gipfelwelt.net https://gipfelwelt.net Touren, Testberichte, Trekkingtipps Sun, 19 Jan 2020 19:59:03 +0000 de-DE hourly 1 https://i1.wp.com/gipfelwelt.net/wp-content/uploads/logo_9001-55bd6151v1_site_icon.png?fit=32%2C32&ssl=1 gipfelwelt.net https://gipfelwelt.net 32 32 81827743 ViewRanger: Tourenplanung und GPS-Navigation https://gipfelwelt.net/2020/01/13/viewranger-tourenplanung-und-gps-navigation/ https://gipfelwelt.net/2020/01/13/viewranger-tourenplanung-und-gps-navigation/#respond Mon, 13 Jan 2020 14:10:52 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=33736

Die App ViewRanger bietet umfangreiche kostenlose Funktionen für die GPS-Navigation und lässt sich auf allen Endgeräten nutzen: PC, Smartwatch, Smartphone. Nach einem Unfall im letzten Sommer, der auf Wegverlust aufgrund von Schneeverwehungen zurückzuführen war, bin ich endlich in die GPS-Navigation … Weiter

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ViewRanger Startseite
ViewRanger Startseite © gipfelwelt.net

Die App ViewRanger bietet umfangreiche kostenlose Funktionen für die GPS-Navigation und lässt sich auf allen Endgeräten nutzen: PC, Smartwatch, Smartphone.

Nach einem Unfall im letzten Sommer, der auf Wegverlust aufgrund von Schneeverwehungen zurückzuführen war, bin ich endlich in die GPS-Navigation eingestiegen und habe mich damit von Papierkarten verabschiedet. Ich nutze für die Navigation derzeit meine Smartwatch TicWatch Pro und mein Smartphone Galaxy S8. Damit mir unterwegs nicht so schnell der Saft ausgeht, habe ich eine 10.000er Powerbank dabei.

Als Programm für die Erstellung von Routen, Aufzeichnung von Tracks und vor allem natürlich die Live-Navigation hat mich ViewRanger überzeugt. Das Projekt wurde 2006 von der britischen Firma Augmentra gestartet.

Plattformunabhängig und geräteübergreifend

Das erste Argument ist die plattformunabhängige und geräteübergreifende Anwendung, sowohl browserbasiert als auch über gerätespezifische Apps. Um ViewRanger nutzen zu können, benötigst du einen Account, der in den umfangreichen Grundfunktionen kostenlos ist. Mit deinen Login-Daten kannst du dann über alle Endgeräte auf deine Tracks und Routen zugreifen und sie auch zur Offline-Nutzung herunterladen.

So lassen sich die Routen bequem am PC mit einem großen Bildschirm erstellen. Die Apps geben die Inhalte deines Accounts gerätegerecht wieder. Sie gibt es derzeit für Androidgeräte und Smartwatches mit dem androidbasierten WearOS, für iOS-Geräte und die Apple Watch, und für Amazon Kindle-eReader. Natürlich wäre toll, wenn sie bald auch für andere eReader wie meinen tolino käme.

Umfangreiches kostenloses Kartenmaterial

Das zweite Argument für ViewRanger ist das im Gegensatz zu den meisten anderen Anbietern vollständig kostenfreie Kartenmaterial, das auf Open Source-Projekten und den verschiedenen Versionen von Google Maps basiert. Dazu lassen sich je nach Bedarf Topo-Karten der Bergverlage für jede beliebige Region kaufen, was aber nur selten notwendig sein dürfte.

Für die Offline-Nutzung lassen sich derzeit das hauseigene ViewRanger Landscape (basierend auf Open Street Map), Google Sattelite und OpenCycleMap verwenden. Bei der Erstellung von Routen kannst du zwischen weiteren Ansichten wählen, wie zum Beispiel Open Street Map oder Google Hybrid.

Routen erstellen und Karten offline nutzen

ViewRanger Editor
ViewRanger Editor © gipfelwelt.net

Du kannst dir auf dem jeweiligen Endgerät einen Kartenausschnitt deiner Wahl zur Offline-Nutzung herunterladen. Dies geht mit oder ohne Route. Das GPS-Signal wird dir immer einigermaßen genau sagen können, wo du gerade bist. Das einzige Limit für die Größe des Kartenausschnitts ist der Speicher deines Gerätes.

Wenn du einer vorab festgelegten Route folgen willst, so ist der erste Schritt einer Tourenplanung, die entsprechende Route in ViewRanger zu erstellen. Natürlich kannst du auch die fertige Route eines anderen Wanderers oder eines Bergverlags in deine Account importieren.

Wenn du die Route selbst erstellst, wählst du in deinem Account unter “Routen und Tracks” den Menüpunkt “Route im Editor erstellen”. Du kannst beim Erstellen zwischen verschiedenen Karten wechseln. Ich finde das hauseigene “ViewRanger Landscape” ziemlich gut, allerdings fehlen manchmal Bezeichnungen, etwa von Gewässern. Auch bei Gebäuden fällt es oft dünn aus (Parkplätze, Busstationen, Unterkünfte …). Da kannst du dann zwischendurch mal zu dem detailreichen Open Street Map oder dem normalen Google Maps wechseln. Google Physical finde ich auch klasse, das stellt grafisch die landschaftliche Beschaffenheit dar.

Nun setzt du auf den offiziellen Wanderwegen Wegpunkte und gehst so virtuell die ganze Strecke ab. Das ist recht kleinteilig und gerade am Anfang zeitaufwändig, bis man etwas Routine hat. Je genauer du vorgehst, desto zuverlässiger wird nacher die GPS-Navigation funktionieren. Mit der angebotenen automatischen Routenerstellung komme ich gar nicht zurecht. Ich hoffe, mit dem bald verfügbaren “AutoPlot” wird das schneller gehen.

