.

Blick auf den Vesuv während des Aufstiegs
Blick auf den Vesuv während des Aufstiegs © gipfelwelt.net

Zunächst ging es eine gute Stunde durch viel Dickicht und Wald bei sehr gutem Wetter. Zwischendurch offenbarte sich der schöne Blick auf den Vesuv und den Golf von Neapel rechts, und die Monti Lattari links. Vor uns hingegen zog die Suppe auf den Berggipfel.

Monti Lattari
Monti Lattari © gipfelwelt.net

Nun die erste sehr steile Kletterpassage einen ersten Felshang hinauf. Jetzt wurden auch wir von den aufziehenden Wolkenschwaden umhüllt. Nach einer zweiten weniger steilen Kletterpassage erreichten wir die Baumgrenze. Nun war es nicht mehr weit bis zum Gipfelplateau.

Blick aufs Meer vom Monte Cerreto
Blick aufs Meer vom Monte Cerreto © gipfelwelt.net

Die Aussicht eher mäßig, immerhin rissen die Wolken Richtung Amalfiküste ein bisschen auf und gaben ein klein wenig Blick frei.

Nach einer Rast in der besonderen Nebelatmosphähre ging es auf demselben Weg aus den Wolken hinaus wieder zurück.

[Werbung] Rother Golf von Neapel Wanderführer bei idealo DE

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Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket im Test https://gipfelwelt.net/2019/10/11/bonfire-firma-3-in-1-stretch-jacket-im-test/ https://gipfelwelt.net/2019/10/11/bonfire-firma-3-in-1-stretch-jacket-im-test/#respond Fri, 11 Oct 2019 16:31:25 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=32160

Die Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket ist wasserdicht, hat einen pistentauglichen langen Schnitt und eine schöne wärmende Innnejacke. Bonfire hat mir diese Jacke aus der…

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Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket Vorderseite
Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket Vorderseite © gipfelwelt.net

Die Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket ist wasserdicht, hat einen pistentauglichen langen Schnitt und eine schöne wärmende Innnejacke.

Bonfire hat mir diese Jacke aus der Winter 2019/2020-Kollektion zum Testen zur Verfügung gestellt. Sie ist aus dem “Platinum” Sortiment von Bonfire und weist damit die besseren technischen Werte auf als das “Gold” Sortiment. In diesem Fall bedeutet das eine sehr gute Wassersäule von 20.000 mm und eine gute Atmungsaktivität von 15.000 g/m2/24h.

Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket Rückseite
Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket Rückseite © gipfelwelt.net

Somit ist die Jacke absolut wasserdicht und ventiliert ausreichend für die Bewegungsintensität beim Ski- oder Snowboardfahren. Damit du auch nicht frierst, hat sie eine herausnehmbare Fleece-Isolationsjacke als Innenjacke. Sie wird mit Ösen am Kragen und den Ärmelenden sowie Druckknöpfen entlang des Hauptreißverschlusses befestigt. Das Herausnehmen geht sehr schnell und einfach. Die Druckknöpfe sind für meinen Geschmack etwas zu locker, da sich bei hektischen Bewegungen die untersten Knöpfe öffnen können.

Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket Innenjacke
Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket Innenjacke © gipfelwelt.net

Schöne Innenjacke

Ich finde die Innenjacke vom Design im Bomberjackenstil ganz schön, vor allem auch weil sie eine glatte Außenseite hat und gar nicht nach Fleece aussieht. Außerdem ist sie sehr schlicht gehalten und sehr leicht (etwa 450 Gramm). Auch der Tragekomfort ist sehr hoch, da viel Stretch verarbeitet wurde.

Du kannst die Innenjacke auch einfach so als wärmende Strickjacke tragen und dir das Einzippen sparen, wenn sie dir als Isolationsschicht genügt. Dann hast du auch kein Problem wegen der Druckknöpfe.

Hohe Isolationskraft

Die Isolationskraft der Innenjacke finde ich recht hoch für so ein dünnes Jäckchen, bis um die fünf Grad Außentemperatur sollte das mehr als ausreichend sein.

Wenn es kälter wird – oder du generell ein größeres Kälteempfinden hast – lässt sich problemlos eine weitere Isolationsschicht unter der Innenjacke tragen. Sie ist dafür großzügig genug geschnitten.

Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket Öse zur Befestigung der Innenjacke
Bonfire Firma 3-IN-1 Stretch Jacket Öse zur Befestigung der Innenjacke © gipfelwelt.net

Mit knapp 1.400 Gramm Gesamtgewicht ist die 3-In-1 Jacke kein Leichtgewicht. Aber sie ist zumindest schützt sie dich ganz gut, da sie länger geschnitten ist. Dadurch kann dich von unten der Wind nicht so schnell auskühlen. Ein Schneefang ist ebenfalls integriert, den du um die Hüfte mit Druckknöpfen verschließen kannst. So kann kaum Schnee eindringen, wenn du dich hinsetzt oder durch stiebenden Pulverschnee abfährst.

