Gore-Tex

gore-tex

Das Unternehmen Gore eroberte in den 1970er Jahren mit seiner neuartigen Gore-Tex-Membran den Markt für Outdoorkleidung und wurde zum Platzhirsch.

Vermutlich dürfte jeder outdoorbegeisterte Mensch mindestens ein Produkt mit Gore-Tex-Membran im Schrank haben. Bei wasserdichten Schuhen kommt man in Deutschland fast nicht drum rum, und auch bei Hardshell-Bekleidung ist das schwarz-gelbe Logo omnipräsent.

Die Gore-Tex-Membran erhält seine dauerhaft wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Funktion durch Mikroporen, die kleiner als Wassertropfen, aber größer als Wasserdampfmoleküle sind. So kann kein Wasser durch die Membran dringen und macht sie wasserdicht. Der Wasserdampf durch Schwitzen kann aber entweichen, das Kleidungsstück ist atmungsaktiv. Die Membran basiert auf expandiertem Polytetrafluorethylen (ePTFE).

Vorteile von Gore-Tex

Ein großer Vorteil ist sicherlich der Preis. Unter den Funktionsmaterialien gehört Gore-Tex zu den günstigen, und kann von der Funktionalität und Langlebigkeit dennoch mit den teuren Konkurrenten herhalten.

Gore-Tex-Produkte haben eine enorme Langlebigkeit. Bis vor kurzem hatte ich über 10 Jahre alte Wanderschuhe, die immer noch tiptop dicht waren, obwohl sie sich schon langsam in ihre Bestandteile aufgelöst haben …

Die Pflege ist recht unkompliziert: Eine Membran muss nicht nachimprägniert werden (höchstens der Oberstoff, damit er sich nicht mit Wasser vollsaugt), und Kleidungsstücke können ganz normal im Schonwaschgang gewaschen werden – man sollte Flüssigwaschmittel verwenden, um die Funktion beeinträchtigende Ablagerungen zu vermeiden.

Nachteile von Gore-Tex

Der größte Nachteil von Gore-Tex liegt in der mikroporösen Beschaffenheit. Je wärmer es ist, je geringer also der Unterschied zwischen Körper und Außentemperatur, desto mehr büßt die Membran von ihrer Atmungsaktivität ein. Aus diesem Grund hat Gore-Tex nach wie vor den Ruf, ein eher schwitziges Material zu sein.

Abgesehen von den Problemen bei warmem Wetter können die Poren durch die Salzkristalle im Schweiß und durch Schmutz verstopfen, und büßen dann ihre Funktionallität ein. Auch Waschmittelreste können sie beeinträchtigen.

Nicht unerwähnt bleiben darf auch die Umweltproblematik bei Gore-Tex. Dessen Grundmaterial PTFE, besser bekannt als Teflon, steht aus Umweltgründen massiv in der Kritik. Es ist nicht biologisch abbaubar und in der Entsorgung problematisch. Die bei der Herstellung verwendeten Fluorverbindungen stehen außerdem im Verdacht, krebserregend zu sein. Zwar werden für ein Kleidungsstück nur geringste Mengen PTFE benötigt, doch man sollte sich beim Kauf eines solchen Produkts der ungeklärten Recycling- und Gesundheitsfragen bewusst sein.

Fazit

Meiner Meinung nach ist eine mikroporenfreie Membran wie etwa Dermizax oder das günstige Drilite grundsätzlich Gore-Tex und Co. vorzuziehen. Dennoch bietet Gore-Tex zu einem geringen Preis eine langlebige Wetterschutz-Lösung.

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