Wenn du dieselbe Strecke zurückgehst, kannst du mit “Route umkehren” den Rückweg anlegen. Das ist auch sehr empfehlenswert, zwei Routen zu verwenden, da sonst das GPS manchmal durcheinander kommt und die Navigation zwischen Hin- und Rückweg hin und herspringt.

ViewRanger Routenvorschau
ViewRanger Routenvorschau © gipfelwelt.net

Super finde ich die Routenvorschau. Hier kriegst du die genaue Distanz und ein Höhenprofil von erstellten Routen.

Alle Routen in deinem Account kannst du auf dem jeweilgen Endgerät zur Offline-Nutzung herunterladen. Wie es mit der Live-Navigation klappt, habe ich im Testbericht meiner TicWatch Smartwatch beschrieben.

ViewRanger Premium-Funktionen

Definitiv eine gute Idee, aber nicht notwendig, ist es, für gerade mal 4,99 Euro/Jahr die Premium-Funktionen freizuschalten.

  • Der wichtigste Vorteil ist, dass du dann unbegrenzt Offline-Karten auf deinen Geräten speichern kannst.
  • Die für iOS bereits verfügbare “AutoPlot”-Funktion wird laut Ankündigung auch bald für Android verfügbar sein. Sie klingt sehr vielversprechend, da sie die Routenerstellung zwischen definierten Wegpunkten automatisiert und damit arg beschleunigt.

Ansonsten gibt es noch ein paar weitere Features, die derzeit eher als Spielerei gelten dürften. Doch vor allem die Augmented Reality-Anwendungen werden in naher Zukunft sicher eine sehr bedeutende Rolle spielen:

  • Die mächtige Augmented Reality-Funktion “Skyline” ermöglicht, über die Kamera deines Gerätes in der realen Landschaft zu navigieren. Auch kannst du mit ihr Berggipfel, Seen und Orte identifizeren.
  • Wenn du Tracks aufzeichnest, kannst du live Fotos hinzufügen.
  • Bei bestehender Datenverbindung kannst du über “Buddy Beacon” deinen Standort mit Mitwanderern teilen.
  • Tracks und Routen lassen sich als 3D-Simulation ansehen.

Es ist möglich, ein Premium-Abo mit einem Karten-Abo für (bislang noch nicht so viele) einzelne Länder zu kombinieren. So hat man da immer die aktuellen Karten der Bergverlage zur Verfügung. Da die kostenlosen Karten allerdings hervorragende Dienste leisten, ist das nicht wirklich erforderlich.

Die ViewRanger-Community

Gerade für Blogger interessant ist die weltweite Community, der du mit deinem ViewRanger-Account beitreten kannst – wenn du es möchtest. Du kannst dein Profil dann (teilweise) öffentlich machen und entscheiden, welche Tracks und Routen du kostenlos oder auch gegen Geld zur Verfügung stellen möchstest. Wenn jemand in einer Region nach Routen sucht, werden ihm dann deine Routen angezeigt.

Umgekehrt findest du für die Tourenplanung weltweite Inspirationen. Viele Routen werden nicht nur von Wanderern, sondern auch etwa von Tourismusverbänden, unter “Routen finden” kostenfrei zur Verfügung gestellt und du kannst die GPS-Tracks in dein Nutzerkonto laden, um sie für die Navigation zu nutzen. Daneben findest du Angebote von kommerziellen Anbietern wie dem Bergverlag Rother. Ein Vorteil ist, dass du nicht komplette Wanderführer kaufen musst, sondern einzelne Routen erwerben kannst. Wenn du dir schon einen Rother-Führer gekauft hast, kannst du dir die Routen mit den GPS-Tracks mit einem im Buch zur Verfügung gestellten Passwort ohne Extrakosten herunterladen.

Alle deine Routen kannst du in deine Webseite einbinden, indem du auf “Mein Profil” gehst und dort “Alle Routen auf einer Karte anzeigen” auswählst. Unter der Karte findest du den Code dafür.

Du kannst natürlich auch nur eine einzelne Route einbinden, so wie ich es bei meinen Tourenbeschreibungen mache. Der Code dafür versteckt sich ganz rechts oben im Teilen-Menü bei der Routenvorschau.

Kritikpunkte

Ich bin bislang sehr begeistert von ViewRanger und die Navigation mit oder ohne vordefinierte Routen funktioniert sehr gut, sodass ich Papierkarten kein bisschen vermisse. Natürlich gibt es auch immer was zu meckern. Das Design und die Usability sind denke ich etwas in den Anfangsjahren stecken geblieben. Routen mit dem Handy erstellen kriege ich beispielsweise nicht hin. Auch sind die Funktionen, um die Live-Navigation zu pausieren und zu beenden, ziemlich versteckt. Die Community finde ich sehr unübersichtlich, man kann auch nicht nach bestimmten Anbietern von Kartenmaterial suchen, sondern nur indem man direkt durch die Übersichtskarte scrollt.

Der extreme Funktionsumfang der App ist zwar großartig, macht es aber manchmal schwer, durchzublicken. Teilweise gibt es Doppelstrukturen in der Navigation, und die Benutzeroberflächen zwischen den verschiedenen Apps und dem Browserzugriff weichen sehr voneinander ab, sodass eine gewisse Einarbeitungszeit erforderlich ist. Hier hilft zumindest der große Supportbereich mit Manuals und Video-Tutorials. Für die Weiterentwicklung der App wäre vielleicht “Verschlankung” eine gute Devise.

