Wanderung am Tasman Glacier

Tasman Glacier und Tasman Lake
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Der Tasman Glacier, längster Gletscher Neuseelands, bietet Weitblicke über seine schier endlose Geröllzunge und einen riesigen Gletschersee.

Diese Tour hatten wir aus dem Rother Wanderführer Neuseeland und sie war mit die schönste auf unserer Neuseelandreise Ende 2016. Dabei wollten wir an dem Tag eigentlich die legendärste Tour im Mount Cook Nationalpark zur Mueller Hut gehen. Doch die Wetterverhältnissse machten uns einen Strich durch die Rechnung: Auf unabsehbare Zeit war der Weg vergletschert und nur mit Eisausrüstung begehbar, teilte man uns im Visitor Centre in Mount Cook Village mit. Abgesehen davon war im gesamten Hooker Valley sowieso mieses Regenwetter.

Entlang der Seitenmoräne

Im benachbarten Tasman Valley sah es etwas besser aus, und so widmeten wir den Tag dem längsten Gletscher Neuseelands. Vom Parkplatz beim Gletschersee gingen wir den Weg links der riesigen Seitenmoräne entlang. Wir fanden uns erst mal in einem einsamen, schmalen Tal wieder mit “Aussicht” auf die Steilwand links und das Geröll der Moräne rechts. Über reichlich Schotter ging das dann erst mal eine ganze Weile so, bis wir eine erste Aufstiegsmöglichkeit in Form eines markierten Weges auf die Moräne erreichten.

Nach etwa 20 Minuten Kraxelei nach oben belohnte ein herrlicher Blick auf den Gletschersee, an dessen oberem Ende der Tasman Glacier seine Eisbrocken abwirft. Der Gletscher selbst pechschwarz vom Geröll. Nur ganz an seinem oberen Ende, wo er zwischen den Berggipfeln hervorwächst, schimmerte er weiß.

Weiter durch das Gerölltal besuchten wir einen schönen Wasserfall. Bei mit Erreichen des Seeendes bot sich dann eine zweite Möglichkeit, die Moräne zu besteigen. Hier schien die Steilwand des Gletschers schon in greifbarer Nähe zu sein.

Nach etwa eineinhalb Stunden waren wir am Gletschereis angelangt. Nun verlief der Weg oben auf der Moräne und der Blick war endlich frei auf die schwarze Riesenzunge des Tasman Glacier. Wir liefen noch etwa eine halbe Stunde weiter und genossen die Atmosphäre der Eiswüste. Dann machten wir uns auf den Rückweg und waren nach etwa drei Stunden wieder am Parkplatz.

Zum Abschluss ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, noch eben – gemeinsam mit den Menschenmassen – zum offiziellen Aussichtspunkt am Ufer des Tasman Lake hinaufzusteigen. Hier konnten wir den Gletschersee nochmals aus nächster Nähe bewundern.

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