Das ist meine Packgewichtsünde

Lowa San Luis GTX Lo Reise- und Freizeitschuh
© gipfelwelt.net

Vermtulich hat fast jeder eine, und heute verrate ich, was meine Packgewichtsünde ist: Der Lowa San Luis GTX Lo Reiseschuh.

Wie viel Paar Schuhe braucht man zum Wandern? Genau: Eines, nämlich seine Wanderschuhe. Da ziehe ich derzeit für leichte und mittelschwere Touren die AKU Bellamont Schuhe an, und sonst die Bergstiefel. Eigentlich.

Zunächst, damit die Strapazen nicht zu groß werden, halte ich mich an ein paar Packregeln. Zum Beispiel Dinge mitzunehmen, die sich für mehrfache Zwecke verwenden lassen. Oder die Komfortzone auszutesten und alles Überflüssige gar nicht erst einzupacken. Außerdem specke ich mein Packgewicht durch den Austausch von Produkten regelmäßig weiter ab. Ich denke, mittlerweile darf ich mich grundsätzlich auch schon zu den Ultraleicht-Wanderern zählen mit einer Grundausstattung auf meiner Packliste, die unter fünf Kilo wiegt.

Raus aus den Wanderschuhen

Wenn man bei Mehrtagestouren auf Hütten übernachtet, will man da natürlich abends nicht in Wanderschuhen rumlaufen bzw. darf es gar nicht, sondern stellt diese im Schuhraum ab. Die meisten Hütten stellen ihren Gästen Hausschuhe zur Verfügung, oder man schlurft einfach in Wandersocken herum. Bei der Übernachtung auf Zeltplätzen behält man abends die Wanderschuhe an.

Jetzt ist es aber so, dass beim entbehrungsreichen Wandern, wo man vielleicht noch an seine körperlichen Grenzen geht, der Wunsch nach etwas Komfort und Belohnung für die Strapazen doch sehr groß ist. Und dann kam ich darauf, dass es mich doch sehr nervt, wenn ich abends noch einen kleinen Spaziergang um die Berghütte oder über den Zeltplatz machen möchte, dass ich da nochmal in die Wanderschuhe steigen muss.

So habe ich gelegentlich ein zweites Paar Schuhe in den Rucksack geschmuggelt. Die Lowa San Luis GTX wiegen schandhafte 620 Gramm/Paar und sind sehr bequem gepolstert. Dank Gore-Tex Surround ist die Ausstattung wasserdicht, was sich im feuchten Bergklima bezahlt macht, auch wenn man “nur mal schnell” vor die Hütte geht. Mit der offenen Sohle bleiben die Schuhe auch bei hohen Temperaturen luftig.

Alles in allem ähneln die San Luis sehr den San Francisco, die ich zum Laufen anziehe. Sie haben im Obermaterial nicht so viele Luftlöcher und sind daher nicht ganz so luftig wie die San Francisco. Ich finde sie allerdings hübscher, mehr im Sneaker-Look gehalten und nicht ganz so “sportiv”.

So flaniere ich jetzt nach der anstrengenden Wanderei mit den Lowa San Luis bequem und stilvoll durch die Hütte und über den Hüttenvorplatz bzw die Campingstelle, koste meine Unvernunft ob des unnötigen Packgewichts aus und genieße meinen Urlaub – denn das ist das Wandern ja in letzter Konsequenz.

In Neuseeland habe ich für leichte Touren gleich gar nicht erst die Wanderschuhe angezogen, sondern auf die Lowa San Luis GTX gesetzt. Dank der guten Polsterung und Dämpfung der Sohle kann man durchaus ein paar Stunden darin herumlaufen. Allerdings wirklich nur auf felsfreien Wegen, sonst wirds doch etwas ungemütlich.

Einsatz bei Leichtwanderungen

Auf jeden Fall haben es die Schuhe für Leichtwanderungen auf meine Packliste geschafft, wenn ich auf Wanderschuhe komplett verzichten kann. Ansonsten bleiben sie “offiziell” natürlich zu Hause 😉

Bergzeit DE

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.