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Rucksack-Packgewicht-Abspeck-Aktion 2019 https://gipfelwelt.net/2020/01/01/rucksack-packgewicht-abspeck-aktion-2019/ https://gipfelwelt.net/2020/01/01/rucksack-packgewicht-abspeck-aktion-2019/#respond Wed, 01 Jan 2020 21:46:48 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=32573

Ja, auch 2019 war ich wieder auf Grammjagd. Ein bisschen was war wieder drin, um das Rucksack-Packgewicht weiter zu reduzieren. Um meine Position im Ultraleicht-Trekking weiter auszubauen, hinterfrage ich jedes Jahr kritisch mein aktuelles Rucksack-Packgewicht, das sich durch meine Packliste … Weiter

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Ja, auch 2019 war ich wieder auf Grammjagd. Ein bisschen was war wieder drin, um das Rucksack-Packgewicht weiter zu reduzieren.

Um meine Position im Ultraleicht-Trekking weiter auszubauen, hinterfrage ich jedes Jahr kritisch mein aktuelles Rucksack-Packgewicht, das sich durch meine Packliste ergibt. Mit diesen wichtigen generellen Regeln habe ich so 2016 über 500 Gramm abgespeckt, 2017 waren es sogar 650 Gramm. Doch damit nicht genug: 2018 waren es vor allem dank eines neuen Ultraleicht-Trekking-Zelts sogar 1,3 Kilogramm!

Und es gibt immer wieder noch weiteren Spielraum. Sei es durch Produkt-Innovationen, durch Produkte, die dank mehrfachen Verwendungszweck andere ersetzen, oder schlicht und einfach durch Verzicht. Ich habe tatsächlich auch eine kindliche Freude daran, wenn ich noch weitere Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion finde.

Es ist zwar zunächst einmal auch etwas dazu gekommen: Bei Zelttouren habe ich mich für mehr Komfort durch ein aufblasbares Kissen entschieden. Die 60 Gramm Mehrgewicht verbessern den Schlaf allerdings auch erheblich.

Hinzugekommen ist mit ca. 100 Gramm inkl. Ladekabel auch meine Smartwatch, die mir bei der GPS-Navigation sehr gute Dienste leistet. Diesem Thema habe ich mich im letzten Jahr endlich einmal gestellt und bin jetzt zeitgemäß und vor allem mit erhöhter Sicherheit unterwegs.

Es ist also an dieser Stelle beim Rucksack-Packgewicht ein Minus von 160 Gramm zu vermerken durch diese zwei neuen Produkte auf meiner Packliste. Drei Produkte konnte ich hingegen austauschen, die eine Packgewicht-Reduktion knapp 500 Gramm mit sich bringen. Das macht dann unterm Strich also minus 340 Gramm im Jahr 2019.

adidas TERREX Fast Mid GTX Surround Schuhe

adidas Terrex Fast Mid GTX Schuhe mit Continental-Sohle
adidas Terrex Fast Mid GTX Schuhe mit Continental-Sohle © gipfelwelt.net

Den wesentlichen Batzen bei der diesjährigen Abspeck-Aktion macht meine radikale Entschlackungskur beim Thema Schuhe aus. Mittlerweile sind doch viele Wanderer zu sehen, die sich von klassischen Wanderschuhen verabschiedet haben und stattdessen auf wesentlich leichtere Trailrunning-Schuhe ausweichen, die ähnliche Eigenschaften wie Wanderschuhe haben. Ab jetzt darf ich mich auch dazu zählen, wenngleich ich weiterhin die Eigenschaften eines hohen Schafts zu schätzen weiß und nicht gleich ganz radikal auf Halbschuhe gewechselt habe. Unterschiedliche Schuhe brauche ich seitdem nicht mehr, diese eignen sich für fast jeden Einsatzzweck.

Norröna falketind Alpha60 Isolationsjacke

Norrona falketind Alpha60 Jacke Futter und Kinnschutz
Norrona falketind Alpha60 Jacke Futter und Kinnschutz © gipfelwelt.net

Für die Isolation habe ich eine etwas leichtere Jacke gefunden mit dem innovativen Isolationsmaterial Polartec Alpha.

tolino shine 3 eReader

tolino shine 3
tolino shine 3 © gipfelwelt.net

Eher unfreiwillig musste ich mir einen neuen eReader zulegen, da mein tolino kaputt gegangen ist. Es wurde mangels Alternativen auch wieder ein tolino, der aber zumindest etwas leichter ist.

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Winterwanderung zum Landauersee https://gipfelwelt.net/2019/12/19/winterwanderung-zum-landauersee/ https://gipfelwelt.net/2019/12/19/winterwanderung-zum-landauersee/#respond Thu, 19 Dec 2019 16:52:16 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=39187

Mittelschwere Winterwanderung zum Landauersee oberhalb von Schladming, deren größte Herausforderung die schneebedingten Wegbedingungen waren. Da der Alpenföhn im Skiurlaub anhielt und ich keine Lust hatte auf einen weiteren Tag Gerutsche im Schneematsch, machte ich am letzten Tag stattdessen diese Winterwanderung … Weiter

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Winterlicher Landauersee
Winterlicher Landauersee © gipfelwelt.net

Mittelschwere Winterwanderung zum Landauersee oberhalb von Schladming, deren größte Herausforderung die schneebedingten Wegbedingungen waren.

Da der Alpenföhn im Skiurlaub anhielt und ich keine Lust hatte auf einen weiteren Tag Gerutsche im Schneematsch, machte ich am letzten Tag stattdessen diese Winterwanderung zum Landauersee.

Ich startete am Parkplatz “Tauerngold” und brauchte hin und zurück knapp 3,5 Stunden.

Die an sich nicht schwere Tour wurde durch die Schneebedingungen eine kleine Herausforderung.

Gefrorener Wasserfall
Gefrorener Wasserfall © gipfelwelt.net

Das erste Drittel führt über einen Waldpfad den Giglachbach hinauf und war dank Föhnwind fast schneefrei. Ein geforener Wasserfall war allerdings ein stummer Zeuge der aktuellen Jahreszeit.