Die Reißverschlüsse der Außenjacke sind alle wasserdicht. Das wasserdichte Material raschelt im Vergleich zu anderen Hardshells angenehm wenig. Auch die Außenjacke ist sehr stetchig und dadurch beim Sport trageangenehm.

Ansonsten bringt sie alle Features mit, die eine pistentaugliche Jacke ausmachen: Eine kleine Tasche am linken Arm für die Liftkarte, eine große Mesh-Innentasche für die Skibrille, und eine Kapuze, die über den Helm passt. Sie lässt sich mit dem Kordelzug am Hinterkopf auch schnell so verkleinern, dass sie auch ohne Helm sitzt.

Hinweis: Die Jacke wurde mir direkt vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was diesen Test jedoch in keinster Weise beeinflusst hat. Alle Tests auf gipfelwelt.net werden gewissenhaft durchgeführt und zeigen sowohl positive als auch negative Aspekte des getesteten Produkts auf.

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Mein Einstieg in die GPS-Navigation https://gipfelwelt.net/2019/10/02/mein-einstieg-in-die-gps-navigation/ https://gipfelwelt.net/2019/10/02/mein-einstieg-in-die-gps-navigation/#respond Wed, 02 Oct 2019 16:08:23 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=33298

Ab jetzt heißt es GPS-Navigation mit Smartwatch und Karten-App statt Papierkarte und Kompass. Die Umstellung ist allerdings herausfordernd. Ich habe lange gebraucht, um an diesen…

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Meine Technik zur GPS-Navigation: Laptop, Smartphone, Smartwatch, Powerbank und Ladekabel
Meine Technik zur GPS-Navigation: Laptop, Smartphone, Smartwatch, Powerbank und Ladekabel © gipfelwelt.net

Ab jetzt heißt es GPS-Navigation mit Smartwatch und Karten-App statt Papierkarte und Kompass. Die Umstellung ist allerdings herausfordernd.

Ich habe lange gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen. Doch die Zeit ist überreif für meinen Einstieg – oder besser gesagt Umstieg – in das ganze Themenfeld der GPS-Navigation. Dies bedeutet, dass ich mich in wesentlichen Teilen von der Welt der Papierkarten und Kompassnavigation verabschiede. Spätestens seit der verdammt beschissenen Situation in den Pyrenäen diesen Sommer, wo ich nicht nur den Weg verloren habe, sondern auch meine Papierkarte, ist mir noch einmal sehr klar geworden, dass ich mich wohl so langsam damit auseinandersetzen sollte. Das Wetter schaue ich ja auch auf der App nach – genauer gesagt auf der Yr Wetter-App, und beschränke mich nicht darauf, morgens in den Himmel zu gucken.

Es war ja ganz nett (nein, war es nicht), sich mit Papierkarten durchs Gebirge zu schlagen. Sie bedeuten nicht nur ein gewisses Packgewicht, sondern sie reißen auch gern, verkleben oder lösen sich auf bei Nässekontakt. Man muss ständig anhalten, um sie umständlich und hoffentlich windgeschützt aufzufalten und sich anhand des Landschaftsbildes und mit Kompass zu orientieren.

Der erste Schritt in Richtung papierlos ist schon vor einiger Zeit erfolgt, als ich mir den ersten eReader zugelegt habe. Da hat nicht nur unendlich viel Lesestoff drauf Platz. Auch Wanderführer können gewichtsneutral und unzerstörbar drauf gepackt werden.

Mein Orientierungssinn ist sicher ganz ok, aber ich bin da jetzt auch kein Genie. Schlecht markierte Wege, Schneeverwehungen, Nebel und so weiter machen mir dann doch auch mal einen Strich durch die Rechnung. Dann muss ich suchen, umkehren zur letzen Markierung, neu suchen. Nichts finde ich auf Bergtouren strapazierender, als wenn ich nicht genau weiß, wie und wo es weiter geht.

Viele technische Möglichkeiten

Derweil ist die Technik schon längst so weit, dass sich jeder mit GPS-Navigation orientieren kann, der das auch möchte. Entsprechende Geräte sind im Massenmarkt angekommen und damit erschwinglich geworden. Es gibt genügend Apps, mit denen du dir Kartenmaterial zusammenstellen und auch offline verfügbar machen kannst. GPS-Navigation via Satellitensignal ist sicherer, sie funktioniert bei Tag und Nacht, bei jedem Wetter und unabhängig von deinem Orientierungssinn und deinem Internetempfang.

