Cocona 37.5

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In Deutschland zu Unrecht kaum bekannt ist die Funktionsfaser 37.5 der Firma Cocona, die unter anderem aus Kokosnussschale gewonnen wird.

Die US-amerikanische Firma entwickelt und vertreibt das (bislang) gleichnamige Funktionsmaterial. Dafür wird aus der namensgebenden Kokosnuss, genauer aus ihrer Schale, durch Bedampfung Aktivkohle gewonnen. Es bilden sich bei diesem Prozess Millionen von Poren, die in das Endprodukt eingearbeitet werden.

Die Funktionalität von Cocona-Fasern kann sich sehen lassen: UV-Schutz 50+, geruchshemmend, schneller Feuchtigkeitstransport, schnelltrocknend, verbesserte Atmungsaktivität.

Zum Einsatz kommt sie in Textilien mit Baumwoll- oder Nylonfasern, in Isolationsmaterialien und in wasserdichten Membranen.

Obwohl auch große Hersteller wie Adidas, Asics, Salomon und Vaude, neben nicht ganz so bekannten wie etwa Rab, Under Armour und dem finnischen Kaikkialla darauf setzen, ist die Firma bisher namentlich nicht so bekannt. Das liegt sicher auch daran, dass Cocona oft als Bestandteil anderer Endprodukte etwa des großen Funktionstextilherstellers Polartec eingesetzt wird und dann nur indirekt namentlich auftaucht.

Eine neue Marketingstrategie fährt man seit Kurzem mit dem Relaunch des Markennamens: Der Firmenname Cocona bleibt, aber die Funktionsfaser heißt fürderhin 37.5, gesprochen “Thirtysevenfive”. Vielleicht wird sie so ja in Deutschland bekannter? Man darf gespannt sein.