Brücke über den Giglachbach
Brücke über den Giglachbach © gipfelwelt.net

Nach Passieren einer kleinen Brücke kam ich in den Schnee. Im zweiten Drittel der Tour zum Landauersee hielt es sich noch in Grenzen mit dem Schnee, er war nicht so tief, dass ich einsank.

Ich erreichte einen Fahrweg. Der Wanderweg verläuft teilweise auf diesem und teilweise geht es steil den Hang hinauf. In Anbetracht der Witterung blieb ich jedoch auf dem Fahrweg, der in engen Kurven den Hang hinauf führt.

Schneegestapfe hinauf zum Landauersee

Schneerutschreste versperren den Weg
Schneerutschreste versperren den Weg © gipfelwelt.net

Ein Schneerutsch hatte schätzungsweise ein paar Tage zuvor gleich drei Stellen des Weges verschüttet. Somit war bei der Kletterei über die Reste des Schneerutsches der Einsatz der Hände erforderlich.

Noch ein gefrorener Wasserfall kurz vor dem Landauersee
Noch ein gefrorener Wasserfall kurz vor dem Landauersee © gipfelwelt.net

Weiter oben begann nun das richtige Winterwunderland, wo sogar ein riesiger Wasserfall komplett zu Eis erstarrt war. wurde der Schnee recht tief und war leider so weich, dass ich bei fast jedem Schritt einbrach. Somit wurde das letzte Drittel des Aufstiegs recht anstrengend.

Dann endlich der Abzweig zum See! Ein paar Kurven ging es jetzt wieder hinab, bis ich das fantastische Panorama des fast zugefrorenen Sees genießen konnte.

Auf gleichem Weg zurück.

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Winterwanderung zum Riesachsee https://gipfelwelt.net/2019/12/18/winterwanderung-zum-riesachsee/ https://gipfelwelt.net/2019/12/18/winterwanderung-zum-riesachsee/#respond Wed, 18 Dec 2019 16:09:24 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=39121

Diese leichte Winterwanderung in der Region Schladming führt auf Fahrweg und Waldpfad vom Gasthof “Weiße Wand” über den Riesachfall zum Riesachsee. Bei meinem Skiurlaub in Schladming machte mir an den letzten Tagen der Alpenföhn einen Strich durch die Rechnung. Als … Weiter

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Riesachsee
Riesachsee © gipfelwelt.net

Diese leichte Winterwanderung in der Region Schladming führt auf Fahrweg und Waldpfad vom Gasthof “Weiße Wand” über den Riesachfall zum Riesachsee.

Bei meinem Skiurlaub in Schladming machte mir an den letzten Tagen der Alpenföhn einen Strich durch die Rechnung. Als ich genug hatte von der Eispiste, die im Tagesverlauf zur Matschpiste wurde, entschied ich mich statt Ski fahren zu einer kleinen Winterwanderung. Meine Wahl fiel auf den Riesachsee mit dem Riesachwasserfall.

Riesachwasserfall
Riesachwasserfall © gipfelwelt.net

Die leichte Wanderung führte hauptsächlich über einen nicht sehr spannenden Fahrweg, der im Winter für Autos gesperrt ist. Ich habe gut eineinhalb Stunden hin und zurück gebraucht.

Bis zum Gasthaus “Weiße Wand” darf man mit dem Auto fahren und kann es auf dessen Parkplatz lassen.

Nun ging es los, den Fahrweg weiter, dann über den Bach und auf einem schönen Waldpfad bis zum Gasthof Riesachfall und weiter bis zum Aussichtspunkt auf den unteren Riesachfall.

Im Sommer kann man bis ganz zum See neben dem Riesachbach über den “Alpinsteig Höll” gehen, dieser war aber gesperrt. Also ging es oberhalb des Wasserfalls wieder auf dem Fahrweg weiter und in steilen Kurven bis zum See. Auf gleichem Weg zurück.

Das Tolle an der Winterwanderung war, dass ich den See ganz für mich haben konnte, der im Sommer ganz offensichtlich ein trubeliges Ausflugsziel ist.

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Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Jacke im Test https://gipfelwelt.net/2019/12/17/hagloefs-l-i-m-gtx-shakedry-hood-jacke-im-test/ https://gipfelwelt.net/2019/12/17/hagloefs-l-i-m-gtx-shakedry-hood-jacke-im-test/#respond Tue, 17 Dec 2019 20:55:58 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=37582

Die Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood ist eine ultraleichte, wasserdichte und wärmende Jacke mit minimalistischer Ausstattung. Wie macht sie sich im Schnee? Mit dieser ultraleichten Jacke will Haglöfs offenbar vor allem Skitourengeher ansprechen. Genauso ist die Jacke sicherlich für jede … Weiter

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Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Vorderseite
Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Vorderseite © gipfelwelt.net

Die Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood ist eine ultraleichte, wasserdichte und wärmende Jacke mit minimalistischer Ausstattung. Wie macht sie sich im Schnee?

Mit dieser ultraleichten Jacke will Haglöfs offenbar vor allem Skitourengeher ansprechen. Genauso ist die Jacke sicherlich für jede Art von Winterwandern und Winterbergsteigen interessant. Der sehr sportive Look unterstreicht diese Zielgruppe.

Das geringe Gewicht kann allerdings nur durch eine absolut minimalistische Ausstattung erreicht werden, die gewisse Einschränkungen mit sich bringt. Von dem her war ich gespannt, ob das beim Einsatz mit Einbußen einher geht, oder ob sie doch noch als vollwertige Winterjacke mithalten kann.

Wintersportgerechte Ausstattung

Gerade mal knapp 400 Gramm/Größe M machen diese Jacke als wärmend gefütterte Wintersportjacke zu einem Ultraleicht-Trekking-Produkt.