Ok – dass es völlig unkompliziert wäre, stimmt natürlich nicht ganz. Die Navigation mit GPS erfordert schon erst mal eine recht intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Und das ist auch der Grund, warum ich mich bisher davor gedrückt habe. Du brauchst nicht nur ein entsprechendes Satelliten-GPS-fähiges Gerät, das du dann einigermaßen souverän bedienen kannst. Sondern du musst auch imstande sein, für die Tourenvorbereitung ein Programm zur Erstellung und Wiedergabe von GPS-Tracks bedienen zu können. Das sollte dann auch noch auf allen Geräten synchron einsehbar sein, Laptop, Handy, Smartwatch. Und dann sollte dich das Ganze nicht in die Armutsfalle treiben mit teurem Kartenmaterial. Die entsprechenden Geräte und Programme wollen also erst mal gefunden und erprobt sein.

Tourenplanung und Navigation mit ViewRanger

Als erstes habe ich mir ein Programm für die Routenplanung, GPS-Track-Erstellung sowie für die Live-Navigation und eventuelle Live-Trackaufzeichnung gesucht. Es sollte plattform- und geräteunabhängig online und offline funktionieren, und auf kostenfreiem Open Source-Kartenmaterial basieren. Geworden ist es ViewRanger, das als autarke App auf Smartphone, Smartwatch und seit Neuestem auch eReader installiert werden kann und am PC browserbasiert funktioniert. Mit dem kostenlosen “ViewRanger Landscpape”-Kartenmaterial kannst du dir weltweit deine Routen zusammenstellen und für die Offline-Navigation auf deine Geräte laden. Möchtest du besser aufbereitetes Kartenmaterial, kannst du das für die jeweilige Region kaufen.

Neuer Helfer: Smartwatch

Standortbestimmung und Navigation über das us-amerikanische GPS kriegt grundsätzlich jedes Smartphone hin. Allerdings saugt das extrem am Akku und du bist ständig damit beschäftigt, dein Gerät rauszuholen und wieder wegzupacken. Deswegen habe ich mich entschieden, ein neues Gerät in den Reigen meiner Technik-Ausstattung aufzunehmen, das alles deutlich nutzerfreundlicher macht, ohne ins Gewicht zu fallen, nämlich eine Smartwatch. Die zeigt mir am Handgelenk mit Pfeil oder Miniaturkarte, wo es lang geht. Sie kann außerdem auf andere Satellitensysteme wie GALILEO zugreifen, falls GPS mal nicht zur Verfügung stehen sollte. Möchte ich zwischendurch mal ein größeres Display, rufe ich die App mit meinem Samsung Galaxy S8 auf.

Auch hier wollte ich ein Gerät haben, auf dem sich plattformunabhängig Apps installieren lassen, insbesondere ViewRanger. Das lief dann auf eine Uhr mit dem Android-Ableger “Wear OS” als Betriebssystem hinaus. Außerdem habe ich die Smartwatch mit der längsten Akkulaufzeit gesucht, die ich finden konnte. Überzeugt hat mich schließlich die Mobvoi TicWatch Pro, die automatisch zwischen dem normalen “Smartmodus” und einem “Wesentlichen Modus” hin und her schaltet. Sie verspricht eine Akkulaufzeit von mindestens zwei (bei reinem Smartmodus) und bis zu 30 Tagen.

… und ein paar Nachteile der GPS-Navigation

Auf Internetempfang bist du zwar nicht angewiesen, aber das Satellitensignal ist nicht überall verfügbar. Es kommt nicht durch Fels durch, sodass du etwa in Schluchten das Signal verlieren kannst. Außerdem brauchen die Geräte unter Umständen bis zu einer halben Minute, um sich ins System einzubuchen.

Was du auch unbedingt brauchst, ist genügend Akkulaufzeit auf deinen Geräten. Wenn dir da der Saft ausgeht und du papierlos unterwegs bist, hast du außer Wegmarkierungen natürlich gar keine Orientierungsmöglichkeit mehr. Somit macht dich die Technik auch abhängig, was aber eben in erster Linie deiner Sicherheit dient. Auf jeden Fall ist eine vernünftige Powerbank unabdingbar, um deine Geräte ohne Steckdose nachladen zu können.

Leider bedeutet das Ganze auch Kabelsalat. Ich muss zwei Ladekabel unterwegs brauche. Eins für die Smartwatch und eines für Micro-USB-Geräte. Außerdem brauche ich auch noch einen Adapter für neuere Geräte wie mein Smartphone, die in der Regel den besseren USB-C-Anschluss verbaut haben.

Und nicht zuletzt, wenn du einmal damit angefangen hast, bist du wohl auch in einem gewissen Zugzwang, dich immer mit der neuesten Technik vertraut zu machen. Welche Geräte brauchst du, was ist überflüssig geworden, was für neue Entwicklungen gibt es? Never ending story.

Für mich hat die Story jetzt erst einmal begonnen und ich bin noch am Lernen. Doch so viel ist mir jetzt schon klar: Das Papier vermisse ich bestimmt nicht mehr, und die GPS-Navigation gibt mir ganz neue Souveränität bei der Orientierung, die wirklich überfällig war.

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