Zunächst bietet die Ausstattung alles Notwendige. Die Kapuze lässt sich an den Seiten sowie an der Rückseite in der Größe anpassen. Sie wird nicht als helmtauglich beworben. Allerdings ist sie so groß, dass dein Skihelm oder Kletterhelm mit ein bisschen Glück darunter passen sollte.

Für den Wintersport passend ist sie auch mit einem RECCO-Reflektor am Kapuzenschirm ausgestattet.

Der Schnitt fällt körpernah aus, was mir sehr gut gefällt, da das bei Winterjacken eher selten der Fall ist. Es bleibt dennoch genug Platz für eine weitere Isolationsschicht darunter.

Wenn es sehr windet, kannst du mit dem Kordelzug am Saum verhindern, dass es von unten rein bläst.

Mit Taschen ist die Jacke nur rudimentär ausgestattet. Zwei Außentaschen mit Reißverschluss und eine Brunstinnentasche aus leider ohne sichernden Reißverschluss sind alles. Wenigstens eine vernünftige Innentasche wäre noch gut gewesen. Die Innentasche ist zwar so groß geschnitten, dass kaum was rausfallen sollte. Dennoch möchte ich das Risiko nicht eingehen, bei einem Sturz oder so mein Hab und Gut zu verlieren, und nutze daher nur die Außentaschen.

Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Rückseite
Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Rückseite © gipfelwelt.net

Für ein zusätzliches Plus an Atmungsaktivität und Flexibilität sorgt ein dehnbarer, ungefütterter Einsatz am Rücken. Also an der Körperstelle, wo man mit am stärksten schwitzt. Für den Gebrauch beim Sport mag das einen Vorteil bringen. Dieser Einsatz sieht allerdings schon ein bisschen komisch aus.

An den Ärmelabschlüssen findest du minimalistische Klettverschlüsse. Sie reichen aber vollkommen aus, um die Ärmel dicht über den Handschuhen festzuzurren, sodass keine Kälte reinkommt.

Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Armabschluss
Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Armabschluss © gipfelwelt.net

Wasserdicht mit Gore-Tex Shakedry

Ein Faktor, der die Jacke so leicht macht, ist die Verwendung von Gore-Tex Shakedry. Diese relativ neue Weiterentwicklung der wasserdichten Gore-Tex-Membran kommt komplett ohne Außenlage aus, die Membran wird also selbst zum Textil. Neben der etwas speziellen Optik bedeutet das auch eine eingeschränkte Robustheit. Du solltest mit einer solchen Jacke keine schweren Rucksäcke tragen, und den Kontakt mit der Skikante dürfte sie auch eher nicht unbeschadet überstehen. Das ist also auf jeden Fall eine gewisse Einschränkung, wenn du dich draußen austoben willst.

QuadFusion spendet Wärme – bei Bewegung

Besonders gewichtsparend wirkt sich außerdem das Futtermaterial aus. Es kommt das hauseigene QuadFusion von Haglöfs zum Einsatz mit üppigen 98 g/m². Das verspricht genug Wäre bis in den Minusbereich hinein. Verwendet wird eine offene Konstruktion wie bei Polartec Alpha, die next to skin ohne Innenlage getragen wird und damit eine Innenlage verzichtbar macht. Während eine gewöhnliche Winterjacke also aus vier Lagen besteht, reichen für diese Jacke zwei Lagen.

Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Innenfutter
Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry Hood Innenfutter © gipfelwelt.net

Allerdings ist die Gestaltung der Jacke auf Bewegung ausgelegt. Die Unterarme, die Kapuze und der Rückenbereich zwischen den Schultern (wo man besonders viel schwitzt) haben kein Futtermaterial.

Schon geringe Bewegungsintensität bringt das QuadFusion-Futter in Schwung. Der Isolationseffekt entsteht nicht wie bei gängigen Futtermaterialien durch Masse, sondern indem erzeugte Wärme ausgezeichnet am Körper gehalten wird. Dafür muss sie aber eben erst mal erzeugt werden. Doch schon bei leicher Bewegung spürst du förmlich das warme Flirren um dich herum.

Diese Art Isolationsmaterialien hat neben der Gewichtsersparnis noch eine Reihe anderer Vorteile. So etwas wie Hitzestau gibt es hier nicht, das hauchdünne Material gibt die Wärme sofort ab, wenn du es willst, indem du die Jacke öffnest. Da umschließt dich nichts Schwitziges und du wirst nicht von der Watte einer Standardfüllung fest umschlossen. Wenn du aufgrund hoher Bewegungsintensität ins Schwitzen kommst, gibt die lockere Waffelstruktur des Futters die Feuchtigkeit sofort ab und es sammelt sich kein Schweiß. So bleibst du in der Jacke trocken und warm.

Die Atmungsaktivität steht also ganz im Vordergrund dieses Isolationsmaterials. Nur eben wenn du dich nicht bewegst oder bewegt hast, dann wird dir auch nicht wirklich warm. Polartec Alpha finde ich was das Wärmen in Ruhesituationen angeht besser, aber QuadFusion ist bei der neuen Generation offener Isolationsmaterialien auf jeden Fall auch vorn mit dabei. Vielleicht hätte man gerade in Anbetracht des extrem geringen Gewichts und der hohen Atmungsaktivität dieser QuadFusion-Variante nicht ganz so radikal sparen sollen beim Futter und es auch in der Kapuze und in den Armen platzieren.

Die Haglöfs L.I.M. GTX Shakedry als Skijacke

Jetzt wollte ich es wissen und habe die Jacke dieser Tage beim Ski fahren ausprobiert. Die spannendste Frage war für mich: Würde das reduzierte Futter mich in Kälte erstarren lassen, wenn ich auf dem Berggipfel aus der Gondel steige und den Hang hinab sause, oder im Sessellift sitze? Das ist tatsächlich überhaupt nicht der Fall. Natürlich solltest du spätestens ab etwa fünf Grad und weniger schon eine weitere Isolationsschicht darunter tragen, aber das machst du ja wahrscheinlich bei jeder Skijacke.

Bis in den leichten Minusbereich hinein reicht diese Jacke aus in Kombination mit meiner Isolationsjacke (60 g/m2 Fütterung), die ich zum Bergsteigen verwende. Wenn es noch kälter ist, trage ich eine andere Isoliationsjacke mit 80 g/m2 Fütterung. (Fahrt-)Wind hält sie also ganz prima stand.

Ebenfalls von Vorteil gerade beim Ski fahren ist die Tatsache, das Wärme bei Bedarf schnell abgegeben wird. Schließlich wechselst du ja ständig zwischen Innenräumen und draußen. Während mir da manchal in der Gondel die Soße lief von den ganzen gefütterten Klamotten, mache ich hier einfach den Reißverschluss ein bisschen auf und gut ist.

Besonders gut zum Ski fahren finde ich den körpernahen Schnitt in der Kombi mit dem geringen Gewicht. Das bringt nicht nur eine hohe Bewegungsfreiheit mit sich, sondern auch der Luftwiderstand ist geringer als mit den plustrigen Jacken, die viele tragen, und ich kann schnittiger den Hang runter sausen.

Einzig die eingeschränkte Robustheit ist etwas fraglich beim Einsatz auf der Piste. Wenn es da mal zu einem Sturz kommt, oder die Skier beim Tragen mit der Jacke in Kontakt kommen, weiß ich nicht, ob sie das übersteht.

Aber die Vorteile überzeugen mich so sehr, dass ich meine “normale” wattierte Skijacke gar nicht mehr anziehen mag.

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Porridge Outdoor-Rezept https://gipfelwelt.net/2019/12/15/porridge-outdoor-rezept/ https://gipfelwelt.net/2019/12/15/porridge-outdoor-rezept/#respond Sun, 15 Dec 2019 20:18:47 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=37834

Die Outdoorküche: Eine Flamme, ein Topf, eine Pfanne, eine Schüssel, ein Spork, ein Taschenmesser. Und ganz viel Genuss: Outdoor-Rezept Porridge. Wer es gern süß mag, findet mit Porridge bzw. Haferbrei wie auch beim Grießbrei ein Gericht, das sich gut, einfach … Weiter

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Porridge
Porridge © gipfelwelt.net

Die Outdoorküche: Eine Flamme, ein Topf, eine Pfanne, eine Schüssel, ein Spork, ein Taschenmesser. Und ganz viel Genuss: Outdoor-Rezept Porridge.

Wer es gern süß mag, findet mit Porridge bzw. Haferbrei wie auch beim Grießbrei ein Gericht, das sich gut, einfach und schnell mit der Campingküche zubereiten lässt.

Die Hauptzutat Haferflocken kannst du außerdem gut im Rucksack transportieren. Ansonsten kriegst du sie auch wohl so ziemlich überall zu kaufen.

Neben Milch – notfalls Wasser – und Süßungsmittel ergänzt du das Gericht einfach mit allem, worauf du Lust hast, was du noch übrig hast, oder was du kriegen kannst: Nüsse, Mandeln, Obst …

Porridge gibt sowohl ein nahrhaftes Frühstück, als auch in entsprechender Menge eine Hauptmahlzeit her.

Zutaten Porridge für Zwei

  • je nach Hunger mindestens 100 Gramm Haferflocken
  • doppelte so viel Milch, notfalls Wasser
  • ggf. eine Prise Salz
  • ordentlich Zucker oder Honig zum Süßen
  • nach Belieben/Möglicheit Früchte, Nüsse, Mandeln …

Zubereitung

Die Haferflocken (und ggf. Nüsse/Mandeln) unter sehr schnellem Rühren im Topf etwas anrösten. Mit der Milch ablöschen. Salz und Zucker oder Honig dazu geben. Unter stetigem Rühren einkochen lassen, bis ein schöner Brei entstanden ist. Das dauert einige Minuten. Ggf. Früchte beigeben. Fertig!

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Gore-Tex Shakedry – bye, Außenmaterial https://gipfelwelt.net/2019/11/27/gore-tex-shakedry-bye-aussenmaterial/ https://gipfelwelt.net/2019/11/27/gore-tex-shakedry-bye-aussenmaterial/#respond Wed, 27 Nov 2019 16:58:16 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=37719

Einmal Membran ohne alles: Bei Gore-Tex Shakedry wird auf jegliches Außenmaterial verzichtet. Das Ergebnis ist ein wasserdichtes, ultraleichtes Kleidungsstück. Wolltest du schon immer mal wissen, wie so eine wasserdichte Membran wie die von Gore-Tex eigentlich aussieht? Dazu wirst zu jetzt … Weiter

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Gore-Tex Shakedry © gipfelwelt.net
Gore-Tex Shakedry

Einmal Membran ohne alles: Bei Gore-Tex Shakedry wird auf jegliches Außenmaterial verzichtet. Das Ergebnis ist ein wasserdichtes, ultraleichtes Kleidungsstück.

Wolltest du schon immer mal wissen, wie so eine wasserdichte Membran wie die von Gore-Tex eigentlich aussieht? Dazu wirst zu jetzt öfters Gelegenheit haben. Denn Hersteller Gore hat sein Funktionsmaterial so weiter entwickelt, dass es sich jetzt direkt zu Kleidung verarbeiten lässt. Die Membran hat sich in der Variante Gore-Tex Shakedry also zum Hauptmaterial emanzipiert und ist damit keine Membran mehr, sondern ein Textil.

Vor einigen Jahren wurde mit Gore-Tex Surround für Schuhe schon eine Weiterentwicklung der Membran eingeführt, die mit deutlich weniger Außenmaterial zurecht kommt, und dadurch die Atmungsaktivität und damit das Mikroklima der Schuhe verbessern kann. Da kann man Shakedry sicherlich als konsequent zu Ende geführte Weiterentwicklung sehen.

Spezielle Optik von Gore-Tex Shakedry

Höchst gespannt vom Ergebnis habe ich eine Jacke mit der neuen Gore-Tex-Variante ausprobiert. Da zunächst einmal was zur Optik, wie sieht das Ganze aus? Nicht unbdingt schön, meiner Meinung nach, aber neuartig, anders, futuristisch. Es hat einen matten Glanz. Das Material ist natürlich dünner, leichter und weicher als jedes mehrlagigige Laminat. Das ist ihm auch anzusehen, denn das macht es etwas knittrig. Nun gut, eine neuartige Optik in der Outdoor-Welt.

Was das typische Rascheln von Gore-Tex angeht, ist dieses hier ja quasi ungefiltert, da keine Schicht über der Membran liegt. Somit ist es für mein Empfinden intensiver wahrnehmbar als bei Jacken mit anderem Außenmaterial.

Der größte Nachteil von Gore-Tex Shakedry ergibt sich aus der radikalen Reduktion. In Ermangelung einer Außenschutzschicht sind entsprechende Jacken nur bedingt robust und sollten höchstens mit leichten Rucksäcken getragen werden. Ich kann zum Langzeiteinsatz noch nichts sagen, aber es ist offensichtlich, dass man dieses Material nicht allzu sehr herausfordern sollte. Deswegen solltest du auch denke ich unbedingt darauf achten, eine Gore-Tex Shakedry Jacke zu kaufen, bei der Stretch verarbeitet wurde. Das ist auch bei meiner Jacke der Fall. Es erhöht nicht nur den Tragekomfort beim Sport, sondern dürfte dank der größeren Flexibilität auch zur Lebensdauer des Materials beitragen.

Die einschichtige Konstruktion bietet gegenüber Membranen aber einige Vorteile:

Der Hersteller bewirbt vor allem die erhöhte Atmungsaktivität, da der Schweiß durch eine Schicht weniger nach draußen weichen kann. Schon bei Surround ist eine Verbesserung zu bemerken, sodass man hier – abhängig vom Innentextil – von einer weiter erhöhten Dampfdurchlässigkeit ausgehen kann.

Des Weiteren entfällt die Notwendigkeit, das Kleidungsstück mit einer DWR-Beschichtung zu imprägnieren und diese von Zeit zu Zeit zu erneuern. Denn aufgrund der hydrophoben Eigenschaft von Gore-Tex perlt das Wasser über die gesamte Lebensdauer des Kleidungsstücks bestens von der Oberfläche ab, sodass sich das Material nicht mit Wasser vollsaugt. Dass man sie, wie der Name suggeriert, einfach trockenschütteln kann, trifft jetzt nicht unbedingt zu. Die Jacke hat ja auch ein Innenmaterial, einen Textilüberzug oder ein isolierendes Futter. Das braucht dann schon seine Zeit, um zu trocknen.

Ideal für Ultraleicht-Trekking

Der größte Vorteil für mich als Ultraleicht-Trekking-Fan ist die Gewichtsreduktion. Eine Textilschicht weniger bedeutet im Falle von reinen Hardshells fast die Hälfte weniger Gewicht.

Während meine aktuelle Ultraleicht-Regenjacke mit knapp 200 Gramm schon eigentlich nichts mehr wiegt, gibt es jetzt beispielsweise bei Arcteryx eine Shakeydry Hardshell mit 120 Gramm Gewicht. Da ich ja sowieso nur mit minimalistischem Gepäck unterwegs bin, kann ich grundsätzlich auch eine geringere Robustheit des Materials hinnehmen. Die gefütterte Jacke, die ich gekauft habe, wiegt 400 Gramm und ist warm genug zum Ski fahren. Das ist natürlich schon der Hammer.

Also schauen wir mal, wie es nach längerer Nutzung aussieht. Gewöhnungsbedürftige Optik, geringe Robustheit, dafür aber auch extrem geringes Gewicht könnten unterm Strich auf jeden Fall dafür sorgen, dass sich Gore-Tex Shakedry zumindest unter Ultraleicht-Trekking-Fans, Trailrunnern und Bikern durchsetzt.

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Das Tarp als Schutzdach und Schattenspender https://gipfelwelt.net/2019/11/19/das-tarp-als-schutzdach-und-schattenspender/ https://gipfelwelt.net/2019/11/19/das-tarp-als-schutzdach-und-schattenspender/#respond Tue, 19 Nov 2019 18:44:53 +0000 https://gipfelwelt.net/?p=34413

Egal wann, wie, wo: Sicher ist, dein Tarp kriegst du mit etwas Übung abgespannt. Frei stehend oder in Verbindung mit Bäumen oder Bebauung. Ein Tarp hat viele Vorteile Die essenziellste Methode, dir im Freien einen Schutzraum zu schaffen, ist die … Weiter

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Abgespanntes Tarp
Abgespanntes Tarp © gipfelwelt.net

Egal wann, wie, wo: Sicher ist, dein Tarp kriegst du mit etwas Übung abgespannt. Frei stehend oder in Verbindung mit Bäumen oder Bebauung.

Ein Tarp hat viele Vorteile

Die essenziellste Methode, dir im Freien einen Schutzraum zu schaffen, ist die Verwendung eines sogenannten Tarp. Der Begriff steht für nichts anderes, als dass es sich um eine feste Plane handelt. Diese ist mit Ösen und Schlaufen versehen, sodass du sie mit ein paar Leinen und Heringen sowie etwas Übung so ziemlich überall abspannen kannst: Sowohl frei stehend, als auch in Kombination mit Bäumen, Sträuchern oder Bebauung.

Manch ein Ultraleicht-Trekking-Fan schwört auf das Tarp als Übernachtungsmöglichkeit. Denn auch das leichteste Leichtzelt wiegt immer noch ein paar Hundert Gramm mehr als eine bloße Plane. Mir persönlich ist die Übernachtung mit Tarp – bislang noch? – etwas zu frugal, denn du hast keine umschließende Hülle und bist daher nur eingeschränkt vor Wind, Wetter und neugierigen Blicken geschützt. Aber ich habe das Tarp in den letzten Jahren sehr lieb gewonnen, da ich mit minimalstem Gewicht, wo immer ich gerade bin und rasten möchte, einen Schutzraum installieren kann. Deswegen kommt es bei Tagesausflügen öfter mal in die Tasche oder in den Rucksack.

Der Haupteinsatzort für das Tarp ist für mich der Strand bzw. das Ufer, egal ob am Meer oder an einem schönen See. Denn wenn ich ein paar Stunden da bleiben möchte, brauche ich Schatten, der nicht nur mich kühl hält, sondern auch den Untergrund und meine Habseligkeiten, Speis und Trank … Und so ein klein bisschen Privatsphäre, wenn noch andere Leute da sind, ist auch ganz nett.

Noch gehört das Tarp zu den Ausnahmeerscheinungen am Strand, und ich werde regelmäßig darauf angesprochen. Doch offensichtlich kommen immer mehr Leute auf den Trichter, dass das eine äußerst angenehme Sache ist. Denn im Gegensatz zu Zelten staut sich die Luft und damit auch die Hitze nicht unter einem Tarp, wenn du es schön weit abspannst. Und durch die unzähligen Möglichkeiten kannst du eine riesige Menge an Schatten damit produzieren, an die auch kein Zelt ran kommt.

Abspannleine des Tarp
Abspannleine des Tarp © gipfelwelt.net

Diese Ausstattung brauchst du:

Die Tarp-Plane ist natürlich das Wichtigste. Hier habe ich mich für das leichteste Modell entschieden, das ich seinerzeit finden konnte. Das war das “Terra Nova Competition Tarp 2” mit 370 Gramm Gewicht inkl. Packsack und einer Größe von 2,5 x 3 m. Dies hat allerdings keinen ausgewiesenen UV-Schutz, sodass du dich auch unter dem Tarp ordentlich mit Sonnenschutz einsprühen solltest.

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Damit du dein Tarp zum Leben erwecken kannst, benötigst du fast immer Stangen. Ich verwende dafür meine aktuellen Ultraleicht-Trekkingstöcke.

Außerdem brauchst du noch mindestens vier Leinen mit Abspannring, und eine entsprechende Anzahl Heringe. Da habe ich beides im Ultraleicht-Trekking-Bereich aus Titan von MSR gefunden. Du solltest Sand- oder Schneeheringe kaufen, weil du die wirklich in jedem Untergrund fest verankert kriegst. In festerer Erde steckst du sie wie normale Heringe fest. Bei weichen Untergründen wie Sand, Kies oder Schnee buddelst du sie waagerecht (!) ein.

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Aufbau und Varianten

Die autarkste Weise, wie du eine Plane abspannen kannst, ist wie ein Zelt. Also in der Mitte einmal gefaltet über zwei Stangen gespannt. Dies hat dann allerdings auch die Nachteile eines Zelts, dass es nicht viel Schutzraum bietet und nicht sehr viel Schatten spendet.

Wenn du vier Stangen zur Verfügung hast, dann kannst du es als richtiges Sonnensegel horizontal abspannen. Da du in der Regel nicht so viele Stangen dabei haben wirst, kannst du dann teilweise auf Bebauung oder Bewuchs zurückgreifen. Dies hat auch den Vorteil, dass du die Leine ohne Hering abspannen kannst, indem du sie einfach mit dem festen Gegenstand verknotest.

Sehr praktisch, weil nicht so anfällig für Windböen, finde ich die Variante, die Plane an der Vorderseite auf den Stangen abzuspannen und an der gegenüberliegenden Seite auf dem Boden.

Ansonsten sind erdenklich viele Varianten möglich, mit einer oder drei Seiten hochgespannt …

Bei Wind solltest du darauf achten, dass dieser sich nicht wie in einem Segel verfängt, sondern über die Plane hinwegwehen kann. Also brauchst du entsprechende Schrägen zur Windseite hin. So hast du Windschutz und das Tarp wird dir nicht weggeblasen.

Festgebundene Abspannleine des Tarp
Festgebundene Abspannleine des Tarp © gipfelwelt.net

ZuerstDu brauchst ein Minimum an Technik, das heißt du solltest imstande sein, Schlaufen zu knoten. Damit fixierst du die Abspannringe an der gewünschten Stelle, sodass du sie straff ziehen kannst, und verbindest sie mit dem Hering. Wenn du das Tarp abbaust, brauchst du dann einfach nur die Schlaufe aufzuziehen. Das ist ja wirklich überhaupt nicht schwer. Etwas Übung brauchst du vielleicht, damit du die Schlaufen ganz straff geknotet kriegst.

Die Aufbaureihenfolge ist diese: Zuerst ziehst du die Leinen durch die Ösen an der Plane und verknotest die Abspannringe. Dann verknotest du am anderen Ende der Leinen die Heringe oder die Gegenstände, an denen du das Tarp festmachen möchtest. Dann buddelst du die Heringe horizontal ein. Dann packst du an den gewünschten Stellen die Stangen unter das Tarp. Zuletzt zurrst du die Abspannleinen fest.

Sandhering mit festgebundener Abspannleine
Sandhering mit festgebundener Abspannleine © gipfelwelt.net

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